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Plötzlicher Kindstod und SIDS: Die Schlafumgebung ist wichtig

Baby schläft auf dem Rücken.

© iStock / monkeybusinessimages

Lesezeit: 5 MinutenAktualisiert: 11.01.2021

Nach der Geburt eines Kindes ist die Freude unbeschreiblich. Viele Eltern haben nun aber die Sorge, ihr Kind könnte am plötzlichen Kindstod sterben. Um dieses tragische Ereignis zu vermeiden, gibt es einige Risikofaktoren, die Eltern kennen sollten. Wir haben alles Wichtige für Sie zusammengefasst.

Inhalte im Überblick

    Was ist der plötzliche Kindstod?

    Plötzlicher Kindstod oder auch SIDS (Englisch für „Sudden Infant Death Syndrome“) genannt, ist der plötzliche und unerwartete Tod von gesunden Kindern im ersten Lebensjahr, für die keine Erklärung gefunden wird. Die Kinder versterben meist nachts im Schlaf. Das SIDS ist ein eher seltenes Phänomen. Etwa eines von 2000 Kindern stirbt durchschnittlich daran. Meistens tritt der plötzliche Kindstod in einem Alter zwischen zwei und vier Monaten ein. Je älter der Säugling wird, desto geringer das Risiko. Nach Vollendung des ersten Lebensjahres des Babys liegt das Risiko so gut wie bei Null. Zudem sind Mädchen etwas seltener betroffen als Jungen. 

    Auslöser noch nicht vollständig geklärt

    Meist gibt es laut Medizinern und Wissenschaftlern mehrere Faktoren, die ein SIDS auslösen können. So werden etwa ein noch nicht vollständig ausgereiftes Atemsystem und eine schwere Erweckbarkeit des Babys diskutiert. Möglicherweise spielen auch bestimmte Viren, die eine Herzmuskelentzündung oder Herzrhythmusstörungen auslösen können, eine Rolle. Die Forscher fanden aber heraus, dass es darüber hinaus einige Risikofaktoren für das SIDS gibt, die Eltern beeinflussen können.

    Beispielsweise ist die Zahl der Todesfälle deutlich zurückgegangen, seitdem Eltern ihre Kinder vermehrt nur in Rücken- und nicht in Bauchlage schlafen legen. Die Bauchlage gilt für Säuglinge deshalb als kritisch, da sie sich noch nicht selbst in die Rückenlage drehen können. Sie atmen häufig die eigene ausgeatmete Luft wieder ein und werden so schlechter mit Sauerstoff versorgt. Diese sogenannte Rückatmung vermindert zusätzlich das Aufwachen, etwa bei Verschlucken oder Husten. 

    Baby schläft auf dem Rücken.

    © iStock/LeManna

    Diese Risikofaktoren sollten Eltern kennen

    Neben dem Schlafen in Bauchlage sind die wichtigsten möglichen Risikofaktoren für das SIDS Rauchen und Überwärmung. Die sogenannte 3-R-Faustregel lässt sich leicht merken und die Anwendung reduziert das Risiko für den plötzlichen Kindstod: „Rückenlage – Rauchfrei – Richtig gebettet“. 

    Folgende Checkliste zeigt die besten Maßnahmen, um den plötzlichen Kindstod zu verhindern: 

    Welche Kinder sind besonders gefährdet?

    Es gibt einige Risikogruppen für den plötzlichen Kindstod. Dazu zählen Säuglinge mit „anscheinend lebensbedrohlichen Ereignissen (AEL)“ ohne klinisch erkennbare Ursache. Bei einer AEL handelt es sich um einen plötzlich einsetzenden lebensbedrohlich wirkenden Zustand des Kindes, wie Erstickungsanfällen oder eine plötzliche Veränderung der Hautfarbe ins Blasse oder Rötliche. Auch die Muskeln können erschlaffen oder im Gegenteil total versteifen. Die meisten Vorfälle dieser Art treten bei Kindern unter zehn Wochen auf.

    Außerdem haben Früh- und Neugeborene nach Intensivtherapie und besonders mit chronischen Lungenproblemen etwa nach einer Beatmung ein höheres Risiko für SIDS. Weitere Risikogruppen sind Kinder von drogenabhängigen Eltern, sowie welche, die mit starkem Untergewicht zur Welt kamen, Mehrlingskinder und Geschwister von Kindern, die bereits am plötzlichen Kindstod verstorben sind.

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