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Arbeitgebermagazin

Gesund führen

Schluss mit „9 to 5“

Veröffentlicht am:09.10.2026

5 Minuten Lesedauer

Menschen sind zu unterschiedlichen Zeiten leistungsfähig. Für das Softwareunternehmen awork sind flexible Arbeitszeiten deshalb ein fester Teil der Unternehmensphilosophie.

Drei Mitarbeitende sitzen gut gelaunt nebeneinander an einem Tisch und schauen gemeinsam auf einen geöffneten Laptop.

© awork

Beste Arbeit leisten

Arbeit sollte Spaß machen: Das ist einer der Grundsätze von awork. Das Hamburger Softwareunternehmen entwickelt ein Projektmanagement-Tool, das die Zusammenarbeit von Teams verbessert. Und legt auch im eigenen Unternehmen Wert darauf, dass sich die mehr als 50 Mitarbeitenden wohlfühlen.

Dazu gehört, dass sie dank flexibler Arbeitszeiten so arbeiten können, wie es zu ihrem Rhythmus und zum Unternehmen passt. „Ich glaube daran, dass Menschen ihre beste Arbeit leisten, wenn sie zu den für sie sinnvollen Zeiten arbeiten können“, sagt Geschäftsführer Tobias Hagenau. „Manche sind schon frühmorgens, andere erst ab dem späten Vormittag produktiv. Diese individuellen Leistungskurven zu respektieren, war uns von Anfang an wichtig.

Flexibilität

Wenn die Stelle es erlaubt, muss sich bei awork niemand für seine Arbeitszeiten rechtfertigen. Nur wenige Teammitglieder sind ausgeprägte Lerchen oder Eulen und beginnen vor 8 Uhr oder arbeiten regelmäßig bis spät in die Nacht. Etwa 90 Prozent des Teams arbeiten in einem groben Zeitfenster von 10 bis 17 Uhr. Innerhalb dieser Zeitspanne gibt es aber individuelle Präferenzen: Manche starten früher, andere später.

„Ob jemand um 7 Uhr oder um 11 Uhr beginnt, spielt für uns keine Rolle. Solange die Arbeitsergebnisse stimmen und Teamabläufe nicht blockiert werden, respektieren wir individuelle Präferenzen“, sagt Hagenau. Auch Arzttermine während der Arbeitszeit oder längere Mittagspausen sind möglich, wenn andere Teammitglieder, die das eventuell betrifft, darüber informiert werden.

„Solange die Arbeitsergebnisse stimmen und Teamabläufe nicht blockiert werden, respektieren wir individuelle Präferenzen.“

Tobias Hagenau, Geschäftsführer des Softwareunternehmens awork

Tobias Hagenau
Geschäftsführer des Softwareunter-nehmens awork

© awork

Vertrauen

Die Flexibilität funktioniert, weil die Unternehmenskultur bei awork auf Vertrauen baut und es klare Rahmenbedingungen gibt. „Wir lassen unsere Mitarbeitenden eigenverantwortlich über ihre Arbeitszeit entscheiden. Sie wissen aber, dass die Teamarbeit funktionieren muss, dass bestimmte Termine eingehalten werden müssen und die individuelle Arbeitszeit nicht dazu führen darf, dass Projekte ins Stocken geraten“, so Hagenau. Feste Meeting-Zeiten und Kommunikationsrichtlinien stellen sicher, dass trotz unterschiedlicher Arbeitsrhythmen eine effektive Zusammenarbeit möglich ist.

Verlässlichkeit

Das Team nutzt verschiedene Tools für die Zusammenarbeit. Wann Nachrichten gelesen und beantwortet werden müssen und wann nicht, ist klar definiert. „Wir erwarten explizit keine 24/7-Verfügbarkeit“, sagt Hagenau. Zudem gibt es regelmäßige Teammeetings, gemeinsame Präsenztage sowie quartalsweise mehrtägige Events vor Ort, bei denen das ganze Team zusammenkommt.

„Diese Termine stehen lange im Voraus fest und sind fix in allen Kalendern eingeplant. Das schafft Verlässlichkeit, die flexible Arbeitszeiten erst wirklich funktionieren lässt. Es ist also nicht so, dass wir das einfach laufen lassen. Wir investieren aktiv in das System“, sagt Hagenau.

Teamgefühl

Und das lohnt sich. Die Zufriedenheit und Produktivität im Team sind durchweg hoch. Hagenau ist überzeugt, dass die zeitliche Flexibilität dazu einen wesentlichen Beitrag leistet. Und er beobachtet noch einen weiteren Effekt: „Wer die Freiheit hat, seine Arbeitszeiten selbst zu gestalten, akzeptiert auch, in besonders intensiven Projektphasen oder Notfällen außerhalb seiner präferierten Zeiten einzuspringen.“

„Gegenseitige Flexibilität“ nennt der Arbeitgeber das. Und weiß: Der Ansatz kann das Teamgefühl erheblich stärken. „Statt einer Stechuhr-Mentalität entsteht eine Kultur, in der alle am gleichen Strang ziehen. Ich glaube, dass das zu einer höheren intrinsischen Motivation führt: Menschen arbeiten nicht für die Uhr, sondern für den gemeinsamen Erfolg.“

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