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Drachen steigen lassen – So geht es hoch hinaus

Ein Hobby für die ganze Familie: Drachen steigen lassen.

© iStock / Choreograph

Lesezeit: 6 MinutenAktualisiert: 08.12.2020

Wenn der Wind die bunten Blätter der Bäume durch die Luft weht, ist es an der Zeit, einen Drachen steigen zu lassen. Geht es hoch hinaus, ist das ein Riesenspaß für Groß und Klein – besonders wenn Sie Ihren Drachen selbst gebaut haben. Mit dieser Bastelanleitung ist das kein Problem.

Inhalte im Überblick

    Der Traum vom Fliegen ist so alt wie die Menschheit selbst. Vor mehr als 2000 Jahren kam sie diesem Traum ein Stück näher: Im antiken China eroberten Menschen die Lüfte erstmals mit einem Flugdrachen. Früher nutzten sie Drachen, um ihre Wünsche zu den Göttern zu tragen, im Krieg Feinde zu verjagen oder um das Wetter zu erforschen.

    Heute steigen die Drachen vorwiegend in die Höhe, um Freude zu bringen. Erfahren Sie hier, welcher Drache für ihr Kind am geeignetsten ist und wo sie am besten fliegen. 

    Warum ist Drachen steigen lassen so ideal für Kinder?

    Bereits Kleinkinder ab drei Jahren sind in der Lage, einen Drachen steigen zu lassen. In diesem Stadium entwickeln sie wichtige motorische Fähigkeiten, wie zum Beispiel die Augen-Hand-Koordination. Also die Fähigkeit, Aktionen auszuführen, für die sie gleichzeitig Hände und Augen benötigen.

    Drachensteigen ist eine gute Übung, um das zu trainieren. Zudem können Kinder diese Aktivität mit ihren Eltern zusammen in der Natur erleben. Das fördert das Miteinander und die Bewegung, und tut Erwachsenen und Kindern gleichermaßen gut. 

    Wo ist der perfekte Ort zum Drachensteigen lassen?

    Drachen steigen lassen fördert die Bewegung im Freien und schult die Augen-Hand-Koordination.

    © iStock/Nikhil Patil

    Der perfekte Ort hat keine Strommasten oder Hochspannungsleitungen in der Nähe – sonst bringen Sie sich in Lebensgefahr. Dasselbe gilt für Straßen und Bahnstrecken. Außerdem gilt in Deutschland ein Mindestabstand von 1,5 Kilometern zu Flughäfen. Einzelne Bundesländer haben diesen Radius sogar noch ausgeweitet. Wer sich nicht dran hält, nutzt den Luftraum unbefugt. 

    Um andere Menschen nicht zu gefährden, halten Sie am besten ausreichend Abstand ein. Die Spannung der Leine kann den Zuschauern sonst Schnittverletzungen zufügen. Wichtig sind also viel Platz und ein übersichtliches Terrain. Große freie Wiesen, Felder oder Strände eignen sich optimal. 

    Was sind die perfekten Bedingungen für einen Drachen?

    Allgemein gilt der Herbst als die Drachenzeit. Aber ob sich das Wetter zum Drachensteigen lassen eignet, steht und fällt mit dem Wind. Ist der zu schwach, bleibt der Drachen am Boden. Ist er zu stark, kommen die Drachen schnell an ihre Grenzen und gehen kaputt.

    In der Regel steht die perfekte Windgeschwindigkeit auf der Verpackung. Für die meisten Modelle ist eine Windstärke zwischen drei und vier ideal, also eine Windgeschwindigkeit von 12 bis 28 Kilometern pro Stunde. #

    Für alle Drachen gilt jedoch: Zieht ein Gewitter auf, sollten die Fluggeräte möglichst schnell den Himmel verlassen. Ein Blitz könnte einschlagen und über die Drachenschnur den Piloten lebensgefährlich verletzen.              

    Welcher Drachen ist der Richtige?

    Es gibt zwei gängige Drachenmodelle:

    1. Der Einleiner-Drache ist schon bei geringem Wind einsatzbereit und für Kinder und Anfänger am einfachsten zu handhaben. Er besitzt nur eine Schnur und kann deswegen nicht gelenkt werden.
    2. Lenkdrachen gibt es als Zwei- und Vierleiner. Je mehr Leinen der Drache aufweist, desto schwieriger ist er in der Regel auch zu steuern. Der Lenk-Drache ist auch für höhere Windstärken geeignet und kann dabei viel Kraft abverlangen. Deshalb ist diese Variante erst ab einem Alter von acht Jahren zu empfehlen. Mit ein bisschen Übung lassen sich mit diesem Drachen Kunsttücke wie Loopings oder Schrauben fliegen.

    Beide Modelle sind auf eine Leinenlänge von 100 Metern begrenzt – laut der Luftverkehrsordnung die maximal erlaubte Flughöhe. Da Drachen offiziell als Luftfahrzeug gelten, braucht jeder, der höher hinauswill, eine Genehmigung.

    Drachen steigen lassen: Schritt für Schritt

    Ablauf
    1. Bestimmen Sie als erstes die Windrichtung.
    2. Anschließend stellen Sie sich mit dem Rücken gegen den Wind und legenden Drachen vor sich auf den Boden.
    3. Danach ungefähr fünf Meter zurückgehen und die Leine abrollen.
    4. Jetzt die Leine auf Spannung halten und leicht an dem Drachen ziehen – der Drache stellt sich auf und hebt langsam ab.
    5. Indem man Leine gibt, fliegt er höher. Wichtig ist, die Spannung aufrecht zu halten.
    6. Um den Drachen zu landen, reicht es beim Einleiner, die Spannung zu lösen oder ihn einfach einzuholen. Den Lenkdrachen lenkt man besser zu Boden.

    Tipp: Wer Handschuhe trägt, schützt sich davor, dass die Leine in die Hand einschneidet und sie verletzt.

    Drache zum Selberbauen

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