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AOK Hessen

Wirksam vor Hautkrebs schützen – mit der AOK Hessen

Veröffentlicht am:11.12.2023

6 Minuten Lesedauer

Hautkrebs zeigt sich in dunklen Hautveränderungen – oder? Jein: Tatsächlich tritt der weiße Hautkrebs viel häufiger auf. Je früher er erkannt wird, desto besser die Heilungschancen. Daher bietet die AOK Hessen das Screening bereits für 18-Jährige an.

Eine junge Frau hält ein Paar Ski in der Hand und cremt ihr Gesicht mit Sonnencreme ein.

© gettyimages / plprod

Weißer Hautkrebs – was heißt das?

Der weiße Hautkrebs entsteht aus nicht-pigmentierten Hautzellen und unterscheidet sich damit vom schwarzen Hautkrebs. Dieser geht nämlich von den Pigmentzellen unserer Haut aus und hat ein dunkles Erscheinungsbild. Auch wenn der schwarze Hautkrebs als die gefährlichste Art gilt, tritt die helle Form deutlich häufiger auf: Jedes Jahr erkranken über 200.000 Menschen in Deutschland und die Zahlen steigen. Eine frühzeitige Erkennung und Behandlung sind auch hier von großer Bedeutung. Es gilt: Je früher der Krebs erkannt wird, desto größer sind die Heilungschancen.

Wir unterscheiden zwei Arten von hellem Hautkrebs:

Basalzellkarzinome: auch Basaliome genannt. Sie bilden selten Metastasen. Bleiben sie unbehandelt, können sie aber dauerhaft immer weiterwachsen und so Knorpelgewebe und Knochen zerstören.

Plattenepithelkarzinome: seltener, aber aggressiver. Sie bilden Metastasen und können auch die Lymphknoten und inneren Organe befallen. Diese Art kündigt sich mit einer Vorstufe an, die aktinische Keratose genannt wird und zunächst als ungefährlich gilt. Um die Bildung eines Karzinoms zu verhindern, sollte sie frühzeitig erkannt und behandelt werden.

Weißer Hautkrebs tritt in der Regel an Nase, Stirn, Ohren, Unterlippe, Nacken, Händen oder Haupt auf – also an den Körperstellen, die der Sonne am meisten ausgesetzt sind. Das Basalzellkarzinom kann aber auch an anderen Stellen, wie dem Oberkörper, entstehen. Wird er frühzeitig erkannt, sind die Heilungschancen sehr hoch.

„Weißer Hautkrebs sollte nicht unterschätzt werden: Er gilt zwar als gut behandelbar, dafür muss er aber auch frühzeitig erkannt werden.“

Dr. med. Christoph-Gérard Stein
beratender Arzt der AOK Hessen

Was ist der Auslöser?

Es gibt verschiedene Risikofaktoren für die Entstehung von weißem Hautkrebs – der größte ist jedoch die UV-Strahlung. Dabei ist es ganz egal, ob sie von der Sonne, vom Solarium oder von einer UV-Lampe ausgeht. Das Risiko für ein Basaliom und auch für ein Plattenepithelkarzinom steigt mit der UV-Dosis, der du im Laufe deines Lebens ausgesetzt bist.

Wiederkehrende intensive UV-Belastungen können ein Basaliom ebenfalls begünstigen – dazu zählen auch Sonnenbrände, die du dir vielleicht in deiner Kindheit oder Jugend zugezogen hast. Hast du einen sehr hellen Hauttyp, solltest du bei UV-Strahlung besonders vorsichtig sein. Und auch wenn dein Immunsystem geschwächt ist, bist du anfälliger.

Ein häufiges Anzeichen für ein geschwächtes Immunsystem sind ständig wiederkehrende Infekte – das heißt, wenn du zum Beispiel sehr oft erkältet bist oder unter Magen-Darm-Infekten leidest. Mit steigendem Alter steigt ebenfalls das Erkrankungsrisiko und auch, wenn du schon einmal an weißem Hautkrebs erkrankt bist, ist das Risiko höher, dass nochmals ein Hauttumor entsteht. In seltenen Fällen können auch Chemikalien wie Arsen Auslöser für die Erkrankung sein.

Weißer Hautkrebs gleich weißer Punkt?

Um weißen Hautkrebs frühzeitig zu erkennen, ist die Selbstkontrolle ein entscheidender Faktor. Aber worauf musst du achten? Der Name „weißer Hautkrebs“ ist etwas irreführend: Tatsächlich handelt es sich nicht um weiße Flecken auf der Haut, sondern eher um haut- oder fleischfarbene Veränderungen. Für ein ungeschultes Auge ist das Erscheinungsbild nicht immer leicht zu erkennen und wird häufig mit Warzen, Narben, Wunden oder Ekzemen verwechselt. Hierauf kannst du bei der Selbstkontrolle achten:

  • Basaliome: meist glasig weißliche bis gelblich-rötliche Knötchen, oft von einem perlschnurartigen Rand besetzt. Im fortgeschrittenen Stadium können sie auch nässen oder bluten. Seltener werden sie auch als weißliche, narbenartige flache Areale oder gerötete und schuppende Flächen sichtbar.
  • Plattenepithelkarzinome: verhornte Hautstelle, flaches Geschwür mit einem erhabenen Rand oder auch verhornte Knoten. Es können auch Blutungen, Schuppungen und Krusten auftreten.

Hast du Auffälligkeiten an deiner Haut entdeckt, gilt immer: Suche eine Ärztin oder einen Arzt auf und lass die Symptome abklären. Mit dem OnlineDoctor der AOK Hessen kannst du auch ganz einfach einen Online-Hautcheck in Anspruch nehmen und hast schon nach kurzer Zeit eine Diagnose.

Regelmäßiges Hautkrebsscreening ist entscheidend

„28 % der Deutschen über 34 Jahre hatte noch nie ein Hautkrebsscreening.“ Das zeigt eine Befragung zum Thema Hautkrebs, die die AOK Hessen in Auftrag gegeben hat. Dabei ist das regelmäßige Hautkrebsscreening entscheidend für spätere Heilungschancen.

Screening schon ab 18 – dank der AOK Hessen

Hessens Angstdiagnose ist Krebs – das zeigt eine repräsentative telefonische Befragung im Auftrag der AOK Hessen. Ein guter Grund für uns Hessen, regelmäßig zu unseren Vorsorgeuntersuchungen zu gehen. Diese sind nämlich das A&O beim Thema Krebsvorsorge. Der Facharzt oder die Fachärztin erkennt den weißen Hautkrebs oft bereits mit bloßem Auge und kann schnell eine fachliche Diagnose und Therapieempfehlung geben. Die Angebote der AOK Hessen sind für alle da:

Du bist über 35 Jahre alt? Alle zwei Jahre kannst du kostenlos ein Hautkrebs-Screening durchführen lassen. Das geht bei Fachärztinnen und -ärzten für Allgemeinmedizin, für Haut- und Geschlechtskrankheiten, Dermatologie oder internistische Medizin. Hierbei untersuchen sie deine gesamte Haut auf auffällige Muttermale, Leberflecken und sonstige Hautveränderungen und besprechen im Anschluss das Ergebnis mit dir. Bei Verdacht auf Hautkrebs entnimmt die Ärztin oder der Arzt eine Hautprobe und lässt das Gewebe im Labor genauer untersuchen.

Du bist unter 35? Dank des Gesundheitskontos der AOK Hessen können auch 18- bis 34-Jährige den Haut-Check in Anspruch nehmen. Du bekommst alle zwei Jahre bis zu 40 Euro erstattet. Reiche hierzu einfach die Rechnung bei uns ein – über das Online-Kontaktformular, im Online-Portal „Meine AOK“ oder auch auf dem Postweg.

Sonnenschutz – aber richtig

Du möchtest bei schönem Wetter Hessens Natur genießen? Frische Luft und Bewegung tun deinem Körper gut – denk aber auch an einen ausreichenden Sonnenschutz. Wähle eine Sonnencreme mit einem Lichtschutzfaktor von mindestens 30 und achte darauf, dass sie neben dem UV-B-Schutz auch vor UV-A-Strahlen schützt. Hast du beim Eincremen an alle Hautstellen gedacht? Auch an die Füße und deine Ohren? Sehr gut, dann fehlen nur noch die Lippen: Nutze hier am besten einen Sonnenschutz-Lippenstift.

Nach zwei Stunden und nachdem du im Wasser warst, solltest du den Schutz auffrischen – auch, wenn deine Sonnencreme wasserfest ist. Die Sonne versteckt sich heute hinter den Wolken? Lass dich nicht täuschen: Die UV-Intensität bei Wolken ist fast genauso hoch wie bei Sonnenschein. 75 % der Strahlung erreichen deine Haut trotzdem. Und auch wenn du dich bei deinem Ausflug in die Natur für eine von Hessens schönen Wanderrouten entschieden hast, denke an deinen Sonnenschutz.

Die Intensität der UV-Strahlung ist im Gebirge höher – sie verstärkt sich pro 1.000 Höhenmeter um 10–15 %. Zusätzlich zur Sonnencreme bieten auch eine Kopfbedeckung und eine Sonnenbrille einen guten Schutz. Und spätestens in der Mittagszeit ist es dann Zeit für eine Sonnenpause – deine Haut wird es dir danken.

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Eine gute Gesundheit wünscht dir deine AOK Hessen.

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