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Hilfreiche Maßnahmen bei unspezifischen Nackenschmerzen

Mann sitzt auf dem Sofa und hat Nackenschmerzen nach einem langen Arbeitstag am Laptop.
Lesezeit: 3 MinutenAktualisiert: 16.02.2021

Häufig sind Nackenschmerzen die Folge einer schwachen Halsmuskulatur oder falsch belasteter sowie verspannter Muskeln. Auch natürliche Verschleißerscheinungen, die im Laufe des Lebens an der Halswirbelsäule auftreten, können eine Rolle spielen. Diese unspezifischen Nackenschmerzen sind meist harmlos. Worauf Sie dabei dennoch achten müssen, lesen Sie hier.

Inhalte im Überblick

    Wie kommt es zu Verspannungen im Nacken?

    Bei einer schwachen Halsmuskulatur und Fehlbelastungen kann es zu Muskelverspannungen kommen, die sich in Form von Nackenschmerzen bemerkbar machen. Manchmal genügen schon kleine Auslöser, wie ein langer Arbeitstag am Computer, Überkopfarbeiten oder auch Zugluft, um Nackenschmerzen auszulösen. Die Folge: Wir gehen in die Schonhaltung – und genau dies führt zu weiteren Verspannungen. Ein Teufelskreis entsteht und Nackenschmerzen werden zu unserem regelmäßigen Begleiter. Wenn keine Hinweise auf ernste Ursachen vorliegen, ist es aber wichtig, sich trotz der Nackenschmerzen zu bewegen und die Nackenmuskulatur langfristig zu trainieren, um der Schmerzentstehung vorzubeugen.

    Die Ursachen von Nackenschmerzen sind vielfältig

    Folgende Ursachen sind häufige Auslöser von Schmerzen im Nackenbereich.

    • Überlastung und eine schwache Halsmuskulatur: Wer lange am Schreibtisch sitzt, kennt das Problem: Nach einigen Stunden in der gleichen Haltung kann der Nacken schmerzen und versteifen. Grund ist die permanente Sitzhaltung sowie eine dauerhafte Muskelanspannung in Hals und Schultern. Zu Nackenschmerzen kommt es aber auch bei Tätigkeiten, die über längere Zeit mit zurückgebeugtem Kopf ausgeführt werden, zum Beispiel dem Streichen einer Decke. Ebenso können Nackenprobleme bei bestimmten Sportarten, wie Rennradfahren oder Brustschwimmen, auftreten.
    • Bandscheibenvorfall oder verengter Wirbelkanal: Drückt ausgetretenes oder vorgewölbtes Bandscheibengewebe auf die Nerven, kann es zu Nackenschmerzen kommen. Ebenso bei einer Verengung des Wirbelkanals. Diese Schmerzen können über die Schultern bis in die Arme ausstrahlen.
    • Verschleiß der Halswirbel: Durch Abnutzung oder Alterung können an der Halswirbelsäule auch Verschleißerscheinungen auftreten. So werden die Bandscheiben dünner und es können Zacken an den Wirbelkörpern (Osteochondrose) entstehen.
    • Schleudertrauma: Nach einem Auffahrunfall oder einem schweren Sturz kann es zu einem Schleudertrauma kommen. Durch die heftige Schleuderbewegung des Kopfes können kleine Verletzungen im Muskel- und Bindegewebe des Halses entstehen, die zu schmerzhaften Verspannungen führen.

    Frau hat Nackenschmerzen und massiert sich die Nackenmuskulatur nach einem Tag im Homeoffice.
    Nackenschmerzen entstehen oft bei einer falschen Haltung des Kopfes.© iStock/PeopleImages

    Wann sollte man mit Nackenschmerzen zum Arzt gehen?

    Akuten Nackenschmerzen liegt oft keine spezifisch behandelbare Ursache zugrunde. Sie sind daher zwar unangenehm, aber meist harmlos, und klingen in der Regel innerhalb von ein bis zwei Wochen wieder ab. In seltenen Fällen können Nackenschmerzen aber auch eine ernste Ursache haben. So sollte nach einem Unfall, der mit einem Schleudertrauma oder anderen Belastungen der Halswirbelsäule verbunden war, eine ärztliche Abklärung erfolgen. Auch wenn Nackenschmerzen in Verbindung mit einem oder mehreren der folgenden Symptome einhergehen, so rät das Bundesgesundheitsministerium zur schnellen ärztlichen Befundung und Behandlung:

    • Kopfschmerzen, die mit Übelkeit, Erbrechen, Schwindel oder Lichtempfindlichkeit einhergehen
    • Genickstarre
    • unerklärlicher Gewichtsverlust, Fieber oder Schüttelfrost
    • gleichbleibend starke Schmerzen – in Ruhe und bei Bewegung
    • Kontrollverlust beim Wasserlassen oder Stuhlgang
    • Nervenstörungen und Lähmungserscheinungen, zum Beispiel Kribbeln oder Schwierigkeiten, den Arm oder die Finger zu bewegen

    Was hilft bei unspezifischen Schmerzen in der Nackenmuskulatur?

    Hilfe bei Nackenschmerzen ist abhängig von der Schmerzursache. Wenn keine spezifisch behandelbare Ursache vorliegt, kann Wärme schmerzlindernd wirken. So können Muskelverspannungen durch lokale Wärmeanwendungen, zum Beispiel mit einer Wärmflasche oder einem Kirschkernkissen gelindert werden. Ist der Schmerz auf eine Nervenreizung zurückzuführen, kann auch Kälte wohltun. Zudem lässt sich die Muskulatur mit Kräftigungs- und Dehnübungen lockern und stärken . Zuvor sollte jedoch abgeklärt sein, dass es sich tatsächlich um unspezifische Nackenschmerzen handelt. Ihr Arzt kann Ihnen geeignete Übungen für zu Hause empfehlen. Übungen, die gegen leichte Verspannungen im Nacken helfen können und die Muskulatur der Halswirbelsäule dehnen und trainieren, finden Sie in folgendem Video.

    Wir möchten Sie darauf hinweisen, dass beim Anzeigen des Videos Daten an YouTube oder Vimeo übermittelt werden. Weitere Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

    Sollten sich die Schmerzen nicht ausreichend bessern, kann Ihr Hausarzt Sie zu weiteren Maßnahmen, wie der kurzfristigen Einnahme schmerzlindernder Medikamente, beraten. Da unspezifische Nackenschmerzen oft mit Fehlhaltungen oder Fehlbelastungen in Verbindung stehen, sollte geprüft werden, wie Sie diese künftig korrigieren oder reduzieren können. Wird das Schmerzempfinden durch psychische Belastungen, wie dauerhaften Stress, verstärkt, können mentale Entspannungsübungen oder Stressmanagement-Programme eine zusätzliche Hilfe sein. 

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