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Kostenübernahme Bei Schwangerschaftsabbruch

Hallo!

Ich habe eine Frage bzgl. der Kostenübernahme eines Schwangerschaftsabbruch.

Ich bin ganz ehrlich und gebe zu dass ich des öfteren meine Pille vergessen habe einzunehmen. 

Jetzt bin ich schwanger und möchte zum dritten Mal abtreiben.

Wird das nochmal übernommen oder muss ich selbst dafür aufkommen?

Aktuell beziehe ich Hartz IV.

 

Hallo Samira,

 

ein Schwangerschaftsabbruch auf Verlangen der schwangeren Frau ist unter folgenden Voraussetzungen zulässig: Sie müssen sich der gesetzlich vorgeschriebenen Beratung unterzogen haben und die Beratung muss durch Bescheinigung einer anerkannten Beratungsstelle bestätigt sein. Der Eingriff darf frühestens am 4. Tag nach dem Tag vorgenommen werden, an dem die Beratung abgeschlossen wurde. Er muss von einer Ärztin oder einem Arzt bis zum Ende der 12. Woche nach der Empfängnis durchgeführt werden. Unerheblich ist, ob früher schon einmal - wie in Ihrem Falle - ein Schwangerschaftsabbruch vorgenommen wurde.

 
Bezgl. der Kosten des Schwangerschaftsabbruchs verhält es sich so, dass bei einem geringen eigenen Einkommen (derzeit 1.053 € netto; für jedes im Haushalt lebende Kind erhöht sich die Grenze um 249 €, ebenso bei Mietbelastungen von mehr als 309 €, maximal bis 309 Euro), Sie einen Antrag auf Kostenübernahme stellen können. Die Kosten werden von dem Bundesland, in dem Sie leben, übernommen, den Antrag müssen Sie jedoch bei Ihrer Krankenkasse stellen.

Wenn Sie Hartz IV beziehen, sollte dies der Weg sein, den Sie beschreiten können. 

 

Aber vielleicht möchten Sie für sich einmal überlegen, was Sie zukünftig anders machen können, um ungewollte Schwangerschaften zu vermeiden.

 

Wir wünschen Ihnen alles Gute!

 

Mit freundlichen Grüßen
Ihr Expertenteam der AOK

Hallo, ich wollte fragen, ob die AOK eine Kostenübernahme bei einem  Schwangerschaftsabbruch übernehmen würde.Ich bin zurzeit 17 und mache mein Abi, weswegen ich diese Verantwortung noch nicht tragen kann. Es würde mich zu sehr ablenken und ich verdiene ja selbst auch noch kein Geld.

Gibt es bei diesem Fall vielleicht eine mögliche Übernahme der Kosten?

Ich will das Kind nicht austragen und die Kosten des Abbruches sind auch leider mehr als ich mir leisten kann.

Hallo Natalie,

 

erst einmal herzlich willkommen hier im Forum!


Zu Ihrer Anfrage: da Sie über kein eigenes Einkommen verfügen, werden die Kosten für einen Schwangerschaftsabbruch von dem Bundesland, in dem Sie leben, übernommen. Den Antrag dafür müssen Sie vor dem Abbruch bei Ihrer Krankenkasse stellen.

Ihr behandelnder Arzt bzw. Ihre Ärztin, die den Eingriff vornehmen soll, benötigt
vorab die schriftliche Zusage.
Wichtig ist des weiteren zu wissen, dass Sie sich vor dem Eingriff der
gesetzlich vorgeschriebenen Beratung bei einer anerkannten
Schwangerschaftsberatungsstelle (z.B. pro familia-Einrichtung) unterzogen haben müssen und eine Bescheinigung über die durchgeführte Beratung vorliegen muss.
Der Eingriff darf dann frühestens am 4. Tag nach dem Tag vorgenommen werden, an dem die Beratung abgeschlossen wurde. Er muss von einer Ärztin oder einem Arztbis zum Ende der 12. Woche nach der Empfängnis durchgeführt werden.


Wir wünschen Ihnen alles Gute für die Zukunft und bitte wenden Sie sich gerne
erneut an uns, wenn weitere Fragen aufkommen!

 

Mit freundlichen Grüßen
Ihr Expertenteam der AOK

Wie stellt man denn so einen Antrag?

Hallo Natalie,

 

um den Antrag zu stellen gehen Sie bitte persönlich in Ihr AOK-Servicecenter. Nehmen Sie auch Ihre AOK-Card mit, um sich auszuweisen. Sprechen Sie dort an, dass Sie einen Antrag auf Kostenübernahme für einen Schwangerschaftsabbruch stellen wollen. Dann wird die dortige Kundenberaterin den Antrag für Sie vorbereiten.

 

Mit freundlichen Grüßen
Ihr Expertenteam der AOK

Hallo Expertenteam,

wie lange dauert es denn, bis der Antrag auf Kostenübernahme genehmigt wird?

Ich bin Studentin und habe kein eigenes Einkommen. Daher gehe ich davon aus, dass mein Antrag genehmigt wird.

LG

Christina

Hallo Christina,

herzlich willkommen hier im Forum! Vorab einige grundlegende Informationen zum Thema Schwangerschaftsabbruch, die Sie aus unserer Sicht wissen sollten.

Nach den gesetzlichen Regelungen ist ein Schwangerschaftsabbruch

in Deutschland straffrei möglich in drei Fällen: nach der Beratungsregel, mit medizinischer Indikation oder mit kriminologischer Indikation. Ein Schwangerschaftsabbruch nach der Beratungsregel findet in Deutschland in der Mehrzahl der Fälle statt. Dazu müssen folgende Voraussetzungen erfüllt sein:

• Seit der Befruchtung dürfen nicht mehr als zwölf Wochen vergangen sein

• Sie haben die gesetzlich vorgeschriebene Beratung gemacht unddie entsprechende Beratungsbescheinigung von einer anerkannten Schwangerenberatungsstelle erhalten

• Der Abbruch erfolgt frühestens am vierten Tag nach Abschlussder Beratung

• Der Abbruch wird von einer Ärztin oder einem Arzt durchgeführt.

Wir vermuten, dass Sie bislang noch keine Beratungsstelle aufgesucht haben, richtig? Dort erhalten Sie auch wertvolle Informationen zu Unterstützungsmöglichkeiten, falls Sie sich doch entschließen sollten, das Kind auszutragen. Eine Übersicht von Beratungsstellen finden Sie unter http://www.familienplanung.de. Die Beratung ist kostenlos.

Was Sie für die Kostenübernahme für den Schwangerschaftsabbruch tun müssen:

• Die Kostenübernahme muss vor dem Schwangerschaftsabbruch beantragt werden. Rückwirkend werden keine Kosten übernommen
• Die Kosten übernimmt das Bundesland, in dem sie wohnen; den Antrag stellen sie über ihre gesetzliche Krankenkasse, in diesem Falle Ihre AOK.
• Sie können das Formular telefonisch bei Ihrer AOK anfordern und dann ausgefüllt zurückschicken. Um Zeit zu sparen, können Sie sich die Bescheinigung auch persönlich in einer Filiale der AOK aushändigen lassen
• Die Kostenübernahmebescheinigung geben Sie dem Arzt / der Ärztin, die den Abbruch vornehmen wird.

Die Antragsbewilligung erfolgt schnell, das ist ja auch notwendig, um die oben genannten Fristen zu wahren.

Wir hoffen, wir haben Ihnen mit diesen Informationen schon einmal etwas weiter helfen können. Melden Sie sich gerne wieder, wenn Sie weitere Fragen haben.

Alles Gute für Sie!

Mit freundlichen Grüßen
Ihr Expertenteam der AOK

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