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Glück nach einer Trennung wiederfinden

Frau im Feld
Lesezeit: 2 MinutenAktualisiert: 13.08.2020

Wie kann eine Trennung am besten verarbeitet werden? Eine Frage, so alt wie die Menschheitsgeschichte. Wir haben uns auf die Suche nach Antworten gemacht.

Inhalte im Überblick

    Wenn eine Liebesbeziehung zerbricht, dann bleibt oftmals einer der Partner emotional auf der Strecke – und trauert der gemeinsamen Zeit hinterher. Für diese Fälle gibt es Verhaltensempfehlungen, um die Trennung möglichst schnell und ohne bleibende Schäden zu verarbeiten. 

    Wie eine Trennung verarbeiten?

    Letztendlich gibt es nicht den einen Weg, um eine Trennung bestmöglich zu verdauen. Dazu sind die jeweiligen individuellen Charakterzüge zu unterschiedlich. Was dem einen guttut, ist für den anderen Gift. Generell sollte man sich ausreichend Zeit zur Trauer nehmen und die Gründe für die Trennung analysieren. Bei aller Emotionalität kann dies dazu führen, dass einem bewusst wird, dass der Split eventuell aus nachvollziehbaren Gründen erfolgte – und sogar alternativlos war. Dies muss nicht bedeuten, dass danach die Trauer automatisch verschwindet, aber es kann dabei helfen, den Schmerz besser zu kanalisieren.

    In den allermeisten Fällen sollte man die Finger vom sofortigen Einstieg in eine neue Beziehung lassen. Das ist zumeist zum Scheitern verurteilt, weil Dinge noch nicht final verarbeitet sind. Potenzielle Neu-Partner als Trostpflaster zu nutzen, ist zudem nicht sonderlich rücksichtsvoll.

    Vor übermäßigem Alkoholgenuss in von Trauer gekennzeichneten Trennungsphasen ist ebenfalls abzuraten. Der Kater am nächsten Tag potenziert sich nämlich in äußerst unangenehme Sphären, ohne dass einem weitergeholfen wird.

    Am besten nimmt man sich zunächst Zeit für sich. Und gegen Sportaktivitäten und Treffen mit Freunden ist nichts einzuwenden – im Gegenteil. Verstecken sollte man sich nicht.

    Zudem kann es helfen, persönliche Gegenstände des oder der Verflossenen in einen Koffer oder eine Reisetasche zu legen und dann weg aus dem Blickfeld und oben auf den Kleiderschrank oder unters Bett. Und wenn beispielsweise gemeinsame Freunde einen regelmäßig mit Informationen von der Ex oder dem Ex versorgen, hilft das dem einen, für den anderen zieht sich damit der Abnabelungsprozess unfreiwillig in die Länge. Wer tief getroffen ist, sollte auch den direkten Kontakt mit dem ehemaligen Lebenspartner meiden. Verzweifelte Anrufe bei der Ex mitten in der Nacht haben erfahrungsgemäß zumeist nicht den gewünschten Effekt – im Gegenteil!

    Wie lange eine Trennung verarbeiten?

    Die Antwort kann nicht pauschal gegeben werden, weil hier individuelle Gegebenheiten ebenfalls eine gewichtige Rolle spielen. Sich Zeit zu nehmen, ist eine sehr persönliche Angelegenheit.  

    Die Diplom-Psychologin Dr. Marion Sonnenmoser schreibt dazu: 

    „Idealtypischerweise verläuft der Trauerprozess in drei bis vier Phasen, die nicht kontinuierlich aufeinander folgen, sondern sich überschneiden oder abwechseln. “

    Dr. Marion Sonnenmoser
    Diplom-Psychologin

    Sollte die Trauer auch noch nach über einem Jahr unerträglich sein, kann man überlegen, psychologische Hilfe in Anspruch zu nehmen. In den meisten Fällen können Experten erfolgreich verhindern, dass die Trennung zum Trauma wird.

    Eine Trennung verarbeiten, wenn Kinder im Spiel sind

    Anders sieht es aus, wenn Kinder mit im Trennungsspiel sind, denn dann kann man sich oftmals nicht so einfach zurückziehen und sich ausreichend Zeit nehmen. Die Verantwortung für den gemeinsamen Nachwuchs verlangt nach schnellen Lösungen des Verarbeitens. Das ist bei Weitem nicht so einfach wie bei kinderlosen Beziehungen. Durch die Kinder bleibt man auf lange Zeit verbunden, sie können aber auch dazu beitragen, dass man emotional aufgefangen wird und gar keine Zeit hat, sich in den Schmerz fallen zu lassen.

    Letztendlich geht es vor allem darum, dass die Kinder mit der Trennung klarkommen, und da sind Eltern, die ihre Trauer oder Wut  ungeniert ausleben, keine guten pädagogischen Wegweiser. 

    Auch hier gilt trotz allem der Ratschlag, langsam zurück ins Leben zu finden und seine eigenen Rahmendaten definieren, unter  Berücksichtigung des Kindeswohls. Denn ein viel bemühter Merksatz bleibt im Falle einer schmerzhaften Trennung oftmals wahr,  auch wenn man damit unmittelbar nach dem Ende der Liebesbeziehung überhaupt nichts anfangen kann: Die Zeit heilt alle Wunden!

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