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Haut & Allergie

Milien entfernen: So werden Sie die kleinen Knötchen wieder los

Veröffentlicht am:30.11.2023

3 Minuten Lesedauer

Sie sind harmlos und nur ein ästhetisches Problem: Milien – kleine, gutartige Zysten unter der obersten Hautschicht. Welche Ursachen Milien bei Erwachsenen und Babys haben und was Sie dagegen tun können.

Eine junge Frau steht im T-Shirt vor dem Spiegel und begutachtet ihr Gesicht.

© iStock / gradyreese

Was sind Milien?

Milien, auch Hirsekörner genannt, sind stecknadelkopfgroße, gutartige Zysten. Sie liegen unmittelbar unter der obersten Hautschicht, der sogenannten Epidermis, und sind mit Hornsubstanz gefüllt. Sie entwickeln sich in den Kanälen von Schweiß- und Talgdrüsen oder den sogenannten Vellushaarfolikeln. Darunter versteht man das Haut- und Bindegewebe, das die Wurzeln der feinen Körperbehaarung (Vellushaare) umgibt. Milien zeigen sich häufig im Gesicht: auf den Wangen, im Bereich um die Augen und an den Schläfen. Sie treten auch am oberen Rumpf, an den Armen und Beinen oder im Genitalbereich des Mannes, besonders auf der Vorhaut, auf.

Die ein bis drei Millimeter großen Milien stellen nur ein ästhetisches Problem dar. Sie können weder bösartig werden noch sich entzünden.

Je nach Entstehungsweise unterscheiden Hautärzte und Hautärztinnen zwischen primären und sekundären Milien.

Beide Formen treten unabhängig von Geschlecht und Hautfarbe auf. Nur die Sonderform „Milia en plaque“, eine Form der primären Milien, kommt bei Frauen häufiger vor als bei Männern.

Ursachen von primären Milien

Primäre Milien treten spontan ohne erkennbare Ursache auf und können sich bei Menschen jeden Alters entwickeln. Am häufigsten werden sie allerdings bei jungen Erwachsenen und Neugeborenen beobachtet. Milien können auch in großer Menge auftreten (multiple eruptive Milien) oder auf abgegrenzten, geröteten Hautarealen (Milia en plaque). Diese stehen dann meist im Zusammenhang mit genetisch vererbten Hauterkrankungen, sogenannten Genodermatosen.

Ursachen von sekundären Milien

Sekundäre Milien können als Folge einer Hauterkrankung oder einer Hautverletzung entstehen.

Zu den Auslösern gehören:

  • bullöses Pemphigoid (Autoimmunerkrankung der Haut mit Blasenbildung)
  • Dermabrasion (Verfahren zur Abschleifung der Haut)
  • Sonnenbrand oder Hautverbrennung
  • Strahlentherapie
  • Hauttransplantation

Primäre Milien, gerade bei Neugeborenen, können sich in der Regel innerhalb weniger Wochen selbstständig zurückbilden. Sekundäre Milien bleiben bestehen, wenn sie nicht von einem Hautarzt oder einer Hautärztin behandelt werden.

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Mann mit Milien unterm Auge.

© iStock / vchal

Versuchen Sie nicht, Milien selbst zu entfernen. Dadurch können Narben entstehen.

Kann man Milien selbst entfernen?

Milien können wie kleine Pickel auf der Haut aussehen. Wie für Pickel gilt auch für Milien: Drücken Sie nicht an den Unebenheiten herum und behandeln Sie sie nicht mit Werkzeugen oder Hausmitteln. Wenn Sie versuchen, die Milien selbst auszudrücken, können kleine Narben entstehen. In den meisten Fällen klingen die Milien von allein wieder ab. Bei länger bestehenden Milien wenden Sie sich besser an einen Hautarzt oder eine Hautärztin. Mit einfachen chirurgischen Methoden kann er oder sie die Haut behandeln. Durch Anritzen der Milien mit einer Art Skalpell pressen Arzt oder Ärztin das Hornkörnchen heraus. Selbst bei dieser fachgerechten Behandlung können allerdings Narben zurückbleiben. Überlegen Sie sich, ob die Entfernung wirklich nötig ist und lassen Sie sich im Zweifel von Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin beraten. Eine weitere Möglichkeit ist die Anwendung von Salben, die Retinoid (Vitamin A) enthalten. Behandlungsformen wie die Kürettage (Auskratzung), Laserbehandlung, Elektrokauterisation oder Elektrodesikkation (Verödung) versprechen ebenfalls Erfolg.


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