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7 Tipps, die Trotzphase beim Kind zu überstehen

Mutter macht ein Selfie von sich und ihrem Kind, das eine Grimasse zieht.
Lesezeit: 4 MinutenAktualisiert: 26.06.2020

Auch wenn Wutanfälle beim Kleinkind Eltern viele Nerven kosten: Die Trotzphase ist wichtig für die Entwicklung des Kindes. Wie die Autonomiephase verläuft und wie Eltern sie durchstehen können.

Inhalte im Überblick

    Trotzphase beginnt meistens mit 2 Jahren

    Sie stehen mit Ihrem Kleinkind an der Supermarktkasse. Es entdeckt einen leckeren Schokoriegel, nimmt ihn an sich und lässt ihn nicht wieder los. Sie nehmen ihm den Riegel weg - und plötzlich ist das Gezeter groß: "Ich will aber!", tönt es lauthals und das Heuldrama nimmt seinen Lauf...

    Kommt Ihnen die Situation bekannt vor? Dann ist Ihr Kind vermutlich zwischen zwei und vier Jahren alt und befindet sich mitten in der Trotzphase. Diese sogenannte Autonomiephase kann aber auch schon mit 18 Monaten anfangen und bis zum Alter von sechs Jahren anhalten - das ist von Kind zu Kind verschieden. 

    Darum sind Trotzreaktionen wichtig für Kinder

    In der Trotzphase beginnt das Kind allmählich, Aufgaben und Regeln zu hinterfragen oder sich zu weigern, Dinge zu machen. Zum Beispiel Schuhe und Jacke anzuziehen oder ins Bett zu gehen. Die Trotzreaktion kann dabei so heftig sein, dass die Kleinen regelrecht ausrasten, schreien und manchmal auch um sich schlagen.

    Aber keine Sorge: Sie als Eltern haben nichts falsch gemacht oder das Kind schlecht erzogen. Ihr Kind hat bei trotzigem und aggressivem Verhalten auch nicht gleich eine seelische Störung. Die Trotzphase ist ganz normal und sogar wichtig für die Entwicklung des Kindes. Warum das so ist? 

    In dieser Zeit lernt der Nachwuchs...

    ... dass er eine eigenständige Person mit einem Ich-Bewusstsein ist.

    ... dass er einen eigenen Willen hat.

    ... selbstbestimmter durchs Leben zu gehen.

    ... die Welt auf eigene Faust zu entdecken.

    ... selbstbewusster zu werden.

    ... dass er Gefühle hat, die es noch nicht gut regulieren kann.

    Häufig verbirgt sich hinter Wutanfällen schiere Verzweiflung und Hilfslosigkeit - zum Beispiel, weil das Kind gewisse Dinge noch nicht kann oder Eltern ihm Grenzen setzen. Das Kind weiß noch nicht, wie es mit diesen Gefühlen umgehen soll - und dann platzt die ganze Wut von einem Moment auf den anderen aus ihm heraus. 

    Auslöser von Wutanfällen: Warum ist mein Kind plötzlich trotzig?

    Wenn ein Kleinkind in der Trotzphase ist, kann alles Mögliche zum Auslöser eines Trotzanfalls werden. Es gibt jedoch bestimmte Situationen, in denen Kinder schneller zu Ausbrüchen neigen. Zum Beispiel, wenn Ihr Kind

    • hungrig, durstig oder müde ist.
    • einfach selbst Sachen ausprobieren möchte wie Schuhe zu machen, Jacke anziehen oder Brot schmieren.
    • von jetzt auf gleich aus dem Spielen gerissen wird.
    • noch nicht versteht, warum es bestimmte Regeln oder Verbote gibt.

    Trotzphase: 7 Tipps, wie Eltern damit umgehen können

    Die schlechte Nachricht vorweg: Sie müssen die Trotzphase Ihres Kindes leider aushalten. Auch wenn es Nerven kostet - versuchen Sie, sich in Ihr Kind hineinzuversetzen und zu verstehen, dass es gerade seine Gefühle nicht anders ausdrücken kann als durch einen Wutanfall. Und dass die Trotzphase wichtig für die Entwicklung ist. Gar nicht so leicht, das stimmt. Mit diesen sieben Tipps gelingt es besser:

    Ein Mädchen im Supermarkt reagiert trotzig und weint.
    In der Trotzphase müssen Eltern starke Nerven beweisen.© iStock: Filipovic018

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