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Gesunder Arbeitsplatz im Büro – so gestalten Sie Ihren Arbeitsplatz optimal

Eine Frau sitzt im Büro am Arbeitsplatz
Lesezeit: 5 MinutenAktualisiert: 13.08.2020

Wer berufsbedingt viele Stunden vor dem PC verbringt, wird Verspannungen, Rückenschmerzen oder Kopfweh nur zu gut kennen. Wie Sie den Beschwerden den Kampf ansagen? Wir stellen Ihnen hilfreiche Tipps für einen gesunden Arbeitsplatz im Büro vor.

Inhalte im Überblick

    Wie sieht ein gesunder Arbeitsplatz im Büro aus?

    „Ich habe Rücken“, ist nicht nur eine oft dahingesagte Floskel, sondern zählt zu den Volkskrankheiten schlechthin. Dass daran oftmals die Haltung schuld ist, ist vielen Menschen allerdings nicht bewusst. Denn: Häufig fallen schiefes Sitzen, eine falsche Kopfneigung oder verkrampfte Schulterpartie gar nicht auf. Vor allem Büroangestellte können davon ein Lied singen und sind mit Beschwerden wie Verspannungen, Kopfweh oder Rückenschmerzen konfrontiert. Dabei kann man diesen Symptomen leicht vorbeugen. Was Ihr Büro damit zu tun hat und wie Sie einen gesunden Arbeitsplatz im Büro gestalten – hier die besten Tipps!

    Ergonomie am Arbeitsplatz dank der richtigen Möbel

    Die perfekte Schreibtischhöhe liegt zwischen 68 und 72 Zentimeter, dies sollte unbedingt auch Ihr Tisch erfüllen, um eine gerade Haltung zu gewährleisten. Hierzu gehört auch die Wahl des Bürostuhls, dessen Lehnen und weitere Features ganz individuell auf Ihren Körper ausgerichtet werden sollten. Fordern Sie dies auch gerne bei Ihrem Arbeitgeber ein, um ein gesundes Arbeiten gewährleisten zu können.

    Diese beiden Möbelstücke allein machen allerdings nicht gleich den gesunden Arbeitsplatz aus: Vielmehr ist es die Abwechslung zwischen sitzenden und stehenden Einheiten, die zur Rückengesundheit beiträgt. Am besten eignet sich hierfür ein Tischmodell, das höhenverstellbar ist und sich ganz an Ihre persönlichen Wünsche anpassen kann. Merksatz: Pro Tag sollten ungefähr 30 Prozent der Arbeiten stehend verrichtet werden. 

    Auf die Luftfeuchtigkeit im Büro achten

    Zugegeben, mit einem speziellen Messgerät muss kein Büro ausgestattet sein. Stattdessen sind es eher die körperlichen Anzeichen des Mitarbeiters, die auf eine zu trockene Office-Luft hindeuten und ein Lüften der Räumlichkeiten zur Folge haben sollten, wie aus einem Positionspapier des Fachausschusses „Einwirkungen und arbeitsbedingte Gesundheitsgefahren“ der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung hervorgeht. Danach hängt das subjektive Wohlbefinden am Arbeitsplatz stark mit der Luftqualität zusammen. Auch Krankheiten und Beschwerden durch die trockene Büroluft können auftreten, wie zum Beispiel:

    • Heiserkeit und Kehlkopfentzündung
    • Trockene oder tränende Augen
    • Die Ansteckungsgefahr durch Grippe-Viren ist erhöht – das haben  Wissenschaftler der amerikanischen Mount Sinai School of Medicine (New York) herausgefunden
    • Trockene Haut bis hin zu Erkrankungen wie Neurodermitis und Schuppenflechte wird begünstigt

    Auf ausreichende Lichtverhältnisse achten

    Arbeitsmediziner empfehlen eine Lichtstärke bei Büro- und Bildschirmtätigen von mindestens 500 Lux. Zum Vergleich: Das Außenlicht an einem sommerlichen Sonnentag beträgt 100.000 Lux. Ist das Minimum an Licht im Büro nicht gegeben, ermüden die Augen schnell, und die Konzentration lässt nach. Diese Ermüdung verstärkt sich mit dem Alter zunehmend und verschlechtert nicht nur den Gesundheitszustand, sondern auch die Arbeitsqualität enorm. Auf der anderen Seite sind auch der Standort und die Helligkeit des Bildschirms wichtig: Nicht zu hell soll das PC-Licht eingestellt sein und am besten keinen Kontrast zu den Fenstern bilden. Deshalb gilt die Faustregel: Platzieren Sie Ihren Monitor im rechten Winkel zum Fenster, um bestmöglich von den natürlichen Lichtverhältnissen zu profitieren

    Pflanzen wirken sich positiv auf die Psyche aus

    Wer seinen Arbeitsplatz nicht nur als Mittel zum Zweck sieht, sondern sich diesen auch „wohnlich“ gestaltet – zum Beispiel mit Pflanzen, die außerdem beruhigend wirken und das Raumklima verbessern – wird davon profitieren. Das Wohlbefinden ist sehr wichtig – schließlich verbringen wir hier gut und gerne acht Stunden am Tag. Aber Vorsicht: Allergiker sollten darauf achten, sich Pflanzen anzuschaffen, die sie gut vertragen, sonst ist die Gesundheit am Arbeitsplatz wieder gefährdet.

    Bewegung und Pausen sind wichtig

    Haltungswechsel, Entspannungsübungen und kleine Spaziergänge in den Pausenzeiten sollten bei Berufsgruppen, die vornehmlich im Sitzen arbeiten, eingehalten werden, um den Körper zu entlasten. Besteht Unsicherheit über die Umsetzung, kann auch immer der Betriebsarzt zurate gezogen werden, der weitere Impulse zur Verbesserung der Haltung gibt.

    Ruhe am Arbeitsplatz

    Ein sehr unterschätzter Aspekt ist die Lautstärke beim Arbeiten. Hierzu zählen die normalen Arbeitsgeräusche wie das Klackern der Tastatur oder das Klingeln des Telefons, aber auch die Gesprächslautstärke von Kollegen. Ist es auf Dauer zu laut in den Räumlichkeiten, lässt nicht nur die Konzentration aufgrund von Ermüdung nach, sondern Kopfschmerzen und Zeitdruck sind die Folge, was sich ebenfalls auf das Gemüt niederschlägt. Für einen gesunden Arbeitsplatz im Büro ist es deshalb wichtig, dass Sie sich äußern, wenn es Ihnen zu laut wird, und mehr Ruhe von den Kollegen einfordern.

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