Expertenforum - Dualstudium und Werkstudentenregelung

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Expertenforum

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  • 01
    Dualstudium und Werkstudentenregelung
    Sehr geehrtes Expertenteam, ist es möglich, bei dem selben Arbeitgeber, bei dem man seine praktische Ausbildung im Rahmen eines Dualstudiums absolviert, gleichzeitig eine "Nebenbeschäftigung" im Rahmen der Werkstudentenregelung auszuüben, sofern gewährleistet werden kann, dass die wöchentliche Arbeitszeit von 20,00 Stunden insgesamt nicht überschritten wird? Beim Dualstudium wird eine monatliche Vergütung in Höhe von 360,00 € sozialversicherungspflichtig in allen Zweigen abgerechnet. Vielen Dank!
  • 02
    RE: Dualstudium und Werkstudentenregelung
    Guten Tag,
     
    Teilnehmer an allen Formen von dualen Studiengängen werden durchgängig wie die zur Berufsausbildung Beschäftigten gesehen.
    Hierbei spielt es keine Rolle, ob es sich um ein berufs- und ausbildungsintegrierten Studiengang oder um einen praxisintegrierten Studiengang mit Schwerpunkt in der beruflichen Ausbildung handelt.
    Der Begriff des Teilnehmers an einen dualen Studiengang ist im Gesetz nicht näher beschrieben. Ein duales Studium verbindet die betriebliche Aus- und Weiterbildung oder bisherige Berufstätigkeit mit einem theoretischen Studium an der Hochschule oder Berufsakademie in öffentlicher oder privater Trägerschaft.
    Duale Studiengänge beinhalten anders als herkömmliche Studiengänge neben den theoretischen Lernphasen regelmäßig einen hohen Anteil an Lernphasen in betrieblicher Praxis, der abhängig von Studiengang oder Hochschule variiert. Dabei sind betriebliche Praxis und Studium sowohl organisatorisch als auch auf die Lernprozesse bezogen miteinander verzahnt.
    Zu den weiteren Merkmalen eines dualen Studiums gehören eine vertragliche Bindung, häufig in Form eines Ausbildungs-, Studien-, Praktikanten- oder Arbeitsvertrags zwischen den Studierenden und dem Unternehmen sowie die Zahlung einer Vergütung und/oder die Übernahme etwaiger Studiengebühren durch den Betrieb.
     
    Mehrere Beschäftigungen bei demselben Arbeitgeber werden versicherungsrechtlich als eine Einheit betrachtet. Dabei ist auf den in der Sozialversicherung verwendeten Begriff des Arbeitgebers abzustellen, der einen eigenständigen Inhalt hat. Für die Feststellung, ob ein einheitliches Beschäftigungsverhältnis vorliegt, ist demnach allein zu prüfen, ob Arbeitgeberidentität besteht. Die Art der jeweils ausgeübten Beschäftigung ist dabei unbedeutend; es ist also nicht erforderlich, dass bei einem Arbeitgeber gleiche oder funktionsverwandte Tätigkeiten ausgeübt werden. Arbeitgeber ist hiernach der andere Partner des Arbeitsverhältnisses, also derjenige, der die Dienstleistung vom Arbeitnehmer kraft des Arbeitsvertrages fordern kann, das heißt, zu dem der Arbeitnehmer in einem Verhältnis persönlicher und regelmäßig auch wirtschaftlicher Abhängigkeit steht. Für die Bestimmung des Arbeitgebers ist danach wesentlich, wer die wirtschaftliche und organisatorische Dispositionsbefugnis über die Arbeitsleistung des Arbeitnehmers hat. Das ist in der Regel derjenige, der Vertragspartei ist. Eine Aufspaltung der Arbeitgeberfunktion durch vertragliche Abreden führt nicht zu einer „Verdopplung“ des Arbeitgebers.
     
    Demnach sind 2 Arbeitsverhältnisse bei dem gleichen Arbeitgeber nicht möglich.
     
    Mit freundlichen Grüßen
     
    Ihr Expertenteam
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