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Kompostieren: So entsteht aus Abfällen bester Dünger

Ein Mann gibt Essensreste in den Kompost auf dem Balkon.

© iStock / svetikd

Lesezeit: 4 MinutenAktualisiert: 11.08.2021

Gemüsereste? Ja. Eierschalen? Ebenfalls. Zitrusfruchtschalen? Nur unter bestimmten Umständen. Wer sich einmal mit dem Thema Kompostierung auseinandergesetzt hat, weiß: Der Wille ist da, doch die Umsetzung klappt nicht immer ganz. Denn längst nicht alles, was biologisch ist, darf auf dem Komposthaufen im Garten landen. Was auf den Kompost darf und was nach wie vor in den Biomüll gehört, erfahren Sie hier.

Inhalte im Überblick

    Was genau ist Kompost?

    Per Definition handelt es sich beim Kompostieren um einen biologischen Prozess – nämlich den Abbau und Umbau von organischen Abfällen und Reststoffen. Unter Einfluss von Sauerstoff verrottet organisches Material. Es entsteht Kompost, der sich als Bodenverbesserungs- und Düngemittel eignet. Die Kompostierung ahmt so einen natürlichen Ablauf nach: Aus abgestorbenen Resten entwickelt sich fruchtbarer Humus und daraus wieder neue Pflanzensubstanz. Kompost gibt dem Boden entzogene Nährstoffe und organische Substanz zurück. Denn die natürliche Fruchtbarkeit eines (Garten-)Bodens ist irgendwann erschöpft – er braucht neue Nährstoffe.

    Drei gute Gründe fürs Kompostieren:

    Kompost: Was darf rein, was nicht?

    Welche Küchenabfälle dürfen auf den Kompost? Welche Blätter lassen sich gut kompostieren? Wer schnell guten Humus gewinnen will, sollte sich darüber informieren, was sich besonders gut zersetzt.

    Eine Frau sortiert Reste zum Kompostieren.
    Richtig kompostieren: Obst- und Gemüsereste eignen sich gut für den Kompost.

    © iStock / svetikd

    Umwelt-Tipp

    Nutzen Sie nach Möglichkeit zusätzlich eine Biotonne

    Darin können Sie Biomüll, der für den Kompost weniger gut geeignet ist, trotzdem umweltfreundlich entsorgen.

    Was gilt es beim Kompostieren zu beachten?

    Kompost braucht Luft und Kontakt zur Erde. Deshalb sollte eine Kompostmiete nie auf befestigtem Untergrund, auf Beton oder Pflaster stehen. Ohne Luftzufuhr von unten können Bodenorganismen von unten einwandern, Flüssigkeit kann in die Erde sickern. Damit die Luft zirkulieren kann, braucht der Kompostbehälter zahlreiche Öffnungen.

    Die richtige Mischung für den Kompost

    Gute Komposterde entwickelt sich aus einer möglichst bunten Mischung organischer Materialien aus Garten und Küche. Es empfiehlt sich, trockene, faserige Stoffe wie Zweige und Stängel mit weichen und nassen Abfällen zu mischen. Das können Kartoffelschalen, Salatreste, Kaffeesatz oder frischer Grasschnitt sein. Die groben Anteile sorgen für gute Durchlüftung. Wenn die Luft nicht zirkulieren kann, entsteht Fäulnis – und die Umwandlung in Kompost kommt zum Stillstand.

    Tipp: Würmer sind fleißige Helfer im Kompost, sie fühlen sich in Kaffee- und Teesatz wohl. Auch Schnittlauchreste, Zwiebel- und Knoblauchschalen ziehen sie wie magisch an. Diese Reste also unbedingt sammeln und auf den Kompost werfen.

    Mehr zum Thema

    Was kompostiert am schnellsten?

    Je kleiner die Bestandteile sind, desto schneller beginnt die sogenannte Rotte. Das gilt vor allem für schwer zersetzbare Stoffe – Äste und Zweige also am besten mit einem Gartenhäcksler schreddern, Stroh oder Papier gut zerkleinern, Schalen von Banane, Zitrone oder Orange klein schneiden. Das vergrößert die Angriffsfläche für Mikroorganismen und die Umwandlung kann schnell einsetzen.

    Ausrüstung fürs Kompostieren

    Beschleunigen lässt sich die Kompostierung durch einen geschlossenen Behälter oder Thermokomposter. Im Gegensatz zum offenen Kompost kann er die Wärme und Feuchtigkeit besser halten.

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