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Esskastanie zubereiten: herbstliche Rezepte mit der gesunden Marone

Die Esskastanie wird als Zutat in der Herbstküche immer beliebter.

© iStock / joannatkaczuk

Lesezeit: 6 MinutenAktualisiert: 30.09.2020

Spätestens wenn die Tage kürzer und die Abende kühler werden, verspüren wir wieder öfter den Drang, es uns zu Hause gemütlich zu machen. Wir dimmen das Licht, zünden, falls vorhanden, den Kamin an und während es draußen anfängt abzukühlen, wärmen wir uns mit herbstlichen Wohlfühlgerichten von innen auf. Da trifft es sich hervorragend, dass mit dem Herbst auch die Saison der leckeren Marone beginnt.

Inhalte im Überblick

    Esskastanien-Rezepte: von süß bis herzhaft

    Botanisch gesehen zählen Maronen zu den Nüssen – kein Wunder also, dass sie so zart süß und nussig schmecken. Sie lassen sich besonders gut mit herzhaften Speisen kombinieren und passen hervorragend zu Wildfleisch und Geflügel. In Suppen schmecken Esskastanien mit Herbstgemüse wie Kürbis, Sellerie, Pastinaken oder Topinambur. Aber auch Desserts und Kuchen verleihen die kleinen Nussfrüchte eine überraschend wohlschmeckende Note.

    Mit den folgenden Rezepten können Sie die leckeren Esskastanien in genüssliche Gerichte verpacken:

    Maronisuppe mit Birne
    Maronisuppen gibt es in verschiedenen Varianten – so wie diese mit Birne und Haselnüssen.

    © iStock / SharaMaksumov

    Sind Maroni gesund?

    Was die Inhaltsstoffe angeht, ist die Esskastanie ein wahrer Alleskönner: Sie enthält besonders viele sättigende Kohlenhydrate und Ballaststoffe, liefert wertvolle ungesättigte Fettsäuren, Mineralien sowie Spurenelemente, ist reich an Stärke und Zucker und versorgt uns mit wichtigen Vitaminen.

    Außerdem soll die Frucht über gewisse Heilkräfte verfügen: Bereits Hildegard von Bingen schrieb im zwölften Jahrhundert, die Esskastanie wirke leistungssteigernd und heilend auf Blutgefäße und das Herz-Kreislauf-System, helfe gegen Rheuma, Gicht und Jähzorn sowie bei strapazierten Nerven und Kopfschmerzen.

    Wo findet man Esskastanien?

    Ursprünglich stammt die Marone aus dem Kaukasus, doch spätestens mit den alten Griechen verbreitete sie sich im gesamten Mittelmeerraum. Mit dem Gefolge der Römer überquerte die Kastanie dann die Alpen – und kam somit auch zu uns nach Deutschland. Da sie jedoch nach wie vor ein Kind des Südens ist, findet man sie vor allem in den klimatisch begünstigten Weinanbaugebieten des Rheinlands, aber auch im Schwarzwald, im Taunus und im Odenwald.

    Hier wird sie oft kommerziell angebaut: Vor allem in der Pfalz gibt es teils weitläufige Esskastanienwälder. Wer allerdings die Augen offen hält und Glück hat, kann selbst mitten in Berlin einen versteckten Esskastanienbaum entdecken. Diesen erkennen Sie vor allem an den Blättern des Baumes: Während die Blätter der Rosskastanien fünf- bis siebengliedrig sind und an eine Hand erinnern, hängen die Blätter der Esskastanie einzeln an den Ästen und haben einen markant gezackten Rand. Zudem ist die Fruchthülle der Esskastanie von deutlich mehr Stacheln umgeben, die jedoch viel weicher sind als die der Rosskastanie. 

    Wann haben Esskastanien Erntezeit?

    Bis zum Herbst wachsen die Kastanien im zunächst fest verschlossenen, dicht bestachelten Fruchtbecher heran. Zur Reife zwischen September und November können Sie sich dann auf die Suche nach „herrenlosen“ Bäumen machen – die bräunlichen Fruchtbecher liegen im Laub versteckt um den Baum herum.

    Wenn die Schale gleichmäßig braun gefärbt ist, sind die Esskastanien reif. Weist sie noch weiße Flecken auf, können Sie die Maroni für einige Tage in Zeitungspapier wickeln und an einem warmen, trockenen Ort nachreifen lassen.

    Vorsicht beim Knacken!

    Die Stacheln sind noch spitzer, dünner und dichter als die der Rosskastanie.

    Daher sollten Sie zum Knacken ein Hilfsmittel verwenden – wie etwa einen spitzen Hammer oder dornensichere Handschuhe. Jeder Fruchtbecher enthält jeweils drei Maroni.

    Was kann man zu Maroni essen?

    Während die Marone jahrzehntelang als „Brot der Armen“ verschmäht wurde, erlebt sie seit einiger Zeit ein Comeback in Sachen Beliebtheit. Das liegt vor allem daran, dass sie so wandlungsfähig ist – sie kann nämlich weitaus mehr als kalte Hände auf Weihnachtsmärkten wärmen. Ob deftig oder süß – Esskastanien lassen sich mit den unterschiedlichsten Zutaten kombinieren und sorgen somit für unzählige Variationsmöglichkeiten.

    Sie verleihen Bratlingen, Misch- sowie Ofengemüsegerichten das gewisse Etwas, schmecken köstlich zu Salaten und Pasta und bilden die Grundlage für viele Süßspeisen wie Pudding oder Eiscreme. Getrocknet und gemahlen lassen sich aus Esskastanien Brot oder Gnocchi zubereiten, in Zuckersirup eingelegt werden sie zu einer süßen Leckerei. Esskastanien lassen sich also kunterbunt zubereiten!

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