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Schwimmen lernen: So einfach geht’s

Schwimmen lernen für Anfänger
Lesezeit: 6 MinutenAktualisiert: 30.06.2020

Warum Kinder und Erwachsene unbedingt Schwimmen lernen und was man als Anfänger beim Wassersport besonders beachten sollte, erfahren Sie hier.

Inhalte im Überblick

    Schwimmen lernen kann einen riesigen Spaß machen. Genau wie das Schwimmen an sich – ob draußen im tosenden Meer, im Hallenbecken oder bei sonnigen Temperaturen im erfrischenden Freibad.

    Es ist aber auch immer eine Frage der Sicherheit. Daher ist es besonders wichtig, dass man das Schwimmen richtig erlernt, um sich auch in kritischen Situationen sicher im Wasser bewegen zu können. 

    Wie und wo Kinder und Erwachsene alles Notwendige über die richtigen Schwimmtechniken beigebracht kriegen, weiß Felix Dürnberger, Experte von der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) Bayern.

    Immer weniger Kinder können richtig schwimmen

    „Nur etwas mehr als 40 Prozent der Kinder können nach der Grundschule sicher schwimmen. In den 1990er-Jahren waren es noch fast 90 Prozent“, erklärt der stellvertretende Vorsitzende der DLRG-Jugend. Aber auch jeder zweite Erwachsene in Deutschland stuft sich als durchschnittlichen oder schlechten Schwimmer ein, Tendenz steigend.“

    Felix Dürnberger
    Stellvertretender Vorsitzender der DLRG-Jugend Bayern

    Ab wann sollte man Schwimmen lernen?

    Es gibt keine Vorgabe, in welchem Alter Schwimmenlernen am besten ist. 
     Jedoch: Je mehr Übung man hat und je früher man anfängt, desto wahrscheinlicher ist es, dass man sich mit Leichtigkeit zu einem guten Schwimmer entwickelt. Viele Eltern fangen daher bereits sehr früh an, ihren Nachwuchs ans Wasser zu gewöhnen.

    Schwimmkurse: Was sollte man beachten?

    Die DLRG, Schwimmvereine, Frei- und Hallenbäder und private Schwimmschulen bieten Schwimmkurse an. Die Höhe der Kursgebühren und das zugrunde liegende Konzept sind dabei sehr unterschiedlich. Informieren Sie sich über die Angebote in Ihrer Nähe! 

    Schwimmen richtig beibringen: Darauf kommt es an

    Ein Schwimmkurs sollte Kindern und auch Erwachsenen natürlich Spaß machen. Dennoch sollte man bei der Wahl des richtigen Schwimmkurses einige Kriterien beachten.

    Checkliste Schwimmkurs:

    • Schwimmlehrer: Schwimmlehrer ist in Deutschland keine geschützte Berufsbezeichnung. Fragen Sie daher ruhig nach der Ausbildung der Kursleiter.
    • Kursdauer: Ein Schwimmkurs sollte mindestens zehn Übungsstunden mit Einheiten von jeweils 45 Minuten umfassen.  
    • Regelmäßigkeit: Der Kurs sollte mindestens einmal pro Woche stattfinden.
    • Kursgröße: Die Gruppengröße sollte zehn Teilnehmer nicht überschreiten, damit der Schwimmlehrer die Übersicht behält. Positiv ist, wenn es in Kinderkursen noch einen zweiten Betreuer gibt.
    • Schwimmabzeichen: Haben die Teilnehmer die Möglichkeit, ein Abzeichen zu machen? Besonders für Kinder ist das „Seepferdchen“ eine große Motivation.
    • Baderegeln: Im Kurs sollten neben dem Schwimmtraining auch Baderegeln und das richtige Verhalten in öffentlichen Gewässern vermittelt werden.

    Was bringen Schwimmhilfen?

    Schwimmhilfen können das Schwimmenlernen unterstützen. Doch kein Hilfsmittel bietet hundertprozentigen Schutz. Manche schaden sogar mehr, als sie nutzen. Deshalb gibt es für Felix Dürnberger auch keinen Ersatz für aufmerksame Eltern: 

    „Lassen Sie Ihr Kind niemals unbeaufsichtigt planschen, auch nicht im flachen Wasser!“

    Felix Dürnberger
    Stellvertretender Vorsitzender der DLRG-Jugend Bayern

    Schwimmen lernen: Das sind die wichtigsten Schwimmstile

    Wer mit dem Schwimmen beginnt, lernt in der Regel zuerst Brustschwimmen. Um sich im Wasser effizient fortzubewegen, gibt es allerdings noch mehr Schwimmstile wie Kraulen oder Rückenschwimmen. Wie sie ausgeführt werden und welche Vorteile sie bieten, erfahren Sie hier:

    Brustschwimmen

    Beim Brustschwimmen werden zuerst die Arme, dann die Beine bewegt. Dafür strecken Sie die Arme nach vorn und führen sie zur Seite. Die Handflächen drehen dabei nach außen und verdrängen das Wasser. Sobald die Hände auf Schulterhöhe sind, werden die Ellenbogen abgewinkelt und die Hände vor der Brust zusammengeführt. Dabei den Kopf anheben und über Wasser einatmen. Arme wieder nach vorn strecken und mit dem Kopf unter Wasser gehen. Während die Arme ausgestreckt werden, die Beine anwinkeln und die Fersen Richtung Po ziehen. Danach kräftig abstoßen und die Beine wieder strecken. Im Wasser kurz gleiten. Den Kopf dabei unter Wasser lassen und ausatmen.

    Kraulen

    Beim Kraulen tauchen Sie den Arm so weit wie möglich vor dem Kopf ins Wasser und ziehen ihn im 90-Grad-Winkel durchs Wasser Richtung Oberschenkel. Die flach ausgestreckte Hand verdrängt dabei das Wasser nach hinten. Auf Höhe der Oberschenkel den Arm mit abgewinkeltem Ellenbogen aus dem Wasser ziehen und am Körper vorbei wieder nach vorn strecken. Beim Kraulen bewegen Sie die Arme gegenläufig. Das heißt, der zweite Arm taucht ins Wasser, wenn der erste Arm etwa im 90-Grad-Winkel unter dem Körper ist. Grundsätzlich ist beim Kraulen der Blick nach unten gerichtet. Luft wird geholt, wenn der Arm aus dem Wasser gehoben wird. Dabei den Kopf zur Seite drehen und einatmen. Je nach Atemlänge nur alle zwei bis drei Schwimmzüge einatmen und unter Wasser ausatmen. Für den Beinschlag die Beine abwechselnd auf- und abwärts bewegen. Die Beine sind dabei gestreckt und liegen auf Höhe des Oberkörpers im Wasser.

    Rückenschwimmen

    Beim Rückenschwimmen liegen Sie in Rückenlage gestreckt im Wasser. Das Gesäß dabei anspannen, damit die Hüfte nicht nach unten abknickt. Die Arme ziehen Sie wechselseitig durchs Wasser: Während ein Arm ausgestreckt hinter dem Kopf ins Wasser taucht, kommt der andere Arm gestreckt neben der Hüfte nach oben und wird wieder nach hinten geführt. Unter Wasser wird der Arm leicht angewinkelt. Mit der ausgestreckten Hand verdrängen Sie das Wasser. Die Beine aus der Hüfte heraus auf und ab schlagen. Die Füße bleiben dabei knapp unter der Wasseroberfläche und kicken das Wasser weg. Beim Ausüben der Bewegungen rollt der Körper auf der Längsachse leicht von links nach rechts.

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