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Erdbeeren: Die gesunden Kräfte der roten Frucht

Eine Schale voll frischer Erdbeeren
Lesezeit: 3 MinutenAktualisiert: 31.07.2020

Obwohl sie uns alltäglich vorkommen, sind in Erdbeeren zahlreiche Heilwirkungen verborgen. Sie warten mit Nährstoffen auf, die unserer Gesundheit auf vielfältige Weise zugutekommen.

Inhalte im Überblick

    Im 17. Jahrhundert entstand durch eine zufällige Kreuzung zweier Ur-Sorten die Erdbeere, so wie wir sie heute kennen. Seitdem kommen wir jedes Jahr in der Erdbeersaison zwischen Mai und Juli in den Genuss der frischen roten Leckerei. Neben ihrem süßlich-aromatischen Geschmack überzeugen Erdbeeren wie kaum eine andere Frucht mit einem prallen Paket an Nährstoffen. 

    Erdbeeren: Die kalorienarme Vitaminbombe

    Zwar bestehen Erdbeeren zu 90 Prozent aus Wasser. Trotzdem strotzen sie nur so vor gesunden Inhaltsstoffen – dafür sorgen die restlichen zehn Prozent. Neben Vitaminen versorgen uns Erdbeeren mit wichtigen Mineralien, Spurenelementen, Ballaststoffen und sekundären Pflanzenstoffen.

    Besonders interessant für alle, die abnehmen möchten: Auf 100 Gramm kommen gerade einmal 32 Kilokalorien. Zudem machen Erdbeeren schnell satt. Das liegt daran, dass sie auch Ballaststoffe enthalten, die einen sättigenden Effekt haben und den Blutzuckeranstieg nach der Nahrungsaufnahme dämpfen. Naschen ist also ausdrücklich erlaubt!

    Bei der Erdbeere handelt es sich weder um eine Beere noch um Obst. Stattdessen zählt sie zu den Sammelnussfrüchten: Der rote Fruchtboden ist von vielen winzigen Samen umgeben, die die eigentliche Frucht sind.

    Kleine Frucht mit Superkräften: Darum sind Erdbeeren gesund

    Es ist gerade die spezielle Zusammensetzung von Vitaminen, Mineralstoffen und sogenannten sekundären Pflanzenstoffen, die Erdbeeren zu einem so gesunden Lebensmittel macht.

    Frische Erdbeeren auf einem Tisch
    Erdbeeren strotzen nur so vor gesunden Inhaltsstoffen.© iStock: Rouzes

    Vitamin C: Erdbeere schlägt Orange

    Erdbeeren enthalten mehr Vitamin C als Orangen. Bereits 200 Gramm der roten Früchte decken den durchschnittlichen Tagesbedarf ab. Vitamin C benötigt der Körper unter anderem zum Aufbau von Bindegewebe und Knochen. Es wirkt zudem antioxidativ, indem es schädliche Verbindungen, wie freie Radikale und reaktive Sauerstoffspezies abfängt, und so die Zellen und Moleküle im Körper vor Schäden schützt. Genehmigen Sie sich also ruhig mehrmals die Woche eine Erdbeerschale.

    Erdbeeren könnten auch vor Krebs schützen

    Schon seit einigen Jahren wird vermutet, dass Erdbeeren auch eine krebsschützende Wirkung haben könnten. Allerdings stützt sich diese Vermutung bislang vorwiegend auf Studien, die an Zellen außerhalb des Organismus (in vitro) oder an Tieren durchgeführt wurden. Es ist daher noch ungewiss, inwieweit diese Erkenntnisse auf den Menschen übertragbar sind. Die in Erdbeeren enthaltenen Antioxidantien und sekundären Pflanzenstoffe könnten nach den bisherigen Erkenntnissen zum einen die DNA vor Schäden durch freie Sauerstoffradikale schützen und so krebsauslösende Mutationen verhindern und zum anderen zelluläre Signalwege und Prozesse so beeinflussen, dass die Vermehrung von Krebszellen gehemmt wird.

    Erdbeeren könnten positive Effekte auf das Herz-Kreislauf-System haben

    Einige Studien deuten auch darauf hin, dass Erdbeeren einen günstigen Einfluss auf verschiedene Risikofaktoren für Herz-Kreislauf-Erkrankungen haben. So wurde beobachtet, dass übergewichtige ältere Frauen, die mehr Erdbeeren aßen, ein geringeres Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen hatten und auch seltener an diesen Erkrankungen verstarben, als Frauen, die wenig oder keine Erdbeeren aßen. Allerdings kann der Konsum von Erdbeeren in diesen Studien auch nur ein Indikator für einen allgemein gesünderen Lebensstil gewesen sein, sodass sich aus der beobachteten Assoziation kein ursächlicher Zusammenhang schlussfolgern lässt. Aus Labor- und Tierversuchen vermutet man jedoch, dass die in Erdbeeren enthaltenen Antioxidantien und Polyphenole die Zellen der Gefäßinnenwände schützen, sich günstig auf die Blutfettwerte auswirken sowie Entzündungsprozesse und die Aggregation der Blutplättchen hemmen.

    Mögliche antientzündliche Wirkung von Erdbeeren im Darm

    Erdbeeren könnten sich auch bei Entzündungen im Darm positiv auswirken. So hat man bei Mäusen mit einer Dickdarmentzündung beobachtet, dass eine Ernährung mit Erdbeeren die Krankheitsaktivität reduzierte, die Einwanderung von Immunzellen in die Darmschleimhaut hemmte und Schäden im Dickdarmgewebe linderte. Zudem wurde eine stärkere Vermehrung günstiger Darmbakterien und eine Reduktion potenziell schädlicher Bakterien festgestellt. Inwieweit diese Ergebnisse auf den Menschen übertragbar sind, ist aber noch nicht hinreichend geklärt. Menschen mit chronisch entzündlichen Darmerkrankungen sollten daher ihre Ernährung nicht ohne Rücksprache mit ihrem Arzt umstellen.

    Tipp: Setzen Sie auf regional angebaute (Bio-)Erdbeeren. Aus dem Ausland importiert, sind Erdbeeren zwar auch außerhalb der Saison im Supermarkt erhältlich. Damit die Früchte lange Transportwege gut überstehen, müssen aber im Vorfeld oft mehr Pflanzenschutzmittel eingesetzt werden, sodass die Pestizidbelastung bei importierter Ware höher sein kann als bei regional angebauten Erdbeeren. Zudem verlieren die Früchte an Aroma, je mehr Zeit zwischen Ernte und Verzehr liegt. Viele Bauern bieten auf ihren Feldern Selbstpflücken an – hier können Sie sicher sein, dass die Erdbeeren noch ihr volles Aroma haben.

    Fazit: Erdbeeren haben viele positive gesundheitliche Effekte, von denen einige bereits nachgewiesen sind und andere noch genauer untersucht werden müssen. Es spricht somit vieles dafür, im Rahmen einer abwechslungsreichen und vollwertigen Ernährung auch öfter Erdbeeren zu essen. 

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