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Berufsstart in Baden-Württemberg: So gelingt der Schritt in den neuen Lebensabschnitt
Veröffentlicht am:16.01.2026
3 Minuten Lesedauer
Der Start in Ausbildung oder Beruf bringt neue Routinen, mehr Verantwortung und viele Fragen mit sich. Wir bieten Jugendlichen in Baden-Württemberg praktische Impulse und verlässliche Informationen für diesen wichtigen Schritt und zeigen, wie Eltern unterstützen können.

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Ein neuer Lebensrhythmus
Die Schule ist vorbei, der erste Arbeitstag steht vor der Tür: Junge Menschen müssen nun ihren Alltag neu organisieren, eigenständiger handeln und sich auf unbekannte Erwartungen einstellen. Das fällt nicht immer allen leicht: Sie bewegen sich dabei womöglich zwischen Unsicherheit und Aufbruchsstimmung. Was ihnen zur Orientierung in ihrem neuen Lebensabschnitt helfen kann: Klare Strukturen, verlässliche Ansprechpartner und ein gut geplanter Alltag.
Wie Eltern unterstützen können
Jugendliche tragen im Berufsleben zwar mehr Verantwortung, dennoch bleiben die Eltern insbesondere zu Beginn wichtige Begleiter. Eltern können unterstützen, indem sie aufmerksam zuhören, Vertrauen schenken und Raum für eigene Entscheidungen lassen. Gespräche können sich zum Beispiel um Erwartungen, den Arbeitsalltag oder mögliche Schwierigkeiten drehen. Gleichzeitig stärkt es junge Erwachsene, wenn Eltern ihnen zutrauen, Lösungen selbst zu entwickeln und ihren eigenen Weg zu gehen. Diese Haltung signalisiert: „Ich sehe dich als fähigen und kompetenten Erwachsenen, der diesen Schritt meistern wird.“
Was heißt das für Eltern?
- Eigenverantwortung für Formalitäten: Berufsstarter sollten sich selbst um Bewerbungsunterlagen, Terminvereinbarungen und Anmeldeformalitäten kümmern. Eltern können nach den nächsten Schritten fragen und helfen zu reflektieren, anstatt aktiv zu korrigieren.
- Fehler als Lernchance sehen: Erlauben Sie, dass Fehler passieren. Misserfolge sind keine Katastrophen, sondern wichtige Momente zur Entwicklung von Resilienz und Problemlösungskompetenz. Stehen Sie Ihrem Kind dabei zur Seite.
- Entscheidungen respektieren: Unabhängig von Ihrer eigenen Meinung sollte Ihr Kind bei der Wahl von Ausbildung, Studium oder Studienort selbst entscheiden können. Eltern können über gezielte Fragen zu Motivation und Zukunftsaussichten Orientierung geben.
- Finanzen in die Hand des Kindes geben: Übergeben Sie die Verantwortung für Kontoverwaltung und Versicherungen, um die Basis für die baldige Selbstständigkeit zu schaffen. Leiten Sie Ihr Kind dabei so an, dass es diese Aufgaben nicht als Last, sondern als Privileg empfindet.
Regionale Anlaufstellen beim Berufsstart
Viele Einrichtungen in Baden-Württemberg sind gut vernetzt und begleiten junge Menschen beim Einstieg in Ausbildung und Beruf. Dazu gehören:
- Agentur für Arbeit und Berufsinformationszentrum (BiZ): bieten Berufsberatung, Bewerbungsunterstützung sowie Orientierung zu Ausbildungs- und Studienwegen.
- IHK und Handwerkskammern: liefern Informationen zu Ausbildungsberufen, Prüfungen. Sie vermitteln Ausbildungsplätze und bündeln freie Plätze in der Lehrstellenbörse der IHK.
- Jugend- und Berufsberatungsstellen: bieten niedrigschwellige Hilfe bei persönlichen und organisatorischen Fragen.
- Praktikumswochen BW: eignen sich für Kontakte zu regionalen Unternehmen und geben erste Einblicke ins Berufsleben.
- Dein erster Tag: Hier können junge Menschen Ausbildungsberufe und duale Studiengänge erkunden und sich direkt bewerben.
- Jugendberufsagentur (JBA): In Städten wie Stuttgart, Mannheim, Heidelberg oder Freiburg bündelt die JBA alle Kompetenzen aus Arbeitsagentur, Jobcenter und Jugendhilfe.
- Berufsmessen in Baden-Württemberg: Ein Beispiel aus Stuttgart ist die Studien- und Ausbildungsmesse Stuzubi, die in der Regel im Februar stattfindet.
- Netzwerk SCHULEWIRTSCHAFT Baden-Württemberg: vermittelt zwischen Schulen und Betrieben, bietet aber auch Eltern Unterstützung.
- Jugendmigrationsdienste (JMD): unterstützen junge Menschen mit Migrationshintergrund unter anderem beim Lernen der deutschen Sprache, bei der Anerkennung von Abschlüssen und helfen bei der beruflichen Orientierung.
Gesund von Anfang an: Warum Routinen wichtig sind
Mit dem Berufsstart verändern sich für gewöhnlich Schlafzeiten, Ess- und Bewegungsgewohnheiten sowie der Umgang mit Stress. Gerade dann lohnt es sich, gesunde Routinen zu entwickeln:
- regelmäßig und ausgewogen essen
- Bewegung in den Alltag integrieren
- feste Schlafzeiten für einen stabilen Rhythmus
- strukturgebende Planung und Stressreduktion
Wer früh lernt, auf körperliche und mentale Signale zu achten, schafft gute Voraussetzungen für ein langfristig gesundes Berufsleben.
Richtig abgesichert
Mit dem Start in eine Ausbildung oder den ersten Job beginnt ein neuer rechtlicher Abschnitt. Auszubildende sind in der Regel pflichtversichert in der gesetzlichen Krankenversicherung und müssen ihre Krankenkasse selbst wählen. Der Beitrag wird direkt vom Ausbildungsgehalt abgeführt. Wer sich früh entscheidet, sorgt für Klarheit und hat im Krankheitsfall sofort einen verlässlichen Ansprechpartner. Mehr zu den Hintergründen und dazu, was bei der Wahl der Krankenkasse zu beachten ist, lässt sich hier nachlesen.
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