In der vorliegenden Leistungsbeschreibung werden die Leistungen der freiberuflich tätigen Hebammen im Rahmen der vertraglich vereinbarten Positionsnummern inhaltlich beschrieben. Die Leistungsbeschreibung beinhaltet mögliche Leistungen, auch wenn diese nicht alle für jede einzelne Versicherte notwendig sind.
Die Notwendigkeit von Art und Umfang der in dieser Leistungsbeschreibung aufgelisteten und näher beschriebenen Leistungen ergibt sich aus dem individuellen Bedarf der Versicherten. D. h., für die in der Spalte "Leistungsbeschreibung" aufgelisteten Leistungen gilt: Die aufgezählten operationalisierten Leistungen müssen nicht der Reihe nach und auch nicht in Gänze jedes Mal erbracht werden. Insbesondere im Wochenbett ist eine aufsuchende Betreuung anzustreben.
Die Hilfeleistungen zur Versorgung der Versicherten mit Hebammenhilfe nach diesem Vertrag umfassen die selbständige Beratung, Betreuung, Beobachtung und Überwachung von Frauen während der Schwangerschaft, bei der Geburt, während des Wochenbetts und während der Stillzeit, Beurteilung der mütterlichen und kindlichen Gesundheit, die selbständige Leitung von physiologischen Geburten sowie die Untersuchung, Pflege und Überwachung von Neugeborenen und Säuglingen. Bei der Versorgung ermöglicht die Hebamme der Versicherten eine informierte Entscheidung zur Wahl des Geburtsortes im Rahmen der individuellen Gegebenheiten und motiviert zur natürlichen Geburt und zum Stillen.
Sofern die Komplexität des Falles, spezielle Leistungsinhalte und/oder einzelne Maßnahmen (z. B. genetische Beratungen und Ultraschalluntersuchungen) nicht in den Kompetenzbereich der Hebammen fallen, verweist die Hebamme die Versicherte an einen anderen Leistungserbringer (z. B. entsprechende Fachärzte und/oder zuständige Einrichtungen und klinische Versorgungslevel). Dennoch können die nachfolgenden Leistungen durch die Hebamme im Rahmen einer Mitbetreuung auch dann erbracht werden, wenn sich die Versicherte aufgrund pathologischer Konstellationen auch in ärztlicher Behandlung befindet.
Jede Hilfeleistung setzt sich in unterschiedlichen Anteilen in der Regel aus bestimmten Einzelleistungen zusammen:
| Pos.-Nr. | Leistung | Leistungsinhalt |
| 101XX | Hilfeleistung in der Schwangerschaft | Am Bedarf der Versicherten orientierte Beratung und/oder anlassbezogene Hilfeleistung, Maßnahmen zur Verbesserung der schwangerschaftsbedingten Beschwerden. |
| Beratung z. B. zu Sport und Reisen |
| Erhebung der medizinisch relevanten Parameter bei der Schwangeren |
| Erhebung und Auswertung der kindlichen Herztöne (CTG, Doptone oder Pinardrohr) und Überprüfen der messbaren kindlichen Parameter. Die Befundauswertung erfolgt jeweils nach den neusten fachlichen Erkenntnissen |
| Analyse und Beratung zu Ernährungsgewohnheiten und Lebensführung insb. auch zur Vorbereitung auf das Stillen |
| Beratung zu den konkreten Beschwerden sowie praktische Hinweise und Anleitung zur Behebung |
| Information zum Vorgehen bei Verdacht auf Geburtsbeginn und Beschwerden |
| Beratung und Betreuung bei Kontraktionen (Frühgeburtsbestrebungen und Vorwehen). |
| Feststellung von Zeichen eines möglichen Geburtsbeginns (Fehl-/Frühgeburt oder Geburt am Termin) |
| Verlaufskontrolle, ggf. Überwachung |
| Überleitung zu weiteren Fachpersonen oder Klinik bei Bedarf Begleitung in Klinik ggf. mit Übergabe |
| Entnahme von Körpermaterial bei der Versicherten, sofern diese Hilfeleistung im Rahmen der Hilfeleistung in der Schwangerschaft erbracht wird. |
| Beratung, Aufklärung, Entnahme, Befundung und Befundbeurteilung, ggf. Veranlassung von Untersuchungen |
| GDM Screening im Rahmen einer Hilfeleistung einer Schwangerschaft (oder in Verbindung mit einer Schwangerschaftsvorsorge): Hierfür liegen die Leistungsinhalte, Zeitvorgaben und Voraussetzungen der jeweils gültigen Fassung der ärztlichen Mu-RL, verabschiedet vom G-BA als Versorgungsstandard zugrunde. |
| Vortest: Beratung, Aufklärung, Entnahme, Befundung und Befundbeurteilung, ggf. Veranlassung von Untersuchungen |
| 1020X | Vorsorgeuntersuchung | Dieser Hilfeleistung liegen die Leistungsinhalte, Zeitintervalle und Voraussetzungen der jeweils gültigen Fassung der ärztlichen Mu-RL, verabschiedet vom G-BA als Versorgungsstandard zugrunde. |
| Anlegen des Mutterpasses (sofern noch keiner vorhanden ist) |
| Routine-Untersuchung bei jedem Termin beinhaltet: |
| Beratung, Blutdruckmessung, Urinkontrolle, Gewichtskontrolle, auskultatorisch kindliche Herzfrequenzkontrollen ab SSW 24+0, Fundusstand, Symphysen-Fundus-Abstand und Leopold´sche Handgriffe zur Bestimmung der Kindslage |
| körperliche Untersuchungen, ggf. vaginale, zur Abgrenzung von Beschwerden und Pathologie |
| Entnahme von Körpermaterial bei der Versicherten; sofern diese Hilfeleistung im Rahmen der Schwangerenvorsorge erbracht wird, liegen die Leistungsinhalte, Zeitintervalle und Voraussetzungen der jeweils gültigen Fassung der ärztlichen Mu-RL, verabschiedet vom G-BA als Versorgungsstandard zugrunde. |
| Beratung, Aufklärung, Entnahme, Befundung und Befundbeurteilung, ggf. Veranlassung von Untersuchungen |
| 1030X | Spezifisches Aufklärungsgespräch zum gewählten Geburtsort | Erreichbarkeit der betreuenden/diensthabenden Hebamme oder Vertretung zur Geburt |
| Informationen zu Vorbereitungen für den gewählten Geburtsort durch die Eltern |
| Übergabe und Erläuterung der Inhalte der Aufklärungsdokumente zur Geburt am gewählten Geburtsort (inkl. Behandlungsvertrag für die Geburtshilfe) |
| ggf. Rückfragen zur Aufklärung |
| Einwilligung zum gewählten Geburtsort |
| ggf. Einbeziehung und Unterweisung von Begleitpersonen |
| 1040X | Individuelle Stillvorbereitung | Beratung zu individuellen Fragestellungen zu medizinischen und darüber hinausgehenden Belangen für den Bereich des Stillens (z. B. belastende Stillerfahrungen, Unsicherheiten mit dem Thema, Beurteilung der Brust/Brustwarzen, Brust-OP) sowie praktische Hinweise und Anleitung zur Umsetzung (z. B. Kolostrumgewinnung), die nicht im Rahmen eines Kurses geklärt werden können |
105XX 106XX | Hilfeleistung bei einer (außerklinischen) Fehlgeburt | Alle geburtshilflichen Hilfeleistungen aus Anlage 1.1 Abschnitt 2., die sich auf die Betreuung der Gebärenden in dieser besonderen Situation beziehen, finden hier Anwendung. |
| 107X5 | Hilfeleistung bei einem stationären Aufenthalt | Maßnahmen zur Verbesserung der schwangerschaftsbedingten Beschwerden bei einer voll- oder teilstationären Krankenhausbehandlung nach den DRG O63Z, O65A, O65B oder O65C |
| 108X5 | Überwachung bei einem stationären Aufenthalt | Medizinisch indizierte, durchgängige und systematische Erfassung von Körper- und Organfunktionen bei schwangerschaftsbedingten Beschwerden. |
| Verlaufskontrolle durch Monitoring z. B. mittels CTG, Pulsoxymeter oder Blutdruckmessgerät. |
| Pos.-Nr. | Leistung | Leistungsinhalt |
201XX 207XX | Hilfeleistung bei Wehen und einer Geburt | Die nachfolgenden Leistungsbeschreibungen betreffen alle geburtshilflichen Hilfeleistungen während der Latenz-, Eröffnungs-, Austritts- und Plazentarphase inkl. postpartaler Phase unabhängig vom Ort der Leistungserbringung bei einer vollendeten oder nicht-vollendeten Geburt sowie bei einer klinischen Fehlgeburt. |
| Erhebung und Auswertung der kindlichen Herztöne (CTG, Doptone oder Pinardrohr) sowie der messbaren kindlichen Parameter. |
| Erhebung, Auswertung und Unterstützung bei Wehen. |
| Erheben und Auswerten der Vitalzeichen und des Allgemeinzustandes der Gebärenden |
| äußerliche Untersuchung und Betrachtung der Gebärenden, ggf. innerliche Untersuchung |
| Entscheidung und Einleitung notwendiger geburtsbegleitender Maßnahmen (auch ggf. Verabreichung von Arzneimitteln); insbesondere im Notfall |
| ggf. Verlegung in eine höhere situationsangepasste Versorgungsstufe (z. B. KRS --> OP, außerklinisch --> klinisch, Level) von Frau und/oder Kind inkl. Durchführung organisatorischer und pflegerischer Maßnahmen unter Berücksichtigung des besonderen psychischen Betreuungsbedarfs von Mutter/Kind und Begleitpersonen |
| pflegerische Tätigkeiten; z. B. Waschen, Ein- und Ausfuhrkontrolle, Mobilisation |
| Information, Beratung und praktische Anleitung der Gebärenden und von Begleitpersonen |
| gezielte Zuwendung und Motivation der Frau, physische und psychische Unterstützung der Gebärenden z. B. Atemtechnik, Gebärposition |
| Beobachtung und Überwachung des Geburtsfortschritts |
| ggf. hebammenhilfliche Assistenz bei ärztlichen Tätigkeiten |
| ggf. Hinzuziehung der 2. Hebamme oder anderer Fachpersonen |
| Anleitung der Gebärenden während der Geburt; ggf. intensive Unterstützung der Frau in verschiedenen Gebärpositionen und bei der Atmung |
| Hilfestellung bei der Entwicklung des Kindes (Dammschutz; ggf. Anlegen einer Episiotomie) |
| Erstversorgung des Kindes (APGAR-Zeit) |
| Plazentarphase |
| Leitung der Nachgeburtsphase und Gewinnung Plazenta |
| Untersuchung der Plazenta, ggf. Versendung in Pathologie |
| Blutungs- und Uteruskontrolle |
| Postpartale Phase: engmaschige Beobachtung/Überwachung der Vitalzeichen, des Allgemeinzustandes und Auffälligkeiten bei der Wöchnerin und/ oder dem Kind |
| Erheben und Auswerten der Vitalzeichen und des Allgemeinzustandes des Kindes |
| Erheben und Auswerten der Vitalzeichen und des Allgemeinzustandes der Mutter |
| pflegerische Tätigkeiten; z. B. Waschen, Ein- und Ausfuhrkontrolle, Mobilisation |
| Förderung des Erstkontaktes und Bonding; ggf. Hilfe beim ersten Stillen (oder Füttern) |
| Blutungs-, Uterus- und Harnverhaltenskontrolle |
| Untersuchung der Wöchnerin auf Geburtsverletzungen; gemeinsame Erörterung des weiteren Vorgehens hinsichtlich der weiteren Versorgung; pflegerische Tätigkeiten im Rahmen der Versorgung von Geburtsverletzungen: Reinigung des Wundgebietes; Lagerung zur Naht; Vorbereitung der benötigten Materialien, Arzneimittel und Instrumente; pflegerische Maßnahmen zur Nachversorgung des Wundgebietes, auch im Zusammenhang mit verzögerter Plazentageburt |
| Kennzeichnung des Kindes (nicht bei außerklinisch, außer bei Verlegung) |
| Verlaufskontrolle der kindlichen Anpassungsvorgänge und Ausscheidungen |
| Beratung und Hinweise zum Verhalten in den ersten Stunden nach der Geburt (Entlassungs- bzw. Abschlussmanagement) |
| gezielte Zuwendung und Motivation, physische und psychische Unterstützung der Mutter, Begleitung bei verstorbenem Kind |
| Entnahme von Körpermaterial bei der Versicherten, sofern diese Hilfeleistung im Rahmen der Geburt erbracht wird. |
| Beratung, Aufklärung, Entnahme, Befundung und Befundbeurteilung, ggf. Veranlassung von Untersuchungen |
| Durchführung einer Naht (außer DR III und IV) |
| Information, Aufklärung und Anleitung der Frau |
| Lagerung der Frau zur Naht |
| Vorbereitung der benötigten Materialien, Arzneimittel und Instrumente |
| Vorbereitung des Wundgebietes, ggf. Verabreichung der Lokalanästhesie |
| Versorgung der Verletzung mit einer Naht |
| pflegerische Maßnahmen zur Nachversorgung des Wundgebietes |
| U1 beim Neugeborenen: Hier liegen die Leistungsinhalte, der Zeitrahmen und die Voraussetzungen der jeweils gültigen Fassung der Kind-RL, verabschiedet vom G-BA als Versorgungsstandard zugrunde. |
| Die nachfolgenden besonderen zusätzlichen Hilfeleistungen erfolgen bei Freigabe des Kindes in Adoptionspflegschaft oder Betreuung bei Totgeburt. |
| Ergreifen der erforderlichen organisatorischen Maßnahmen (z. B. Verlegung bzw. Überführung des Kindes) inkl. Dokumentation |
| Information der zuständigen Behörden, Institutionen und ggf. Zuziehung von weiteren Fachpersonen |
| primäres Abstillen oder Milchgewinnung |
| 205X5 | Überwachung bei Wehen und einer Geburt | Medizinisch indizierte, durchgängige und systematische Erfassung von Körper- und Organfunktionen bei schwangerschaftsbedingten Beschwerden. |
| Ggf. Verlaufskontrolle durch Monitoring z. B. mittels CTG, Pulsoxymeter oder Blutdruckmessgerät. |
| 208XX | 2. Hebamme | Arbeitsteilung in Absprache mit der ersten Hebamme (insbesondere bei zu erwartenden Notfallsituationen) |
| optional Durchführung aller bei den Geburtenarten aufgeführten Tätigkeiten |
| Pos.-Nr. | Leistung | Leistungsinhalt |
301XX 302X5 303XX 304XX 305XX | Hilfeleistung im Wochenbett | Die nachfolgenden Leistungsbeschreibungen betreffen alle Hilfeleistungen im Wochenbett sowie in der Stillzeit für Mutter und Kind. Hilfeleistungen, die nur an speziellen Betreuungsorten anfallen sind ggf. separat unter der Leistungsposition vermerkt. Die Befunderhebung erfolgt situationsangepasst am Bedarf von Mutter und/oder Kind. |
| Mutter |
| Unterstützung zur Förderung des regelrechten Wochenbettverlaufs |
| Erheben und Auswerten der Vitalzeichen und des Allgemeinzustands |
| Kontrolle und ggf. Unterstützung der Rückbildung der genitalen und extragenitalen schwangerschafts- und geburtsbedingten Veränderungen |
| Begutachtung und Pflege von Geburtsverletzungen oder Kaiserschnittnaht |
| Inspektion und Pflege der Brust (z. B. Hilfe bei Milchstau, drohender Brustentzündung und wunden Brustwarzen) |
| Wochenbetthygiene |
| Beratung, Durchführung und Anleitung zu Wochenbettgymnastik, (z. B. Inkontinenz, Thromboseprophylaxe) |
| Information zur Empfängnisregulation |
| Stärkung der Elternkompetenzen, der Bindungssicherheit und des Zusammenwachsens der Familie/Veränderungen der Lebenssituation |
| Durchführung besonderer Maßnahmen auf ärztliche Anordnung |
| Nachbesprechung der Geburt (auch besondere Schwangerschafts- oder Geburtserfahrungen und -situationen) |
| ggf. Erkennen, Hinwirken auf bedarfsabhängige Unterstützungsmaßnahmen mit ggf. Weiterleitung bei belastenden Lebenssituationen und psychosozialen Problemlagen bei der Frau |
| Entnahme von Körpermaterial bei der Versicherten, sofern diese Hilfeleistung im Rahmen der Hilfeleistung im Wochenbett erbracht wird. |
| Beratung, Aufklärung, Entnahme, Befundung und Befundbeurteilung, ggf. Veranlassung von Untersuchungen |
| Kind |
| Erheben und Auswerten der Vitalzeichen und des Allgemeinzustands |
| Information zur U2/U3, zu Prophylaxen und Impfungen |
| Gewichtskontrolle |
| Nabelpflege |
| Kontrolle der Ausscheidungen |
| visuelle Bilirubinkontrolle |
| Handling und praktische Anleitung zur Säuglingspflege, Unfallprävention (z. B. Gefahren am Wickeltisch, Haustiere) |
| Erkennen von Bedürfnissen und Problemen, Beobachtung, Anzeichen, Maßnahmen |
| Information zur Kariesprophylaxe |
| Pulsoxymetrie beim Neugeborenen, wenn die Leistungsinhalte, Zeitvorgaben und Voraussetzungen der jeweils gültigen Fassung der Kind-RL, verabschiedet vom G-BA als Versorgungsstandard zugrunde liegen. |
| Entnahme von Köpermaterial beim Kind, sofern diese Hilfeleistung im Rahmen der Neugeborenen-Screening- Untersuchungen notwendig ist, liegen die Leistungsinhalte, Zeitintervalle und Voraussetzungen der jeweils gültigen Fassung der Kind-RL verabschiedet vom G-BA als Versorgungsstandard zugrunde. |
| Beratung, Aufklärung, Entnahme, Befundung und Befundbeurteilung, ggf. Veranlassung von Untersuchungen |
| ggf. auch aus der Nabelschnur, ausgenommen Stammzelle |
| Entnahme von Körpermaterial beim Kind, sofern diese Hilfeleistung im Rahmen der Hilfeleistung im Wochenbett erbracht wird. |
| Beratung, Aufklärung, Entnahme, Befundung und Befundbeurteilung, ggf. Veranlassung von Untersuchungen |
| Laktation, Stillen und Ernährung des Kindes in den ersten 12 Wochen |
| Regulation der Laktation |
| Beobachtung, Information, Anleitung und Unterstützung vor, während und nach der Mahlzeit des Kindes |
| Information und Anleitung zu Stillpositionen/Anlegetechnik und dem angemessenen Umfeld zum Stillen |
| Hilfeleistung bei stillbedingten Beschwerden (z. B. wunde Brustwarzen) |
| Anleitung zur Milchgewinnung und Aufbewahrung der gewonnenen Muttermilch |
| Unterstützung in besonderen Stillsituationen der Wöchnerin und des Kindes/der Kinder |
| Informationen zu Allergieprophylaxe durch Stillen bzw. Ernährung und über den Übertritt von Substanzen in die Muttermilch |
| ggf. Anleitung zur Zubereitung der Nahrung und zum Umgang mit Flaschen und Saugern und Anleitung zum Füttern |
| 306XX | Hilfeleistung bei Still- und Ernährungsschwierigkeiten des Kindes | Die nachfolgenden Hilfeleistungen beziehen sich auf Still- und Ernährungsschwierigkeiten nach 12 Wochen bis zum Ende der Abstillphase, bei Ernährungsproblemen des Kindes bis zum Ende des 9. Monats nach der Geburt. |
| körperliche Beschwerden der Mutter (z. B. Milchstau, fragliche Brustentzündung, wunde Brustwarzen |
| Brustverweigerung durch Kind oder beunruhigendes Still- und Ernährungsverhalten des Kindes |
| auffällige Gewichtsentwicklung des Kindes |
| zu viel/zu wenig Milch |
| Schwierigkeiten bei Umstellung auf Beikost |
| Anleitung zum Abpumpen, wenn Mutter Kind nicht anlegen kann, z. B. bei Erfordernis der Einnahme von Arzneimitteln, Operation, Arbeitsaufnahme |
| Ernährungsprobleme aufgrund von Erkrankungen oder Fehlbildungen des Kindes (z. B. bei liegender Magensonde, Lippen-Kiefer-Gaumen-Spalte) |
| Stillen und Berufstätigkeit |
| Pos.-Nr. | Leistung | Leistungsinhalt |
| 4010X | Geburtsvorbereitung in der Gruppe | Grundlegende Informationen zu Schwangerschaft, Geburt, Wochenbett, Stillzeit und Neugeborenem im Rahmen eines modular strukturierten, fortlaufenden Kurses. Hierbei wird der Informations- und Beratungsbedarf der Kursteilnehmerinnen innerhalb des Kurses berücksichtigt. Bei Kursen mit Schwerpunkten (z. B. nur Mehrgebärende) müssen nach Absprache mit den Teilnehmerinnen nicht alle u. g. Themen vertieft werden. |
Verlauf/Physiologie, Veränderungen, Begleiterscheinungen, mögl. Beschwerden und Allergieprophylaxe für Mutter und Kind praktische Übungen: z. B. Beweglichkeits-, Lockerungs-, Dehnungs- und Entspannungsübungen |
Körperhaltung, Entlastung, Ernährung und andere schwangerschaftsrelevante Themen praktische Übungen: z. B. Beckenbodenübungen, Beckenbewegungsübungen |
Bindungsförderung und Stärkung von Elternkompetenzen und des Selbstvertrauens (z. B. Auseinandersetzung mit Erwartungen, Vorfreude, Unsicherheiten, Ängsten, Sexualität, Umgang mit Geschwisterkindern, Veränderung der Partnerbeziehung und Beziehungsprobleme) praktische Übungen: z. B. Wahrnehmungsübungen |
| allgemeine Informationen zu unterschiedlichen Geburtsorten und Betreuungsmethoden |
Physiologie der Wehentätigkeit. praktische Übungen: z. B. Wehenübungen, Atemarbeit, Anleitungen zu Körperübungen und Entspannungsübungen |
Information zu Zeichen des Geburtsbeginns, Unterscheidung von Vor- und Geburtswehen, zum Verlauf einer regelrechten Geburt und möglichen Abweichungen vom normalen Verlauf (ggf. Informationen über geburtserleichternde Maßnahmen, operative Entbindungen und Nachgeburtsperiode) praktische Übungen: z. B. Übungen zur Körperhaltung und Bewegung für alle Phasen der Geburt, Gebärpositionen |
| Bedeutung und Verlauf des Wochenbetts und Stillzeit (regelrecht und mögliche Abweichungen/Komplikationen) |
| Vorbereitung, Maßnahmen, und Entlastungsmöglichkeiten zur Unterstützung im Wochenbett und in der Stillzeit (z. B. Körperhaltung beim Stillen) |
| Neugeborenes: Erstversorgung, Untersuchung und Prophylaxe |
| Anleitungen zum Handling (Schlafposition, Kopf stützen usw.) |
| Entwicklung und Grundbedürfnisse im frühen Wochenbett (z. B. Gelbsucht des Neugeborenen, Wundheilung) und in der Stillzeit |
| Information zum Stillen und dessen Stellenwert und zu ggf. notwendig werdenden Alternativen |
| Umgang mit Suchtmitteln (z. B. Nikotin, Alkohol und sonstige) |
| Information zur Anatomie des Beckens, der Brust und des Bindegewebes sowie neurologischer und hormoneller Zusammenhänge |
| 4020X | Geburtsvorbereitung Einzelunterweisung | Die Inhalte der Einzelunterweisung orientieren sich grundsätzlich an den Inhalten der Gruppenunterweisung und an dem individuellen Bedarf im Einzelfall. |
| 4030X | Rückbildung in der Gruppe | Grundlegende Informationen zur Rückbildung im Rahmen eines modular strukturierten, fortlaufenden Kurses. Hierbei wird der Informations- und Beratungsbedarf der Kursteilnehmerinnen innerhalb des Kurses berücksichtigt. Bei diesem Kurs stehen vor allem die praktischen Übungen zur Unterstützung der Rückbildung im Vordergrund. |
| Informationen über körperliche Veränderung und Maßnahmen nach Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett |
| Erklärungen zur Funktion des Beckenbodens und Erläuterung der Lage innerer Organe |
| Wahrnehmung, Kontrolle und Kräftigung des Beckenbodens (u.a. Senkungs-, Inkontinenzprophylaxe) |
| allgemeine Kräftigung des Bewegungs- und Halteapparates durch Übungen (Information und praktische Anleitung zum Alltag mit Baby, z. B. Heben, Tragen und Stehen -Ergonomie) |
| Venentraining |
| Körperarbeit, z. B. Entspannungsübungen |
| 4040X | Einzelrückbildung | Die Inhalte der Einzelunterweisung orientieren sich grundsätzlich an den Inhalten der Gruppenunterweisung und an dem individuellen Bedarf im Einzelfall. |