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Gesundheitsmagazin

Schwangerschaft

Was Sie über die Geburtsvorbereitung wissen sollten

Veröffentlicht am:09.01.2023

4 Minuten Lesedauer

Je näher der Entbindungstermin rückt, desto mehr steigt meistens auch die Aufregung bei den werdenden Eltern. Darum wünschen sich viele die bestmögliche Vorbereitung. Diese Tipps und Informationen helfen dabei, die Anspannung zu lindern.

Schwangere Frau sitzt auf ihrem Sofa und liest Bücher zur Geburtsvorbereitung.

© iStock / SelectStock

Inhalte im Überblick

    Was passiert beim Geburtsvorbereitungskurs?

    Geburtsvorbereitungskurse sollen werdenden Müttern Sicherheit und Selbstvertrauen geben. Sie werden von Krankenhäusern, Hebammen oder Geburtshäusern angeboten. In den Kursen geht es vor allem darum, die physischen und psychischen Abläufe während der Schwangerschaft, der Geburt sowie im Wochenbett kennenzulernen. Ebenso wird über mögliche Komplikationen gesprochen und auf die Vor- und Nachteile verschiedener Gebärpositionen eingegangen. Ein wichtiger Punkt sind auch Übungen zur Wahrnehmung des eigenen Körpers. Die Kursteilnehmerinnen lernen, Organe wie Muttermund und Beckenboden bewusst zu erspüren, ihre Funktion während der Geburt zu verstehen und die Muskelpartien gezielt anzuspannen. So finden die Frauen heraus, wie sie die Geburt durch Konzentration, Entspannung sowie Atmung fördern und erleichtern können. Zudem stehen die Hebammen den werdenden Müttern und Vätern für Fragen jeglicher Art zu Verfügung – auch rund um die Themen Stillen und Babypflege. Zusätzlich besteht im Krankenhaus die Möglichkeit, den Kreissaal und die Wochenstation zu besichtigen.

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    Ziel eines Geburtsvorbereitungskurses ist es, der Anspannung entgegenzuwirken und dadurch die Angst vor Geburt und Schmerzen zu reduzieren, denn: Verkrampfung und Angst können zu einer verstärkten Schmerzwahrnehmung führen. Auch wenn jede Geburt anders und immer eine Herausforderung ist, lässt sie sich besser bewältigen, wenn die Mutter mental auf sie vorbereitet ist und verschiedene Entspannungs- sowie Atemtechniken beherrscht. Weiterer Vorteil: Die werdenden Eltern können sich mit anderen austauschen und Kontakte knüpfen.

    Wie finde ich den richtigen Entbindungsort?

    „Wo soll ich mein Kind zur Welt bringen?“ Mit dieser Frage sollten sich werdende Eltern ebenfalls frühzeitig beschäftigen. Die Mehrheit der Schwangeren hierzulande entscheidet sich für die Geburt in einer Klinik. Wenn die Schwangerschaft problemlos verläuft und kein Risiko für Mutter und Kind besteht, können Sie auch in einem Geburtshaus oder zu Hause entbinden.

    Informieren Sie sich vor Ort

    Um herauszufinden, welcher der richtige Entbindungsort ist, sollten Sie sich Zeit nehmen. Kliniken und Geburtshäuser bieten regelmäßig Informationsveranstaltungen an. Hier erfahren Sie mehr über die jeweiligen Angebote und können Fragen klären. Außerdem können Sie prüfen, ob die Atmosphäre vor Ort Ihren Wünschen entspricht. Schließlich ist eine Geburt ein sehr intimes Erlebnis. Damit Sie sich darauf konzentrieren können und mögliche Ängste überwinden, braucht es Vertrauen und eine Umgebung, in der Sie sich wohlfühlen.

    Hausgeburt: ja oder nein?

    Wenn Sie Ihr Kind zuhause entbinden möchten, sollten Sie beachten, dass Ihre Hebamme eine Hausgeburt nur unter bestimmten medizinischen Voraussetzungen begleiten darf. Die Hebammenverbände und der GKV-Spitzenverband haben sich auf einen neuen gemeinsamen Kriterienkatalog für Hausgeburten verständigt. Dabei wird nach dem weltweit gelebten Standard zwischen relativen und absoluten Kriterien für eine Hausgeburt unterschieden.

    Angebote für werdende Eltern

    Neben den allgemeinen Geburtsvorbereitungskursen gibt es auch Angebote, die sich auf bestimmte Schwerpunkte konzentrieren. Die Auswahl reicht von Schwangerschaftsgymnastik und Schwimmen über Yoga und Meditation bis hin zum Bauchtanz. Es gibt Kurse für Paare, Schwangere ohne Partner, Frauen, die bereits Kinder haben und solche, die den Fokus auf die Unterstützung des Partners legen. Deswegen sollten sich Schwangere und werdende Eltern im Vorhinein über die verschiedenen Kurse informieren und sich überlegen, auf welche Schwerpunkte sie besonders viel Wert legen. Dabei ist es immer sinnvoll, ein Angebot auszuwählen, das theoretisches Wissen und praktische Übungen beinhaltet.

    Vorbereitung von zuhause aus

    Viele Beratungsstellen und Kursstandorte konnten beziehungsweise können aufgrund der Corona-Pandemie nur eingeschränkt, vor Ort teilweise gar nicht arbeiten. Es gibt jedoch in den meisten Bundesländern Angebote zur Konfliktberatung für Schwangere per Telefon oder über digitale Medien. Manche Einrichtungen bieten auch Online-Kurse zur Geburtsvorbereitung an.

    Schwangere Frau und Partner lassen sich bei einem Kurs zur Geburtsvorbereitung von einer Hebamme anleiten.

    © AOK

    Ein Kurs zur Geburtsvorbereitung ist empfehlenswert: Er soll Schwangere und ihre Partner oder Partnerinnen bestmöglich auf Entbindung und Wochenbett vorbereiten.

    Sollte ich auch einen Säuglingspflegekurs besuchen?

    Säuglingspflegekurse werden, wie auch Geburtsvorbereitungskurse, in verschiedenen Kliniken oder Zentren für Geburtsvorbereitung angeboten. In diesen Kursen geht es um Themen, die nach der Geburt relevant werden. Als werdende Eltern lernen Sie, wie Sie Ihr Kind richtig wickeln, baden und anziehen, welche Pflege Neugeborene benötigen und was zur Erstausstattung gehört. Sie erhalten wertvolle Tipps zum Stillen, Ihnen wird erklärt, worauf Sie bei Säuglingsnahrung achten müssen und wie Sie sich bei Verletzungen oder Verschlucken verhalten können. In erster Linie richtet sich ein Säuglingspflegekurs an Erstlingseltern, doch auch Paare, die schon Kinder haben, können von den Angeboten profitieren.

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