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BH-Kauf: Weite und Körbchengröße richtig berechnen

Lesezeit: 7 MinutenAktualisiert: 16.11.2020

Ein schlecht sitzender Büstenhalter (BH) zwickt und drückt nicht nur, im schlimmsten Fall kann er auch zu Schmerzen in Nacken, Schultern und Rücken führen. Wer das vermeiden will, sollte beim Kauf eines neuen Büstenhalters auf einen guten Sitz und die richtige Größe achten.

Inhalte im Überblick

    Er kneift, er ziept oderhinterlässt unschöne Druckstellen – ein BH, der nicht gut passt, ist für die Trägerin äußerst unangenehm. Laut des Hohenstein Instituts für Textilinnovation gGmbH trägt in Deutschland fast jede zweite Frau einen schlecht sitzenden BH.

    Die Folgen können gravierend sein: Unangepasste BH-Träger zwicken und schädigen die Oberhaut. Langfristig deformieren schmale Träger bei großen Brüsten das Bindegewebe der Unterhaut, was sich mit zunehmendem Alter noch verstärkt.

    Da in diesem Bereich Muskeln und Nerven verlaufen, verursachen BH-Träger oft Kopf-, Nacken-, Rücken-, Arm- und Schulterschmerzen. 

    So messen Sie Ihren Brustumfang richtig

    Um Schmerzen und andere unangenehme Folgen eines schlecht sitzenden BHs zu vermeiden, sollte jede Frau wissen, welche BH-Größe sie tatsächlich hat. Diese können Sie mit einem Maßband selbst ermitteln, indem Sie den Unter- und Ober-Brustumfang messen.

    Wichtig ist, dass Sie dabei aufrecht stehen und gleichmäßig atmen. Und so geht’s: 

    BH-Größe berechnen – so funktioniert‘s

    Wer Unter- und Oberbrustumfang richtig gemessen hat, kann anschließend seine BH-Größe berechnen.

    So sitzt der BH richtig

    Nur ein gut sitzender BH ist bequem und gibt Halt, ohne Schmerzen oder Druckstellen zu verursachen. Ob ein BH perfekt passt, können Sie anhand folgender Merkmale feststellen: 

    • Die Brüste liegen gut in den Körbchen, auch wenn Sie die Arme und den Oberkörper bewegen
    • Der BH schneidet weder ein noch quillt seitlich oder oben etwas heraus.
    • Metall- oder Plastik-Bügel sind beim Tragen nicht zu spüren.
    • In der Dekolleté-Falte können Sie bequem einen Daumen unter den BH schieben. Der BH sitzt an dieser Stelle nicht höher als die Brust und steht auch nicht ab.
    • Die Träger hinterlassen keine Druckstellen und sitzen am Rücken parallel oder leicht V-förmig.
    • Das Unterbrustband sitzt fest und parallel zu den Körbchen und um den ganzen Körper herum auf gleicher Höhe.

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    Die BH-Größe kann sich im Laufe des Lebens verändern

    Die BH-Größe einer Frau bleibt nicht ihr Leben lang gleich. Mit zunehmendem Alter, aber auch durch eine Schwangerschaft oder Gewichtsschwankungen kann sich die Brust verändern.

    Vor allem sollten Frauen nach den Wechseljahren darauf achten, die richtige BH-Größe zu tragen und diese gegebenenfalls anpassen. Denn bei ihnen sind die körperlichen Veränderungen mitunter besonders deutlich. 

    Der BH sollte individuell angepasst werden

    Passen Sie Ihren BH immer Ihren Aktivitäten und Ihren körperlichen Voraussetzungen an. Frauen mit einem schwachen Bindegewebe benötigen zum Beispiel einen BH mit einer stärkeren Stützfunktion. Auch beim Sport ist das zu empfehlen. 

    Falsch ist die Annahme, dass ein Verzicht auf den BH den Brustmuskel kräftigt. Es stimmt zwar, dass das stabilisierende Bindegewebe in der Brust einen gewissen Bewegungsreiz braucht, damit es seine Funktion mit der Zeit nicht verliert.

    Sind die Belastungen aber zu groß, schaden sie dem Bindegewebe. Generell gilt daher: Die richtige BH-Größe sollte für Halt sorgen, ohne den mechanischen Bewegungsreiz völlig zu unterbinden.

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