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Pilze sammeln: Darauf sollten Sie achten

Lesezeit: 7 MinutenAktualisiert: 13.11.2020

Das Laub raschelt unter den Schuhen und die Sonne hat noch ein wenig Kraft – Herbstzeit ist die perfekte Zeit, um im Wald Pilze zu sammeln. [RJH1] Die Pilzsaison beginnt mit dem Pfifferling bereits im Juni und zieht sich bis in den frühen Winter. Worauf Sie bei der Pilzsuche achten sollten und wie Sie die beliebtesten Speisepilze finden können, erfahren Sie hier.

Inhalte im Überblick

    Wann beginnt die Pilzsaison?

    Mit den letzten Sommermonaten sprießen die edlen Pilzsorten langsam aus den Böden und die Hochsaison beginnt: Im August starten die meisten Sammler mit der Suche nach den nährstoffreichen Sprösslingen. Besonders begehrt sind dabei die verschiedenen Champignonarten.

    Vor allem im Herbst können Sie die meisten Köstlichkeiten finden. Pilzfreunde haben jedoch trotz entsprechender Witterungsbedingungen auch im Winter Glück: Zu den Winterpilzen zählen beispielsweise der Austernseitling oder der Samtfußrübling. 

    Wie kann ich essbare Pilze wie Pfifferling, Steinpilz & Co. erkennen?

    Bevor die leckeren Pilze in der Pfanne oder im Topf landen, müssen sie erst einmal gesammelt werden. Dabei ist vor allem für Unerfahrene äußerste Vorsicht geboten, denn einige Speisepilze haben giftige Doppelgänger.

    Schauen Sie deshalb lieber zweimal hin, bevor der falsche Pilz im Körbchen landet. Damit das nicht passiert, finden Sie hier einen Überblick, wie Sie die beliebtesten Pilzarten erkennen.

    Oder ist der doch giftig? – Wie Sie bei der Pilzsuche auf Nummer sicher gehen

    Die Deutsche Gesellschaft für Mykologie (DGfM) warnt ausdrücklich davor, Pilze zu sammeln, die Ihnen unbekannt sind oder die Sie nicht zu hundert Prozent zuordnen können. Die DGfM rät außerdem, nur frische und gesunde Pilze mitzunehmen.

    Sollten Sie sich also beim Sammeln nicht sicher sein, lassen Sie den Pilz besser weiter gedeihen. Die DGfM ruft außerdem dazu auf, das Ökosystem respektvoll zu behandeln und nur so viele Pilze zu sammeln, wie Sie auch verzehren. 

    Pilze richtig aufbewahren: So bleiben Steinpilz und Co. länger frisch

    Am besten beginnen Sie schon beim Sammeln mit der richtigen Aufbewahrung: Transportieren Sie die gefundenen Schätze möglichst luftig in einem Korb. Denn in einer Plastiktüte schwitzen Pilze und zersetzen sich daher schneller.

    Auch zu Hause gilt für die gesammelten Pilze: luftig lagern. Sonst können die Leckereien faulen und giftige Substanzen entwickeln.   

    Pilzvergiftung? Das ist zu tun

    Falls nach dem Verzehr der selbst gesammelten Waldpilze Symptome wie Erbrechen, Durchfall oder Übelkeit auftreten, sollten Sie schnell handeln und diese Notfallliste beachten: 

    • Einen Arzt kontaktieren. Wenn Sie einen direkten Verdacht haben und unter den oben genannten Symptomen leiden, kontaktieren Sie umgehend Ihren Arzt oder begeben Sie sich direkt in die Notaufnahme.
    • Pilzreste sichern. Für eine anschließende Untersuchung ist es wichtig, dass Sie Reste des verzehrten Pilzes sicherstellen. Das kann sowohl die gekochte Mahlzeit als auch das Erbrochene sein.
    • Nicht mit Hausmitteln vorbeugen. Vermeintliche Hausmittel können eine Vergiftung verschlimmern. Verzichten Sie also besser darauf. 
    • Wasser trinken. Trinken Sie viel Wasser – aber keine Milch, denn diese kann die Aufnahme von Giften beschleunigen.
    • Ruhe bewahren. Auch wenn es schwerfällt: Handeln Sie schnell, aber verfallen Sie nicht in Panik. 

    5 Tipps zum Pilzesammeln

    Die Suche nach den frischen Leckereien aus dem Wald benötigt zwar ein wenig Vorbereitung und Wissen, ist aber ein absolutes Herbst-Highlight. Hier noch einmal die fünf Tipps, um sicher und nachhaltig Pilze zu sammeln: 

    1. Abschneiden, nicht ausreißen. Schneiden Sie den Pilz am Stiel ab. Wenn Sie ihn ausreißen, können Sie das verbleibende Pilzgeflecht am Boden beschädigen.
    2. Luftiger Transport. Damit die Pilze keinen Schaden nehmen, sollten sie für viel Platz sorgen.
    3. Nur sammeln, was bekannt ist. Sammeln Sie nur Pilze, die Sie auch sicher kennen. In Kursen können Sie sich von Pilzsachverständigen schulen lassen. Bebilderte Fachliteratur erleichtert es Ihnen, die Pilze zu identifizieren.
    4. Respektvoller Umgang mit der Natur. Pilze sind wichtig für das Ökosystem. Deshalb rät die DGfM ausdrücklich dazu, nur in Maßen zu sammeln und nicht alles leer zu räumen.
    5. Vorab informieren. Auf der Seite der DGfM finden Sie eine Liste geprüfter Pilzsachverständiger. Lassen Sie dort im Zweifelsfall Ihren Fund vor dem Verzehr noch einmal überprüfen.

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