Gesunde Mediennutzung
Doc Felix erklärt, warum ein Handy Detox so gut tut
Veröffentlicht am:09.06.2026
9 Minuten Lesedauer
Mediensucht, FOMO, ständige Erreichbarkeit: Warum nicht das Handy ab und zu mal weglegen? Arzt und Medfluencer Doc Felix gibt Tipps für einen bewussten Medienkonsum und mehr digitale Balance im Alltag.

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Felix Berndt alias Doc Felix
Felix Berndt ist Arzt und Fitnessprofi. Auf Instagram und YouTube begeistert der Hagener als „Doc Felix“ seine Follower und Followerinnen mit Gesundheitstipps.
Die Macht des Handys: Wer hat hier die Kontrolle?
Neulich habe ich mein Handy zu Hause vergessen. Das wäre eigentlich nicht erwähnenswert. Jeder vergisst mal was. Schlüssel, Geld. Aber das Handy?
Ich fühlte mich sofort abgeschnitten vom Leben. So nach dem Motto: Wenn mich keiner erreichen kann, dann gibt es mich quasi gar nicht mehr. Die Aufregung war groß, mein Puls schnellte in die Höhe. Was würde ich alles verpassen?
Ich habe es dann doch gefunden, es war in einer anderen Tasche als gewohnt. Die Erleichterung darüber hat mir allerdings zu denken gegeben. Klar, als Influencer arbeite ich häufig mit dem Smartphone. Und auch privat verliere ich mich schon mal im digitalen Fluss. Aber was gibt diesem Gerät so viel Macht über mich?
FOMO: Woher kommt die Angst, etwas zu verpassen?
Die Angst, etwas zu verpassen! Sie wird seit einiger Zeit mit dem Phänomen FOMO beschrieben – Fear of missing out. Diese Angst beruht auf dem zutiefst menschlichen Bedürfnis nach sozialer Zugehörigkeit. Nicht dazuzugehören, ausgegrenzt zu sein, bedeutete in der Frühzeit eine Gefahr für das Überleben.
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Heute müssen wir nicht mal das Haus verlassen, um Teil einer Gruppe zu sein. Wir chatten, posten, liken die Bilder und Storys unserer „Freundinnen und Freunde”. Am besten sofort, wenn es blinkt. Darum liegt das Handy auch auf dem Tisch, wenn wir essen, uns mit anderen treffen. Auf dem Nachttisch, wenn wir (eigentlich) schlafen wollen.
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Ständige Erreichbarkeit: Warum brauchen wir das?
Weil wir uns gut fühlen wollen. Likes und nette Kommentare führen dazu, dass unser Körper Glückshormone ausschüttet. Davon wollen wir immer mehr.
Aber die ständige Erreichbarkeit und Reizüberflutung tun uns nicht gut. Es fällt uns schwerer, zur Ruhe zu kommen und ausreichend zu schlafen, weil uns das Stresshormon Cortisol in ständige Alarmbereitschaft versetzt. Wird der Stress chronisch, kann er sogar zu depressiven Verstimmungen führen.

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Handy Detox: Wie gelingt ein bewusster Medienkonsum?
So schlimm ist es bei dir gar nicht? Du fühlst dich nur irgendwie unausgeglichen? Mein Tipp: einfach mal abschalten. Denn oft merken wir erst, dass uns die Dauerkommunikation mit dem Bildschirm stresst und wir uns trotz Chats und Likes einsam fühlen, wenn wir innehalten. Der Weg raus aus diesem Teufelskreis führt mich über einen bewussten Medienkonsum und auch mal eine medienfreie Zeit.
Ich lasse das Handy jetzt ab und zu bewusst zu Hause. Zugegeben, am Anfang war das gar nicht so leicht. Da klopfte ich öfter mal auf die Hosentasche. Aber inzwischen kann ich es richtig gut genießen, ganz entspannt spazieren zu gehen. Oder mich mit Freunden zu treffen und ohne Ablenkung zu unterhalten. Und ohne Angst, etwas zu verpassen – ich antworte dann einfach später.
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