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Reiseapotheke für Kinder: Mit dem Nachwuchs in den Urlaub

Kinder sitzen im Kofferraum mit Urlaubsgepäck und posieren
Lesezeit: 3 MinutenAktualisiert: 19.08.2020

Reisevorbereitungen sind häufig anstrengend und zermürbend, dennoch sind sie wichtig für einen möglichst unbeschwerten Urlaub. Insbesondere bei der Reiseapotheke ist es wichtig, dass sie rechtzeitig auf Vollständigkeit geprüft wird – vor allem dann, wenn Sie Kinder mit auf die Reise nehmen. Welche Arzneimittel in der Reiseapotheke nicht fehlen dürfen und was Sie bei der Lagerung und beim Transport beachten müssen, erfahren Sie hier. Außerdem: die praktische Checkliste als Download.

Inhalte im Überblick

    Das gehört in die Reiseapotheke für Kinder

    Kinder wollen die Welt erkunden. Ob sie mit Freunden und Geschwistern draußen toben oder ganz alleine Natur und Umwelt kennenlernen – bei so viel Eifer kann es schon einmal passieren, dass man sich eine Schramme oder einen Kratzer einfängt. Denn der kindliche Entdeckerdrang führt schnell zu Verletzungen. In einer Reiseapotheke für Kinder darf Verbandsmaterial daher auf keinen Fall fehlen. Zudem können sich Kinder auch auf Reisen und im Urlaub schnell mal einen Schnupfen oder eine Erkältung einfangen. Was außerdem noch in die Reiseapotheke gehört, erfahren Sie hier.

    Reiseapotheke für Kleinkinder Checkliste

    Mit dieser Checkliste sind Sie für Reisen mit Kindern gut vorbereitet. Nicht fehlen in der Kinder-Reise-Apotheke sollten:

    • Fiebersenkende Mittel mit den Wirkstoffen Ibuprofen (als Saft) oder Paracetamol
    • Abschwellendes Nasenspray oder Tropfen für Kinder
    • Hautfreundliches Desinfektionsmittel
    • Medikamente gegen Magen-Darm-Beschwerden (Durchfall, Bauchschmerzen oder Blähungen)
    • Mittel gegen Reiseübelkeit (Für Kinder ab 6 Jahren empfiehlt sich der Wirkstoff Dimenhydrinat)
    • Elektrolytepulver
    • Hustensaft/Hustenstiller
    • Augentropfen
    • Kühl-Gel bei Insektenstichen und Entzündungen
    • Wund- und Heilsalbe (z.B. mit Zink und Arnika)
    • Altersgerechter Sonnenschutz mit UV-A und UV-B-Lichtschutzfaktor (ab LSF 30)
    • Altersgerechtes Insektenschutzmittel
    • Fieberthermometer
    • Verbandsmaterial
    • Zeckenzange
    • Sicherheitsnadeln
    • Pinzette und Schere

    Achtung: Sollte Ihr Kind bereits dauerhaft Medikamente einnehmen, achten Sie darauf, dass auch auf Reisen die Medikation fortgeführt wird. Fragen Sie beim behandelnden Kinderarzt, ob gegebenenfalls noch ein Rezept benötigt wird. 

    Kinder-Reiseapotheke PDF-Checkliste zum Download

    Sie reisen mit Kleinkindern unter drei Jahren? Erfahren Sie hier alles über die Reiseapotheke für Kleinkinder

    Sonnen- und Insektenschutz: Auf den Wirkstoff achten!

    Kinderhaut ist besonders empfindlich, und neben Schutzkleidung und Sonnenhut ist ein kindgerechter Sonnenschutz vor allem bei Reisen in warme, sonnige Gebiete ein absolutes Muss. Der sollte passgenau auf die Bedürfnisse des Kindes abgestimmt sein. Bei Babys, Kleinkindern und Kindern ist ein besonders hoher Lichtschutzfaktur zu empfehlen. Dieser sollte unbedingt UV-A und UV-B Filter besitzen und einen Lichtschutzfaktor (LSF) von mindestens 30, besser Lichtschutzfaktor 50 haben. Mineralische Sonnencremes, Sprays oder Gele, die keine chemischen Filter wie zum Beispiel Octocrylen enthalten, sind für Kinder besser geeignet, da chemische UV-Filter sich auf den Hormonhaushalt des Kindes auswirken können.

    Sonnenschutz mit mineralischem Filter, wie er bei Naturkosmetik-Produkten verwendet wird, bietet zwar einen ebenso hohen Schutz, hinterlässt aber leider auf der Haut jedoch oft einen weißen, klebrigen Film.

    Auch beim Insektenschutz sollten Sie ein Auge auf die Inhaltsstoffe werfen. Für Kinder empfiehlt es sich, Insektenschutz-Mittel in niedriger Konzentration zu verwenden. Der Nachteil: Je niedriger der Wirkstoff dosiert ist, desto kürzer ist die Wirkzeit. 
    Der Wirkstoff DEET sollte bei Kindern unter neun Jahren nicht höher als 30 Prozent sein. Ab einem Alter von 9 Jahren ist eine höhere Konzentration (50 Prozent) des Wirkstoffs angemessen. 

    Reisen mit Kindern: Medikamente gut verstauen

    Die Reiseapotheke für Kinder sollte möglichst trocken und kühl gelagert werden. Achten Sie darauf, dass sich die Medikamente nicht zu sehr erhitzen oder dass sie einfrieren, und lassen Sie sie zum Beispiel nach der Ankunft nicht für längere Zeit im Auto liegen.

    Am besten ist es, Sie packen die Reiseapotheke so, dass Sie für alle Fälle immer Verbands- und Arzneimittel griffbereit im Handgepäck haben. Falls Sie eine Flugreise antreten, sollte die Reiseapotheke ohnehin möglichst ins Handgepäck, sofern die Flüssigkeitsmenge nicht die internationalen Transport-Richtlinien der Fluggesellschaften übersteigt. 

    Achten Sie außerdem darauf, dass die Medikamenten-Packungen nicht geöffnet sind. Ist eine Blister-Packung beschädigt, entsorgen Sie das Medikament lieber. Arzneimittel und medizinische Hilfsmittel sollten möglichst immer steril verpackt sein. Und auch das Haltbarkeitsdatum sollte nicht überschritten sein. Im Zweifelsfall ersetzen Sie das Medikament lieber durch ein neues.

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    Wer mit Kind verreist, sollte die Reiseapotheke am besten immer griffbereit haben, denn beim Spielen in unbekannter Umgebung sind kleine Unfälle keine Seltenheit.© iStock: robertprzybysz

    Reiseapotheke für Kinder: Tipps vor der Abreise

    • Unbedingt den Impfstatus des Kindes prüfen und den Impfausweis nicht vergessen.
    • Holen Sie vor der Abreise wichtige Informationen über das Reiseziel ein wie Vor-Ort-Versorgung durch Krankenhäuser, Ärzte und Apotheken.
    • Passen Sie die Reise dem Entwicklungsstand des Kindes an. So haben Sie und Ihr Nachwuchs etwas davon.
    • Planen Sie keine zu langen Fahrstrecken ein. Kinder werden häufig schnell ungeduldig und brauchen viel Bewegung.
    • Kinder unter fünf Jahren sollten nicht in Malaria-Gebiete reisen. Für Kinder ab 5 Jahren bietet sich vorab ein Medizin-Check für Reisen in Tropengebiete an.

    Damit Sie und auch Ihr Nachwuchs die Reise genießen können, darf eine gut gefüllte Reiseapotheke für Kinder auf keinen Fall fehlen. 

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