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Spielen ist wichtig für die gesamte Entwicklung des Babys

Ein kleiner Junge spielt mit Bauklötzen, denn Spielen ist gesund für Baby und Kleinkind.

© iStock / FamVeld

Lesezeit: 3 Minuten10.03.2022

Mit allen Sinnen die Welt entdecken: Nach Dingen greifen, sie erforschen und ertasten. Für Ihr Baby bedeutet Spielen nicht nur Spaß, sondern vor allem Entwicklung. Dafür benötigt es nicht immer Spielzeug, sondern vor allem Interaktion.

Inhalte im Überblick

    Darum ist Spielen wichtig für Ihr Baby

    Für Ihr Kind bedeutet Spielen, Erfahrungen zu sammeln, die für seine motorische, soziale, emotionale sowie kognitive Entwicklung von großer Bedeutung sind. Damit sich Gehirn und Motorik optimal entwickeln können, braucht Ihr Baby Anreize. Das heißt jedoch nicht, dass es viel Spielzeug zur Unterhaltung benötigt. Gerade in den ersten Lebensmonaten sind Bewegung und Sinneswahrnehmungen weitaus wichtiger.

    Hände und Füße, Stimmen sowie unterschiedliche Dinge, die es greifen kann, reichen völlig aus. Bewegungsspiele wie Kniereiten helfen dabei, Körperbeherrschung, Wahrnehmung und Gleichgewichtssinn zu entwickeln. Eine Rassel zeigt Ihrem Kind, dass es mit seinen Handlungen etwas bewirken kann: Es erzeugt Geräusche, indem es seine Hand bewegt.

    Welche Auswirkungen hat Spielen auf das Baby?

    Die Auswirkungen von Spielen auf Ihr Kind könnten vielfältiger nicht sein: Es wirkt sich positiv auf die Sprach-, Rechen- und Problemlösungsfähigkeiten aus, lindert Stress, fördert die Fantasie und stärkt das Selbstbewusstsein. Es vertieft die Beziehung zwischen Eltern und Kind und fördert die Vertrautheit. Außerdem hilft Spielen dabei, Erlebnisse zu verarbeiten und mit den eigenen Gefühlen umzugehen. Verschiedene Formen, Farben, Geräusche und Bewegungen regen die Sinnesorgane Ihres Babys an. Das sorgt dafür, dass bestimmte Bereiche im Gehirn aktiviert und mittels Nervenzellen und -bahnen miteinander vernetzt werden.

    Braucht mein Baby einen Mitspieler?

    Im Großen und Ganzen braucht Ihr Baby Sie als Gegenüber, um sich verstanden und angenommen zu fühlen. Ihre Reaktionen bewirken, dass Ihr Kind Schritt für Schritt eine Vorstellung von sich selbst bekommt. Am besten sprechen Sie beim Spielen und suchen dabei Augenkontakt – so regen Sie gleichzeitig die Sprechfreude an. Auch Berührungen und Streicheleinheiten sollten dazugehören. Dennoch können sich viele Babys für kurze Zeit auch alleine beschäftigen – vor allem dann, wenn sie in ihrer Umgebung etwas Interessantes vorfinden oder Neues entdecken können, wie ein Mobile oder Spielzeug, das sie in den Mund nehmen können. So lernt Ihr Kind außerdem, sich selbst zu beschäftigen.

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    Wie wichtig sind Ruhepausen?

    Schon im Alter von sechs Wochen können sich Babys langweilen, wenn sie längere Zeit keine Beschäftigung haben oder allein in ihrem Bettchen liegen. Trotzdem ist es wichtig, Kinder nicht zu überfordern. Gerade in der ersten Lebenszeit sind Babys überwältigt von den vielen neuen Eindrücken. Sie können sich nur einige Minuten konzentrieren, bevor sie wieder eine Pause benötigen. Achten Sie deswegen darauf, was Ihr Kind Ihnen mitteilt – es wird Ihnen zeigen, wenn es Ruhe braucht.

    Freien Lauf lassen

    In den ersten Lebenswochen werden Sie feststellen, dass sich Ihr Kind mit sanften Rhythmen leicht beruhigen lässt. Ihr Baby liebt es, wenn es Ihre Stimme hört – und es ist ihm dabei ganz egal, ob Sie die Töne treffen. Strampeln, hüpfen und in die Hände zu klatschen machen gerade im ersten Lebensjahr besonders viel Spaß. Seien Sie geduldig, auch wenn lautes Topfschlagen oder das Rasseln der Bonbondose Sie nerven, und vergessen Sie nicht: Das, was wir Erwachsene oft als Krach bezeichnen, unterstützt auf spielerische Weise die gesamte Entwicklung Ihres Kindes.

    Eine Mutter spielt mit ihrem Baby auf dem Schoß mit einem Spielzeug, das Musik macht.
    Ein Mitspieler und dessen Reaktionen helfen dem Baby dabei, sich verstanden und angenommen zu fühlen.

    © iStock / Liderina

    Darauf sollten Sie beim Spielen achten

    Im Grunde müssen Sie nicht viel tun, um Ihr Baby zu fördern. Trotzdem gibt es einige Tipps, mit denen Sie Ihr Kind und seine Freude am Spielen unterstützen können:

    • Lassen Sie Ihr Kind selbst entscheiden, womit, auf welche Weise und wie lange es mit etwas spielt. Nur so macht ihm seine Entwicklung auch Spaß.
    • Ermöglichen Sie Ihrem Kind Anregungen und Reize, die seinem Alter und seinem Entwicklungsstand angepasst sind.
    • Versuchen Sie, möglichst jeden Tag mit Ihrem Baby zu spielen.
    • Besonders in den ersten Wochen sind Ihr Gesicht und Ihre Stimme wichtiger als Spielsachen.
    • Geben Sie Ihrem Baby Spielzeug aus unterschiedlichen Materialen, das möglichst viele seiner Sinne anregt, das es ertasten und mit dem es Geräusche erzeugen kann.
    • Babys lieben es, nackt zu strampeln, im Gras zu krabbeln oder im Wasser zu plantschen. Auch das erweitert die Sinne.
    • Achten Sie bei gekauften Spielsachen darauf, dass sich Ihr Kind daran nicht verletzen oder verschlucken kann.

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