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Trotz gehört dazu!

Die Trotzphase zeigt einen wichtigen Entwicklungsschritt des Kindes. Es entwickelt sich eine eigenständige Persönlichkeit. In dieser Lebensphase gilt es für die Eltern: Nerven bewahren.

Ursachen für Trotzanfälle

Wenn ein Kleinkind in der Trotzphase ist, kann alles zum Auslöser eines Trotzanfalls werden. Es gibt jedoch Dinge, die Ausbrüche begünstigen. Überlegen Sie, ob Ihr Kind hungrig, durstig oder müde ist. Vielleicht möchte es auch einfach Sachen selbst ausprobieren – Schuhe zumachen, Jacke anziehen, Brot schmieren. Beugen Sie Wutanfällen vor, indem Sie Ihr Kind nicht abrupt aus seinem Spiel herausreißen. Geben Sie ihm Zeit, sich darauf vorzubereiten, dass es beispielsweise jetzt gleich mit zum Einkaufen oder zum Arzt gehen soll.

Richtige Reaktion

Auslachen, schlagen oder brüllen sind ein absolutes Tabu bei einem Trotzanfall. Besser ist, das Kind ernst zu nehmen, in seiner Nähe zu bleiben, nicht wegzugehen und es nicht alleine zu lassen. Versuchen Sie lieber, es abzulenken. Und machen Sie sich klar: Es ist nur eine Phase. Die kann auch im späteren Alter noch mal auftreten. Beispielsweise wenn Kinder in die Schule kommen und viel Neues und Ungewisses auf sie einströmt. 

Das Kind entdeckt seine Selbstständigkeit

Im Kleinkindalter entdeckt der Nachwuchs, dass er eine eigenständige Person ist, mit einem eigenen Willen. Kinder beginnen, Aufgaben, die ihnen aufgetragen werden, zu hinterfragen oder weigern sich einfach, Dinge zu machen. Schuhe und Jacke anziehen zum Beispiel. Dem Ärger darüber machen Kinder lautstark Luft. Jetzt heißt es für Eltern: Ruhe bewahren, auch wenn es schwerfällt. Lassen Sie sich nicht von Ihrer Umgebung verunsichern. Ein trotzendes Kleinkind hat keine seelische Störung und Sie als Eltern haben kein Erziehungsproblem. Das Kind macht eine ganz normale Entwicklungsphase durch. Manche Kinder trotzen dabei heftiger als andere – so verschieden die Kinder sind, so unterschiedlich sind auch ihre Trotzreaktionen.

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