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Gut geplant: der Urlaub mit Kindern

Ein Familienurlaub macht den meisten Kindern Spaß – auch weil Sie als Eltern in den Ferien entspannter sind und sich intensiver dem Nachwuchs widmen können. Mit einer guten Reiseplanung bleibt die Freude ungetrübt.

Mutter mit Baby im Flugzeug – iStockphoto 946546438 © tatyana_tomsickova

Urlaub mit Kleinkind: Das sollten Eltern beachten

Viele Fluggesellschaften nehmen Säuglinge schon mit, wenn sie nur eine Woche alt sind. Aber die Wirklichkeit sieht oft anders aus: Wahrscheinlich können Sie innerhalb der ersten drei Monate noch nicht weit mit dem Baby reisen. Wenn sich der Tagesablauf eingespielt hat, zwischen Windelwechseln, Stillen und Schlafen schon einige Zeit vergeht, ist ein Familienurlaub für alle stressfreier. Voraussetzung für den Urlaub ist, dass das Baby gesund ist. Besprechen Sie sich deshalb mit dem Kinderarzt.

Kinderärzte empfehlen Eltern Flugreisen mit Kindern bis zu sechs Wochen nur in Ausnahmefällen. Ist das Baby älter, stellt der Flug meist kein Problem dar. Lassen Sie Ihr Kind aber vor einer Flugreise vom Kinderarzt untersuchen – mit Atemwegserkrankungen oder Ohrenentzündungen sollte ein Säugling nicht fliegen. Fluggesellschaften bieten häufig Babykörbchen an, die an der Bordwand montiert sind. Die Körbchen sind für Babys mit bis zu acht Kilogramm Körpergewicht geeignet. Ansonsten reist das Baby auf dem Schoß eines Erwachsenen. Erkundigen Sie sich vorher bei der Fluggesellschaft. Ins Handgepäck sollten Sie Windeln, Feuchttücher und vor allem Babynahrung und Tee oder Wasser packen, sofern Sie nicht stillen. Die Säuglingsnahrung unterliegt nicht den strengen EU-Handgepäcksbestimmungen. Das heißt, Sie dürfen mehr als 100 Milliliter Flüssigkeit für Ihr Kind mitnehmen. Bei Start und Landung stillen Sie Ihr Baby am besten, beziehungsweise geben ihm die Flasche. Das Saugen erleichtert dem Baby den Druckausgleich. 

Kleinkinder und Babys brauchen einen geregelten Tagesablauf, damit sie sich richtig wohlfühlen. Große klimatische Unterschiede, eine starke Zeitverschiebung oder schlechte hygienische Verhältnisse belasten die Kleinen hingegen mehr als gesunde Erwachsene. Wägen Sie also ab, bevor Sie eine Reise in ferne Länder planen. Möglicherweise verschieben Sie eine Fernreise noch eine Weile. Vor der Reise sollten Sie auf jeden Fall den Impfschutz der ganzen Familie kontrollieren. Ihr Kinderarzt berät Sie, welche Impfungen für Ihr Baby im jeweiligen Reiseland notwendig sind.

Kinderärzte und Hebammen raten davon ab, in den ersten drei Monaten mit Säuglingen längere Autofahrten zu unternehmen. Die Wirbelsäule der Neugeborenen ist noch sehr empfindlich. Sie sollten deshalb vor allem liegen. Im Auto ist es jedoch Vorschrift, Kleinkinder in einer Babyschale halb sitzend zu transportieren. Ab dem Alter von etwa drei Monaten ist das kein Problem mehr. Beachten Sie auch: Das Kind darf während der Fahrt auf keinen Fall aus der Babyschale genommen werden. Machen Sie lieber alle zwei Stunden eine Pause. Vor Reisebeginn informieren Sie sich am besten über die Verkehrsprognose. Fahren Sie entweder nachts oder an Tagen, an denen kein Stau droht.

Wenn Sie Ihr Kind noch stillen, ist die Ernährung kein Problem. Bekommt das Baby das Fläschchen oder Sie füttern schon zu, sollten Sie genügend Babynahrung im Gepäck haben. Im Ausland sind beispielsweise Spezialnahrung wie hypoallergene Milch nur schwer erhältlich. Auch gewohnte Getränke wie Tees sollten Sie in ausreichender Menge einpacken. Denken Sie daran, dass Sie im Ausland soweit wie möglich industriell abgefülltes Trinkwasser in Flaschen verwenden und Leitungswasser vor Konsum immer abkochen, um Infektionen vorzubeugen.

Da nicht jeder Säugling alle Windelmarken verträgt, nehmen Sie genügend Windeln der gewohnten Sorte mit. Ebenso wichtig sind der bewährte Puder, die Cremes und Feuchttücher für empfindliche Babyhaut. Außerdem sollten Sie Plastikbeutel einstecken, um die Windeln zu entsorgen oder notfalls einzupacken, wenn kein Abfalleimer in der Nähe ist.

Kinder unter einem Jahr sollten nicht der direkten Sonne ausgesetzt werden. Aber auch bei bewölktem Himmel kann die UV-Strahlung intensiv sein. Achten Sie immer auf Sonnenhut mit Nackenkrempe, Sonnenschirm, Sonnenbrille mit UV-Filter (auch für Babys), Kleidung mit UV-Schutz und Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor. Für die empfindliche Kinderhaut gibt es spezielle Sonnencreme mit mindestens Lichtschutzfaktor 30. Beim Auto sollten Sie an den Fenstern der Rücksitze, wo das Baby sitzt, Sonnenblenden anbringen.

Krank im Urlaub, das ist zu tun

Auch bei guter Vorbereitung gilt leider: Eine Garantie, dass Ihr Kind im Urlaub nicht erkrankt, gibt es nicht. Deshalb ist es wichtig, sich im Vorfeld um einen ausreichenden Versicherungsschutz im Urlaubsland zu kümmern – Ihre AOK berät Sie gerne dazu. Erkundigen Sie sich vor Antritt der Reise, wie die ärztliche Versorgung am Urlaubsort ist. 

Ihr Kind ist anhänglicher als sonst, weinerlich oder schlapp. Eltern kennen das und wissen: Möglicherweise ist ein Infekt im Anmarsch. Wichtig ist – bleiben Sie ruhig und beobachten Sie Ihr Kind:

  • Messen Sie Fieber.
  • Kontrollieren Sie den Stuhlgang.
  • Muss das Kind erbrechen?
  • Hat es Bauchschmerzen?
  • Hustet das Kind? Wie klingt der Husten?
  • Hat das Kind Ausschlag?

Notieren Sie Auffälliges und erwähnen es bei einem eventuellen Arztbesuch. Vor allem im Ausland, wenn Sie womöglich die Sprache nur ungenügend sprechen und aufgeregt sind, sollten Sie die Informationen schriftlich bereithalten.

Gehen Sie mit Ihrem Kind zum Arzt, wenn …

  • Sie sich unsicher hinsichtlich der Gesundheit Ihres Kindes sind.
  • Fieber auftritt und Ihr Kind noch Säugling ist, insbesondere vor dem 3. Lebensmonat.
  • es hohes Fieber (> 39 °C) hat, welches sich durch fiebersenkende Maßnahmen kurzfristig nicht senken lässt.
  • Fieber zu einer anhaltenden Trinkverweigerung beim Kind führt.
  • häufiges Erbrechen und/oder Durchfall auftreten.
  • ein unklarer Hautausschlag auf eine der klassischen Kinderkrankheiten hindeutet.
  • das Kind längere Zeit über starke Schmerzen klagt.
  • das Kind ungewöhnlich matt und erschöpft wirkt.

In einigen Fällen gilt es keine Zeit zu verlieren. Sie sollten einen Notarzt rufen:

  • bei akuten Atemschwierigkeiten
  • bei sehr starken Schmerzen
  • bei einem Krampfanfall
  • bei Bewusstlosigkeit

Das sollte in die Reiseapotheke für Kinder

AOK Faktenbox: Unterwegs mit Kindern: Was gehört in die Reiseapotheke

Checkliste: Packen für den Urlaub mit Kindern

So sind Sie für den Urlaub mit Kindern bestens ausgestattet:

  • Ausweispapiere (auch Säuglinge benötigen einen Reisepass)
  • bei allein reisendem Elternteil: Einverständniserklärung des anderen Elternteils
  • elektronische Gesundheitskarte (eGK)
  • Impfpass
  • Reiseapotheke
  • Babynahrung und Babyfläschchen mit Saugern, Breischüssel, Löffel und Schnuller
  • Windeln und Feuchttücher
  • Sonnenschutz
  • Kleidung, Lätzchen und Schlafsack
  • Kinderwagen/Buggy/Tragehilfe
  • Babyschale
  • Kuscheltier und Spielzeug
  • Babyfon
  • Flaschenwärmer
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