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Reiseapotheke für Babys: Das sollten Sie beachten

Baby im Flugzeug
Lesezeit: 5 MinutenAktualisiert: 21.08.2020

Bei Babys wird im Krankheitsfall eine altersgerechte medizinische Versorgung benötigt. Wenn Sie auf Reisen sind, sollten Sie daher im Vorfeld darauf achten, dass Ihre Reiseapotheke auch auf das Alter des Kindes abgestimmt ist und Arzneimittel und Hilfsmittel nicht nur für Sie, sondern auch für Ihren Säugling geeignet sind. Es ist daher empfehlenswert, für Ihren Nachwuchs eine gesonderte Reiseapotheke anzulegen. Diese Utensilien dürfen in einer gut sortierten Baby-Reiseapotheke auf keinen Fall fehlen. 

Inhalte im Überblick

    Das gehört in die Reiseapotheke für Babys

    Ein kleiner Schnupfen, Fieber oder Verdauungsprobleme sind bei Babys ganz normal und absolut keine Seltenheit. Ihr Immunsystem ist noch nicht ausgereift, und so kann es schnell passieren, dass sich der Nachwuchs auch auf Reisen einen Infekt einfängt. Das ist natürlich besonders ärgerlich. Noch bedauerlicher wäre es jedoch, wenn Sie für diesen Fall nicht vorbereitet wären. Durchfall-Medikamente, Verbandszeug und Fiebermittel für Babys sollten daher auf keiner Reise fehlen. Bei der Wahl der Arzneimittel sollten Sie unbedingt darauf achten, dass sie auf das Alter Ihres Babys abgestimmt sind. Bei vielen Medikamenten gibt es spezielle Präparate, die nur für Babys und Kleinkinder geeignet sind. Sie enthalten in der Regel eine sehr niedrige Dosierung der Wirkstoffe.

    Baby-Reiseapotheke Checkliste

    Mit dieser Checkliste sind Sie auf jeder Reise mit Baby gut vorbereitet. Auf keinen Fall fehlen dürfen:

    • ein Kirschkernkissen. Die Wärme hilft bei Blähungen, bei Schluckauf und Fieber
    • Fieberzäpfchen oder Fiebersaft
    • Nasentropfen für Babys (nicht länger als 7 Tage anwenden)
    • Hautfreundliche Desinfektionsmittel (z.B. Octenisept)
    • Durchfallmedikamente (dem Alter des Babys entsprechend)
    • Mittel gegen Blähungen (Entschäumer-Tropfen für Babys oder Fencheltee)
    • Mittel gegen Übelkeit und Erbrechen
    • Elektrolytepulver gegen Dehydrierung
    • Hustensaft
    • Augentropfen für Babys
    • Kühl-Gel gegen Insektenstiche oder Verbrennungen
    • Sonnenschutz mit hohem UV-A und UV-B-Lichtschutzfaktor (LSF 30, besser 50)
    • Wund- und Heilsalbe oder Zinksalbe (zum Beispiel bei wundem Po)
    • Fieberthermometer
    • Verbandszeug für kleine Wunden
    • Zeckenzange
    • Sicherheitsnadeln
    • Pinzette und Schere
    • Feuchttücher

    Sollte Ihr Säugling bereits im Vorfeld über einen längeren Zeitraum Medikamente einnehmen, dürfen Sie diese ebenfalls auf keinen Fall vergessen. Sprechen Sie mit Ihrem Kinderarzt.

    Baby-Reiseapotheke PDF-Checkliste zum Download

    Mutter und Baby im Urlaub
    Wenn Mutter und Baby auf Reisen gehen, ist eine gut sortierte Reiseapotheke ein Muss.© iStock:ArtMarie

    Reisen mit Baby: Medikamente richtig lagern

    Speziell bei Reisen mit Babys, aber auch bei Reisen mit Kindern und Kleinkindern, müssen Sie dafür sorgen, dass die Medikamente für den Nachwuchs unzugänglich aufbewahrt werden. So laufen Sie nicht Gefahr, dass Ihr Baby aus Versehen irgendwelche Arzneimittel schluckt, in einem Moment, in dem Sie gerade einmal nicht hinsehen. Für die Baby-Reiseapotheke bietet sich daher eine extra verschließbare Tasche an. Einen Teil der Arzneimittel sollten Sie zudem im Handgepäck mit sich führen, damit Sie für einen dringlichen Fall gut vorbereitet sind. Aber Achtung: Bei Flugreisen immer auf die Flüssigkeitsbegrenzung fürs Handgepäck achten!

    Zudem sollten Sie die Medikamente möglichst kühl und trocken lagern. Fieberzäpfchen schmelzen bei einer Temperatur ab 30 Grad. Bei Autoreisen können Sie Ihre Reiseapotheke während der Fahrt unter dem Sitz verstauen. Nach der Ankunft sollten Sie diese keinesfalls im Auto liegen lassen. Im Sommer herrscht hier starke Überhitzungsgefahr, im Winter können die Medikamente leicht gefrieren.

    Reiseapotheke für Säuglinge: Was Sie außerdem unbedingt beachten sollten

    • Informieren Sie sich vor der Abreise beim Kinderarzt über Ersatzpräparate, die man am Reiseziel bekommen kann, sowie über die Vor-Ort-Versorgung durch Ärzte und Krankenhäuser.
    • Nehmen Sie bei vorgeschriebener Dauermedikation lieber etwas mehr mit, als das Baby normalerweise benötigt.
    • Checken Sie vor der Abreise Ihren und auch den Impfstatus des Babys, und vergessen Sie nicht den Impfausweis.
    • Kleinkinder und Babys sollten nicht in Gebiete reisen, die extremen Temperaturschwankungen unterliegen. Reisen Sie in Orte, die möglichst in der gemäßigten Klimazone liegen.
    • Auch rät das Centrum für Reisemedizin (CRM) von Reisen mit Babys und Kleinkindern in Tropengebiete aufgrund der Malaria-Gefahr konsequent ab.
    • Werden noch weitere Hilfsmittel wie Babybett, Moskitonetz oder Baby-Tragetuch benötigt?
    • Bedenken Sie: Bei Babys und Kleinkindern kommt es vor, dass sie sehr sensibel auf die Veränderungen der Umgebung reagieren. Es ist daher nichts Ungewöhnliches, wenn sie während der Eingewöhnungsphase Durchfall, Bauchschmerzen oder längere Weinphasen haben.
    • Eltern sollten auch im Urlaub ihr Baby immer im Blick haben, denn die Kleinen erforschen ihre Umwelt mit den Händen und dem Mund. So kann es schnell passieren, dass das Baby sich verschluckt.

    Eine Reiseapotheke für Babys ist in jedem Fall – egal, wie lang oder kurz die Reise ist – für alle Eltern empfehlenswert. Kontrollieren Sie noch einmal vor der Abreise, ob wirklich alle Präparate haltbar, verpackt und steril sind. Dann steht – zumindest was die gesundheitliche Vorsorge angeht – Ihrer Reise nichts mehr im Wege. 

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