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Arbeitgebermagazin

Gesund führen

Wieder da sein

Veröffentlicht am:31.03.2026

4 Minuten Lesedauer

Zurück im Job: BEM hilft beim Wiedereinstieg nach Krankheit. Individuell, nachhaltig – sowie mit Blick auf Mensch und Unternehmen.

In einem Produktionsbetrieb. Eine Kollegin erläutert einer anderen etwas an einem Monitor.

© Brigitte – stock.adobe.com

Immer individuell

Zurück nach langer Erkrankung: Mit der ganzen Geschichte im Rücken und manchmal viel Unklarheit. Betriebliches Eingliederungsmanagement (BEM) klingt da erst mal nach einer klaren Sache.

Doch für viele Unternehmen ist die Umsetzung eine echte Herausforderung. Das liegt vor allem daran, dass es keine festen Abläufe gibt. Jedes Verfahren ist individuell zu entwickeln und an den jeweiligen Einzelfall anzupassen.

Bedürfnisse miteinander verbinden

Hinzu kommen sensible Themen wie Vertrauen und Datenschutz. Mitarbeitende müssen das Gefühl haben, dass ihre Gesundheit nicht gegen sie verwendet wird. Zugleich stehen Arbeitgeber vor der Aufgabe, betriebliche Interessen und individuelle Bedürfnisse miteinander zu verbinden.

Auch die Rollenverteilung ist nicht immer eindeutig: Wer führt die Gespräche, wer sitzt mit am Tisch, wie weit reicht die Verantwortung von Führungskräften?

Daten und Fakten

Auf 54 % und damit um 14 % ist die Verbreitung des BEM von 2018 bis 2024 in allen Betriebsgrößen und Wirtschaftsbereichen angestiegen. Nach wie vor wird BEM eher in gesundheitsorientierten Betrieben angeboten.

Quelle: IBB/BAuA-Erwerbstätigenbefragung 2024.

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Zeit statt starre Muster

Besonders anspruchsvoll wird es, wenn gesundheitliche Einschränkungen dauerhaft bestehen oder Teamkonflikte hineinspielen. Dann braucht es Fingerspitzengefühl, klare Kommunikation und oft auch externe Unterstützung.

Die AOK steht Arbeitgebern in diesen Situationen mit Rat und Tat zur Seite.

BEM verlangt Zeit, Aufmerksamkeit und die Bereitschaft, über starre Muster hinauszugehen. Genau das zahlt sich aus – für die Gesundheit der Mitarbeitenden und für die Zukunftsfähigkeit des Unternehmens.

BEM dient der Gesundheitsförderung und sichert die Arbeitsfähigkeit. Es ist ein wichtiger Teil des Betrieblichen Gesundheitsmanagements.

  • BEM ist weit mehr als eine gesetzliche Pflicht – es kann eine Investition in die Mitarbeitenden und in die Zukunftsfähigkeit der Unternehmen sein.
  • Mit BEM kann man Beschäftigten nach Krankheit gezielt helfen, ihre Arbeitsfähigkeit zu sichern, und gleichzeitig können die Betriebe dadurch Fachkräfte halten, Motivation fördern und Kosten durch Ausfallzeiten reduzieren.
  • So wird BEM zu einem echten Erfolgsfaktor für Gesundheit und Wettbewerbsfähigkeit.

Gut wieder ankommen

Jedes gut begleitete BEM schafft Vertrauen und oft neue Perspektiven für alle Beteiligten.

Denn statt ums Zurückkommen geht es eigentlich um ein Ankommen unter guten, gesundheitsförderlichen Bedingungen.

Checkliste: Erfolgsfaktoren für ein wirksames BEM

  • Einladung transparent formulieren

    Betonen Sie Freiwilligkeit, so bauen Sie Vertrauen auf.

  • Datenschutz konsequent sichern

    Führen Sie BEM-Unterlagen strikt getrennt von der Personalakte und erklären Sie den Beschäftigten, wie die Daten geschützt werden.

  • Beteiligte bewusst auswählen

    Klären Sie vorab, wer zwingend dazugehört. Meist reicht eine kleine Runde aus Personal, Führungskraft und ggf. Betriebsrat.

  • Individuelle Lösungen entwickeln

    Fragen Sie nach Belastungen und Ressourcen und erarbeiten Sie gemeinsam passgenaue Schritte.

  • Nachverfolgung fest einplanen

    Legen Sie Folgetermine fest und prüfen Sie regelmäßig, ob die vereinbarten Maßnahmen wirken. So kann das BEM gelingen.

So unterstützt die AOK Baden-Württemberg

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