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Work and Travel

Ob nach dem Abi, in den Semesterferien oder nach dem Studium – es gibt viele Möglichkeiten, einige Zeit im Ausland zu verbringen und sich den Urlaub mit Arbeiten zu finanzieren. Aber lohnt sich Work and Travel auch oder ist man eher eine ausgebeutete Arbeitskraft? Was ist mit meiner Krankenversicherung, wenn ich im Urlaub arbeite? Und woher weiß ich, wo ich wann welchen Job finde?

Was ist Work and Travel?

Reisen, wohin ich will und dabei Geld verdienen – das ist die Idee von Work and Travel. Dabei steht einem bei den Working Holidays, wie Work and Travel auch genannt wird, die Welt offen: Ich kann in Neuseeland auf einer Farm arbeiten, Nashörner in Afrika schützen, in Japan bei der Obsternte helfen oder einfach irgendwo kellnern. Überall bleibe ich eine bestimmte Zeit, um die Reisekasse aufzufrischen. Zwischendurch reise ich weiter. So kann ich das Land über einen längeren Zeitraum und abseits der Touristen-Hotspots kennenlernen. Ganz nebenbei schule ich neben meinen Fremdsprachenkenntnissen die sogenannten Soft Skills, wie Durchhaltevermögen, Weltoffenheit, interkulturelles Verständnis, Toleranz, Flexibilität, Anpassungsfähigkeit und Organisationstalent.

Die Voraussetzungen

Ich muss volljährig und vor allem flexibel sein, mich auf Land, Leute und unterschiedliche Arbeitsanforderungen einstellen. Reich wird man bei Work und Travel nicht: Der Verdienst ist je nach Land und Job unterschiedlich und deckt bestenfalls die Kosten der Reise, wie Unterkunft und Essen ab. Wer anfallende Arbeit sieht, gern mit anpackt und offen ist für Neues, ist bei Work and Travel richtig.

Der Zeitpunkt

Ein guter Zeitpunkt sind die Monate nach dem Abi. In der Regel bin ich dann 18 Jahre alt und habe Zeit, mich umzuschauen, bevor der nächste Schritt der Ausbildung ansteht. Natürlich sind auch alle anderen Zeiträume möglich – das ist alles eine Frage der Organisation.

Die Ansprechpartner

Work and Travel ist fast überall möglich. Mit Neuseeland, Kanada, Australien, Japan, Südkorea, Singapur und Hongkong hat Deutschland Abkommen geschlossen, in denen die Rahmenbedingungen für Ferienarbeitsaufenthalte festgelegt sind. Diese Abkommen sind je nach Land unterschiedlich und klären unter anderem Fragen nach Visabedingungen, nach Altersobergrenzen und nach der maximalen Länge des Aufenthalts. Das hilft, wenn ich meinen Aufenthalt selbst organisieren will.

Die Jobs sind leicht übers Internet zu finden. Wer nicht selbst planen möchte, kann sich an Agenturen wenden, die auf Work and Travel spezialisiert sind – die aber natürlich für ihre Dienste bezahlt werden müssen. Dafür bieten sie Sicherheit vor der Abreise: Ich weiß, wo ich unterkomme und ich habe Ansprechpartner, wenn ich zum Beispiel meinen Reisepass verliere. Außerdem kann man mit anderen Reiselustigen in Kontakt treten und Erfahrungen austauschen.

Die Auslandskrankenversicherung

Wenn ich länger als sechs Wochen im Ausland bleiben möchte, brauche ich eine spezielle Krankenversicherung, die mich langfristig und auch während des Jobbens absichert. Weil gesetzliche Krankenversicherungen lediglich für Arzt- bzw. Krankenhausbesuche und Medikamente innerhalb der EU (außerdem Island, Kroatien, Liechtenstein, Mazedonien, Norwegen und Schweiz) zahlen dürfen, bietet die AOK Bayern ihren Versicherten mit dem Tarif „AOK-GesundheitGLOBAL Optimal“ den kompletten Versicherungsschutz für fünf Jahre.

Wer jünger als 30 Jahre ist, zahlt einen besonders günstigen Tarif. Einen Überblick über die Höhe meines Versicherungsbeitrags bekomme ich über den Tarifrechner.

Weiterführende Links

weltweiser.de – Der Bildungsberatungsdienst informiert über Work and Travel und Freiwilligenarbeit sowie über andere Möglichkeiten für einen Auslandsaufenthalt.

auslandsjob.de – Das Portal zu Working Holidays hilft bei der Übersicht. Mit Tests, Checklisten und Programmfinder.

weltwaerts.de – Alle Informationen zum Freiwilligendienst des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, über Bewerbungsmöglichkeiten und Kosten.

internationaler-jugend-freiwilligendienst.de – Alle Infos zum Internationalen Jugendfreiwilligendienst (IJFD).

Die Checkliste für Work and Travel

  • Ist in meinem Reiseland ein Visum erforderlich?
  • Wie lange ist mein Reisepass noch gültig?
  • Welche spezielle Auslandskrankenversicherung ist für mich die richtige?
    Die Mitarbeiter der AOK helfen hier gerne weiter.
  • Brauche ich eine Arbeitserlaubnis?
  • Brauche ich einen internationalen Führerschein?
  • Wie kann ich mein Handy möglichst günstig im Ausland nutzen?
  • Brauche ich eine Auffrischung meiner Impfungen?
    Für manche Länder sind zusätzliche Impfungen erforderlich. Zu den erforderlichen und den empfohlenen Impfungen der verschiedenen Länder gibt es Infos auf den Seiten des Auswärtigen Amtes.

AOK-liveonline: Abenteuer Ausland

Arbeiten im Ausland kann eine wertvolle Erfahrung sein. Doch gerade am Anfang kann es auch zu Stimmungstiefs, Heimweh oder zu einem regelrechten Kulturschock kommen. Die AOK Bayern bietet ihren Versicherten zur Vorbereitung das kostenlose Webinar „AOK-liveonline: Abenteuer Ausland“ an. Sie lernen Strategien für die Eingewöhnungszeit und bekommen Tipps, wie Sie eigene Ressourcen erkennen und mit persönlichen Krisen umgehen.

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