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Brustfehlanlage Mikromastie - Informationen für die vorgehensweise einer kostenübernahme.

Hallo liebes Aok-Team,

ich leide seit meiner Jugendzeit an  an einer Brustfehlanlage  Mikromastie. Lange Zeit dachte ich erst das sich diese durch Gewichtszunahme  , gezielten Sport für die Brustmuskulatur  oder einfach durch zunehmendes Alter korrigieren  lässt.Auch nach 2 Schwangerschaften und vorher  längere Hormoneinnahme durch Anti Babypillen  sind meine Brüste weiterhin stark  unterentwickelt.

Auch habe ich eine Tiefenpsychologische therapie  abgeschlossen um auch mit mein Selbstbewusstsein zu stärken.Leider ist jedoch diese Fehlstellung so ausgeprägt bei mir das dies auch entstellend  wirkt. Dies schränkt mich  weiterhin  sehr in meiner Lebensqualität  ein. So das Schwimmbad  oder Sauna besuche nicht möglich sind, da dies ein Triggern von damaligen hänseleien  durch meine Oberweite im Jugendalter / Schulzeiten hervorruft. Die angst mich im oberen  bereich etwas mehr  zu entkleiden  begleitet  mich seit meiner Jugendzeit.

Da es mir  leider  nicht  möglich ist  für die Kosten einer  Operation / korrektur  aufzukommen.Würde ich mich gern bei Ihnen erkundigen was es da für möglichkeiten  der Kostenübernahme / zuschuss gibt ? An welche Ärzte muss ich mich wenden ? Was werden für Unterlagen zur Begutachtung  benötigt  ? 

Ich würde mich  sehr  über Ratschläge und weitere Informationen  zur vorgehensweise freuen. 

 

Lg 

Hallo DeepFlower,

da die Unterentwicklung der Brust primär ein optisches Problem für die Betroffenen darstellt, dadurch aber kein Schaden oder keine Beeinträchtigung der Körperfunktionen entsteht und es sich daher um einen rein kosmetischen Eingriff handelt, werden die Kosten für die kosmetische Korrektur  einer Mikromastie in der Regel nicht von der Krankenkasse übernommen. Krankenversicherungen übernehmen die Kosten für eine Brust-OP nur dann, wenn die Operation medizinisch notwendig ist.

Wir können Ihnen daher nicht viel Hoffnung bzgl. einer Kostenübernahme machen, nichtsdestotrotz können Sie es natürlich versuchen. Notwendig wäre dafür eine Stellungnahme bzw. Indikationsstellung Ihrer behandelnden Frauenärztin oder Ihres Frauenarztes, die die Notwendigkeit der Brust-Op bestätigen. Auch ein Gutachten Ihres Psychotherapeuten kann hilfreich sein. Diese Gutachten können Sie bei Ihrer AOK einreichen. Wahrscheinlich wird dann als unabhängige begutachtende Stelle der MDK, das ist der medizinische Dienst der Krankenkassen, herangezogen.

Alles Gute für Sie!

Mit freundlichen Grüßen

Ihr Expertenteam der AOK

Vielen  dank  für Ihre Antwort ...

 

was ich nicht  verstehe warum bekommen dann aber Transsexuelle  Menschen eine Brust Op bezahlt  ?! Ich meine auch hier besteht eig  kein Gesundheitliches  problem  oder risiko  wenn diese keine Brust haben oder ?

Schade das bei "echten" Frauen  die keine  Brust haben leider dies als kosmetischen Eingriff gesehen wird während andere, nur weil diese sich für ein anderes  Geschlecht  entscheiden  dies bezahlt wird wo bleibt da die gleichberechtigung  ??

Lg 

Hallo DeepFlower,

wir können nachvollziehen, dass Sie sich benachteiligt führen. Dennoch ist die Lebenssituation, in der sich ein transsexueller Mensch befindet, eine nicht vergleichbare. Ebensowenig die einer Frau, der im Rahmen einer Brustkrebsbehandlung die Brüste amputiert werden müssen, und danach eine durch die Krankenkasse finanzierte Brustrekonstruktion erfolgen kann. Auch die Kostenübernahme für eine Perücke, wenn im Ramen einer Chemotherapie die Haare ausfallen, ist ja etwas, was nicht zwingend zum Überleben notwendig ist, trotzdem würde dies niemand in Frage stellen.

In besagten Fällen ist die Ausgangslage jeweils eine Erkrankung. Sie hingegen sind gesund, auch wenn Sie sich nicht gut fühlen und einen Leidensdruck verspüren. 

Wir hoffen, Sie können diese Hintergründe etwas nachvollziehen.

Mit freundlichen Grüßen

Ihr Expertenteam der AOK

Mir geht es ja auch  nicht  um Brustkrebspatienten ..das diese  alle möglichen behandlungen /angleichungen bekommen  ist und sollte selbstverständlich  sein. Darum ging  es mir  auch  nicht.

 

Ich finde es nur schade  das Transsexuelle  Menschen  in vielen fällen eine Brust Op bezahlt  bekommen.Nur weil diese sich eben "freiwillig " für ein anderes Geschlecht  entscheiden  und echte Frauen die "unfreiwillig"  an einer Brustfehlanlage  leiden keine unterstützung bekommen.Wo bleibt  da die gerechtigkeit? 

Den streng genommen sind eig Brüste auch bei  Transsexuellen Menschen ja nicht  "zwingend  zum überleben Notwendig" oder hier anscheinend  doch ? 

Hallo DeepFlower,

wir möchten Ihre Meinung unkommentiert stehen lassen, es ist Ihre Sicht auf die Dinge.

Eine Diskussion über Gerechtigkeit zu führen ist nicht Aufgabe dieses Forums; hier geht es vielmehr darum, zu Fragen von Partnerschaft und Sexualität zu beraten. 

Die Entscheidung darüber, welche Patienten mit welchen Diagnosen welche Leistungen der Krankenversicherung erhalten können, ist Ergebnis eines jeweils komplexen Beratungsprozesses. 

Das macht der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA). Er besteht aus unparteiischen Mitgliedern, Vertretern der Krankenkassen und sogenannten Leistungserbringern.

Sie alle entscheiden gemeinsam darüber, welche Untersuchungs- und Behandlungsmethoden als vertragsärztliche Leistung erbracht und damit von den Kassen bezahlt werden dürfen.

Mit freundlichen Grüßen

Ihr Expertenteam der AOK

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