Zum Hauptinhalt springen
AOK – Die Gesundheitskasse

Herbstliche Rezepte mit der gesunden Esskastanie

Die Esskastanie wird als Zutat in der Herbstküche immer beliebter.

© iStock / joannatkaczuk

Lesezeit: 4 MinutenAktualisiert: 30.09.2020

Spätestens, wenn die Tage kürzer und die Abende kühler werden, verspüren wir wieder öfter den Drang, es uns zuhause gemütlich zu machen. Wir dimmen das Licht, zünden falls vorhanden den Kamin an und während es draußen anfängt abzukühlen, wärmen wir uns mit herbstlichen Wohlfühl-Gerichten von innen auf. Da trifft es sich hervorragend, dass mit dem Herbst auch die Saison der leckeren Esskastanie beginnt. Wo Sie die kleinen Maroni finden können, wann man sie erntet und wie man sie am besten in der Küche verarbeitet, erfahren Sie hier.

Inhalte im Überblick

    Was steckt in der Powerfrucht Marone?

    Botanisch gesehen zählen Maronen zu den Nüssen – kein Wunder also, dass sie so zart süß und nussig schmecken. Was die Inhaltsstoffe angeht, ist die Esskastanie ein wahrer Alleskönner: Sie enthält besonders viele sättigende Kohlenhydrate und Ballaststoffe, liefert wertvolle ungesättigte Fettsäuren, Mineralien sowie Spurenelemente und versorgt uns mit wichtigen Vitaminen.

    Außerdem soll die Frucht über gewisse Heilkräfte verfügen: Bereits Hildegard von Bingen schrieb im zwölften Jahrhundert, die Esskastanie wirke leistungssteigernd und heilend auf Blutgefäße und Herzkreislaufsystem, helfe gegen Rheuma, Gicht und Jähzorn sowie bei strapazierten Nerven und Kopfschmerzen. 

    Wo finde ich Esskastanienbäume?

    Ursprünglich stammt die Marone aus dem Kaukasus, doch spätestens mit den alten Griechen verbreitete sie sich im gesamten Mittelmeerraum. Mit dem Gefolge der Römer überquerte die Kastanie dann die Alpen – und kam somit auch zu uns nach Deutschland. Da sie jedoch nach wie vor ein Kind des Südens ist, findet man sie vor allem in den klimatisch begünstigten Weinanbaugebieten des Rheinlands, aber auch im Schwarzwald, im Taunus und im Odenwald.

    Hier wird sie oft kommerziell angebaut: Vor allem in der Pfalz gibt es teils weitläufige Esskastanienwälder. Wer allerdings die Augen offenhält und Glück hat, kann selbst mitten in Berlin einen versteckten Esskastanienbaum entdecken.

    Wann können Maroni geerntet werden?

    Bis zum Herbst wachsen die Kastanien im zunächst fest verschlossenen, dicht bestachelten Fruchtbecher heran. Zur Reife zwischen September und November können Sie sich dann auf die Suche nach „herrenlosen“ Bäumen machen – die bräunlichen Fruchtbecher liegen im Laub versteckt um den Baum herum.

    Wenn die Schale gleichmäßig braun gefärbt ist, sind die Esskastanien reif; weist sie noch weiße Flecken auf, können Sie die Maronen für einige Tage in Zeitungspapier wickeln und an einem warmen, trockenen Ort nachreifen lassen.

    Da die Stacheln der Esskastanie noch spitzer, dünner und dichter sind als die der Rosskastanie (im Übrigen auch ein hilfreiches Merkmal zur Unterscheidung), sollten Sie zum Knacken ein Hilfsmittel verwenden – wie etwa einen spitzen Hammer oder dornensichere Handschuhe. Jeder Fruchtbecher enthält jeweils drei Maronen.

    Zwischen September und November können die leckeren Esskastanien geerntet werden.

    Wie verarbeitet man die Esskastanie in der Küche?

    Während die Marone Jahrzehnte lang als „Brot der Armen“ verschmäht wurde, erlebt sie seit einiger Zeit ein Comeback in Sachen Beliebtheit. Das liegt vor allem daran, dass sie so wandlungsfähig ist – sie kann nämlich weitaus mehr, als kalte Hände auf Weihnachtsmärkten wärmen. Ob deftig oder süß – Esskastanien lassen sich mit den unterschiedlichsten Zutaten kombinieren und sorgen somit für unzählige Variationsmöglichkeiten.

    Sie verleihen Bratlingen, Misch- sowie Ofengemüsegerichten das gewisse Etwas, schmecken köstlich zu Salaten und Pasta und bilden die Grundlage für viele Süßspeisen, wie Pudding oder Eiscreme. Getrocknet und gemahlen lassen sich aus Esskastanien Brot oder Gnocchi zubereiten, in Zuckersirup eingelegt werden sie zu einer süßen Leckerei. 

    Leckere Herbstrezepte mit Maronen

    War dieser Artikel hilfreich?

    Zwei zu einer Schale geformten Hände halten Ingwerknollen
    Superfood
    Ein Zero Waste Picknick ist auf der Wiese aufgebaut.
    Verpackungsmüll einsparen
    Mann bereitet knackig-frischen Salat in einer Schüssel zu.
    Gesunde Rezepte

    Beim Clean Eating kommt es auf unverarbeitete Lebensmittel wie frischem Obst und Gemüse an, hier in einer Schüssel mit Reis und Nüssen serviert.
    Abnehmen
    Der Brotlaib bleibt länger frisch, wenn man ihn in einem Brotbeutel aufbewahrt, die beste Lösung ist dies jedoch nicht.
    Lebensmittel
    Zwei zu einer Schale geformten Hände halten Ingwerknollen
    Lebensmittel
    Eine Frau trinkt Wasser aus einer Flasche aus, denn sie weiß, dass man viel trinken muss.
    Gesunde Ernährung
    Fruchtiges selbst gemachtes Wassereis am Stiel mit Kiwi und Beeren verfeinert liegt auf einem Teller.
    Gesunde Ernährung
    Statt Fleisch lässt sich auch Gemüse perfekt auf dem Rost grillen
    Gesunde Ernährung