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Besondere Untersuchungen in der Schwangerschaft

Mit speziellen Tests können Ärzte gezielt nach Hinweisen auf Fehlbildungen oder Krankheiten beim ungeborenen Kind suchen. Bevor Sie sich für diese besonderen Untersuchungen entscheiden, sollten Sie sich gut informieren und mögliche Folgen gemeinsam mit Ihrem Arzt abwägen.

Schwangerschafts-Vorsorge

Ihr Arzt nimmt alle vier Wochen eine Gewichtsmessung, Herztonkontrolle und Bestimmung des Hämoglobingehalts im Blut vor. Pro Schwangerschaftsdrittel ist routinemäßig auch eine Ultraschalluntersuchung vorgesehen. Je nach Befund oder falls spezifische Probleme diagnostiziert werden, sind darüber hinaus weitere Ultraschalluntersuchungen möglich. In den letzten beiden Schwangerschaftsmonaten werden die Vorsorgeuntersuchungen alle 14 Tage durchgeführt. Der Arzt bestimmt die Position des Kindes und den Stand der Gebärmutter. Dafür ist eine Ultraschalluntersuchung zwischen der 29. und 32. Schwangerschaftswoche vorgesehen. Ab der 36. Woche sind weitere Ultraschalluntersuchungen möglich, wenn der Arzt eine falsche Kindslage vermutet. Auch dies zahlt die AOK.

Was pränatale Diagnostik leisten kann und was nicht

Zur Pränataldiagnostik gehören Untersuchungen und Tests, die vor der Geburt (pränatal) durchgeführt werden. Sie gehen über die im Mutterpass vorgesehenen Vorsorgeuntersuchungen hinaus. Im Fall möglicher Entwicklungsstörungen können Ärzte mit den pränatalen Untersuchungen gezielt nach Fehlbildungen, Chromosomenstörungen oder erblich bedingten Erkrankungen beim ungeborenen Kind suchen. Viele Frauen und Paare erhoffen sich von den vorgeburtlichen Untersuchungen die Gewissheit, dass mit ihrem Baby alles in Ordnung ist. Eine Garantie, dass ihr Kind gesund auf die Welt kommt, können die Tests aber nicht geben. 

Das sollten Sie als werdende Eltern wissen

  • Nur ein kleiner Teil der möglichen Beeinträchtigungen oder Entwicklungsstörungen kann während der Schwangerschaft erkannt werden.
  • Eine Behandlung ist in der Schwangerschaft nur bei wenigen Krankheiten möglich.
  • Aus den Testergebnissen lässt sich in der Regel keine klare Aussage über den späteren Verlauf einer Krankheit oder die Schwere einer Behinderung ableiten.
  • Die Ergebnisse sind nicht immer eindeutig, sodass weitere Untersuchungen notwendig werden können.
  • Bei vielen Tests sind Fehlalarme möglich, die werdende Eltern unnötig beunruhigen.

Die Entscheidung sollte gut durchdacht sein

Werdende Eltern, die sich für eine pränatale Diagnostik entscheiden, sollten sich im Vorfeld gründlich über die Untersuchungsmethoden informieren und mögliche Konsequenzen abwägen. Im Extremfall zwingen die Untersuchungsergebnisse Sie zum Beispiel bei einer Amniozentese oder einer anderen vorgeburtlichen Untersuchung zu einer Entscheidung, die Sie eigentlich gar nicht treffen wollen oder können. Es besteht das Risiko einer Fehlgeburt durch einen invasiven Eingriff. Bei einer von 200 Frauen löst die Amniozentese beispielsweise eine Fehlgeburt aus. Sprechen Sie deshalb ausführlich mit Ihrem behandelnden Arzt und Ihrer Hebamme und bitten Sie um eine individuelle Beratung. Auch in Schwangerschaftsberatungsstellen können Sie sich zu Fragen der Pränataldiagnostik beraten lassen. Das hilft Ihnen, die für Sie richtige Entscheidung zu treffen.

Die wichtigsten Untersuchungen im Überblick

Mediziner unterscheiden bei der vorgeburtlichen Diagnostik zwischen invasiven und nicht invasiven Methoden. Bei den invasiven Verfahren ist ein Eingriff in den Körper der Schwangeren nötig. Zu den nicht invasiven Verfahren gehören Bluttests und Ultraschalluntersuchungen. 

Bei der Fruchtwasseruntersuchung (Amniozentese) können bestimmte Chromosomenabweichungen, wie Trisomien, aber auch vererbbare Erkrankungen und bestimmte Entwicklungsstörungen des Kindes festgestellt werden. Bei der Untersuchung führt der Arzt eine feine Nadel durch die Bauchdecke und die Gebärmutterwand in die Fruchtblase ein und entnimmt etwas Fruchtwasser. Auf das Ergebnis dieser Untersuchung müssen die werdenden Eltern rund 14 Tage warten. Bei dieser Untersuchung kann es zu Wehen, dem Abgang von Fruchtwasser sowie einer Fehlgeburt kommen.

Die Plazenta-Punktion ist die früheste Möglichkeit, den Fötus auf Chromosomenabweichungen oder vererbbare Erkrankungen zu untersuchen. Sie wird meist zwischen der 11. und der 13. Schwangerschaftswoche durchgeführt. Der Arzt entnimmt durch die Scheide oder die Bauchdecke mit einer Hohlnadel ein winziges Stückchen der Plazenta. Die darin enthaltenen Zellen werden auf Abweichungen im Erbgut untersucht. Die Ergebnisse sind zuverlässig, können aber nicht vorhersagen, in welchem Ausmaß sich die Erkrankung tatsächlich später beim Kind manifestieren wird. Das Risiko, aufgrund des Eingriffs eine Fehlgeburt zu erleiden, beträgt bis zu zwei Prozent. 

Die Nabelschnur-Punktion funktioniert ähnlich wie die Fruchtwasseruntersuchung. Sie klärt den Verdacht auf Blutarmut, Blutgruppenunverträglichkeit oder bestimmte Infektionskrankheiten mit dem Ziel, das Ungeborene möglichst frühzeitig behandeln zu können. Der Arzt entnimmt über eine feine Nadel, die durch die Bauchdecke der Mutter in die Nabelschnur des Ungeborenen eingeführt wird, eine Blutprobe. Eine Nabelschnurpunktion ist ab der 18. Schwangerschaftswoche möglich. Das Risiko einer Fehlgeburt infolge der Untersuchung liegt bei bis zu drei Prozent.

Wann die AOK die Kosten übernimmt

Die Kosten für Fruchtwasseruntersuchungen sowie Plazenta- oder Nabelschnurpunktionen werden von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen, wenn die Untersuchung medizinisch begründet ist. Das Ersttrimester-Screening ist keine Regelleistung der gesetzlichen Krankenversicherung, wird jedoch in bestimmten Fällen und von einigen Krankenkassen übernommen. Genetische Blutuntersuchungen bei Schwangeren sind nicht Bestandteil des GKV-Leistungskatalogs und müssen daher in der Regel selbst bezahlt werden.

Wer trägt die Kosten?

Empfiehlt der Arzt eine dieser besonderen Untersuchungen, so trägt die AOK Sachsen-Anhalt die Kosten dafür. 

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