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Zahnpflege: So bleiben Ihre Zähne schön und gesund

Das Geheimnis eines strahlenden Lächelns liegt in einem gesunden Gebiss. Damit Sie möglichst lange Freude an Ihren Zähnen haben, kommt es vor allem auf zwei Dinge an: regelmäßige Besuche beim Zahnarzt und die richtige Zahnpflege. Mit unseren Tipps halten Sie Ihre Zähne perfekt in Schuss.

Zähne putzen – wann und wie oft

Katja Kühler, Beratungszahnärztin der AOK
Katja Kühler, Beratungszahnärztin der AOK

Wer seine Zähne zweimal täglich putzt, macht schon mal viel richtig. „Am besten nach dem Frühstück und dem Abendessen“, empfiehlt Katja Kühler, Beratungszahnärztin der AOK. Nur mit der Bürste lässt sich der größte Teil des Zahnbelags entfernen, der auch Plaque genannt wird. Er entsteht aus Nahrungsresten und Speichel und ist für viele Erkrankungen der Zähne und des Zahnfleischs verantwortlich.

Sanfte Reinigung schont das Zahnfleisch
Reinigen Sie Ihre Zähne gründlich, etwa drei Minuten pro Putzvorgang. Vergessen Sie dabei eventuell vorhandene Kronen oder Brückenglieder nicht. Welche Putztechnik die richtige ist, hängt unter anderem vom Zustand der Zähne und des Zahnfleischs ab. Sprechen Sie dazu Ihren Zahnarzt an. In jedem Fall gilt: Seien Sie sanft zu Ihrem Gebiss. „Zu starker Druck mit der Bürste kann zum Beispiel das Zahnfleisch verletzen und letztlich die Zahnsubstanz am Zahnhals verstärkt abtragen“, warnt die Expertin. Hilfreich sind elektrische Zahnbürsten. Manche geben ein Warnsignal, wenn der Druck zu stark ist.

Zahnbürste und Zahnpasta

Zahnfleischentzündungen, sich zurückbildendes Zahnfleisch, Schmerzen an Zähnen oder im Kiefer sollten immer ernst genommen werden. Oft lassen Schmerzen zeitweise wieder nach, obwohl die Ursache nicht beseitigt wurde. Der regelmäßige Zahnarztbesuch ist deshalb ein Muss. Nur der Experte erkennt Probleme und kann wirksam gegensteuern. Bei älteren Füllungen kann es zum Beispiel notwendig sein, diese zu erneuern, weil sie defekt sind oder neue Karies hinzugekommen ist. Freiliegende Zahnhälse bei Parodontose führen oft zu Schmerzen bei der Berührung mit Heißem oder Kaltem. Auch in diesem Fall kann der Zahnarzt helfen.

„Das spielt keine entscheidende Rolle“, meint Katja Kühler. Wichtig ist vielmehr, dass die Borsten abgerundet und nicht zu hart sind. Eine mittelharte Zahnbürste ist ideal. Sie empfiehlt, regelmäßig einen Blick auf den Bürstenkopf zu werfen. Wenn die Borsten abstehen, ist Ersatz fällig. Mit der Zeit lässt bei jeder Bürste die Reinigungswirkung nach und Keime vermehren sich. „Nach sechs bis acht Wochen darf es deshalb ruhig eine neue sein.“

Zahncremes sollten Fluorid enthalten, zum Beispiel in Form von Natriumfluorid oder Aminfluorid. „Das stärkt den Zahnschmelz und beugt Karies vor“, sagt die Zahnärztin. Dabei sollte der Fluoridgehalt dem Alter angepasst sein. Zahncremes für Kinder ab dem Schulalter, Jugendliche und Erwachsene enthalten 1.000 bis 1.500 ppm Fluorid. Für jüngere Kinder raten Experten zu Produkten mit bis zu 500 ppm.

Seit einiger Zeit gibt es auch schwarze Zahncremes, die Aktivkohle enthalten. Das Versprechen: Aktivkohle soll Beläge und Verfärbungen besser lösen, weil es Schadstoffe binden kann. Experten sind aber skeptisch, ob das bei Zahnpasta funktioniert. „Bislang sind die Hersteller wissenschaftliche Beweise schuldig geblieben“, kritisiert die Zahnärztin.

Auch von Zahncremes, die statt Fluorid Hydroxylapatit enthalten, raten Experten ab, da wissenschaftliche Beweise für die Wirksamkeit fehlen. Verbraucher sollten sich nicht verunsichern lassen. Fluorid hat sich in der Kariesvorbeugung seit Langem bewährt. Es ist in den Konzentrationen, die sich über Zahncreme und andere Quellen wie Speisesalz aufnehmen lassen, absolut unbedenklich.

Weil Zähneputzen nicht reicht: Zahnseide und Interdentalraumbürsten

Zahnbelag hat besonders zwischen den Zähnen ein leichtes Spiel, wo selbst die beste Zahnbürste passen muss. Reinigen Sie deshalb täglich auch die Zahnzwischenräume mit Zahnseide oder Interdentalraumbürsten. Die Bürsten gibt es in verschiedenen Größen, sie eignen sich vor allem für breitere Zahnzwischenräume. Den gleichen Zweck erfüllt sogenannte Superfloss-Zahnseide. Gewachste Zahnseide schont das Zahnfleisch. Wofür Sie sich auch entscheiden: Wichtig ist, dass Sie gut damit zurechtkommen.

Interdentalraumbürsten zur Pflege der Zahnzwischenräume – Shutterstock 573754087 @ Olga Popova

Weißere Zähne durch Zähne putzen – geht das?

Kaffee, Tee, Tabak, Rotwein und andere Lebensmittel enthalten Pigmente, die sich auf der Zahnoberfläche ablagern und so für unschöne Flecken sorgen. Spezielle Weißmacher-Zahncremes können diese Verfärbungen zwar besser lösen, Zahnärzte raten dennoch davon ab. „Diese Cremes enthalten besonders viele Schleifstoffe, die die Zahnoberfläche anrauen. Dadurch entsteht wieder mehr Angriffsfläche für neue Ablagerungen“, erklärt Katja Kühler. Besonders Menschen mit freiliegendem Zahnhals sollten die Finger von Weißmacher-Zahncremes lassen. Wunder sind von diesen Produkten nicht zu erwarten, denn die Cremes können die Zähne nicht heller machen, als sie von Natur aus sind.

10 Dinge zur Zahnpflege, die Sie sonst noch wissen sollten

  • Mundspülungen pflegen aufgrund ihrer Inhaltsstoffe vor allem das Zahnfleisch und beugen somit Zahnfleischentzündungen vor. Sie können das Zähneputzen aber nicht ersetzen und sind meist für Kinder ungeeignet. Mundspülungen mit Alkohol bringen keinen zusätzlichen Nutzen.
  • Zuckerfreie Kaugummis unterstützen ebenfalls die Zahnpflege, da sie den Speichelfluss anregen.
  • Besonders wenn’s blutet: Verzichten Sie auch bei Zahnfleischbluten nicht aufs Putzen. Das Bluten ist ein Anzeichen, dass Ihr Zahnfleisch entzündet ist – eine Folge von Zahnbelag. Und genau der muss weg. Am besten zusätzlich noch Zahnseide verwenden. Wenn das Zahnfleischbluten trotz Mundhygiene nicht verschwindet, sprechen Sie Ihren Zahnarzt darauf an.
  • Nach dem Zähneputzen nicht zu kräftig ausspülen. Wer zu stark spült, schwemmt das zahnschützende Fluorid der Zahncreme wieder aus.
  • Obst ist zwar gesund, aber für Zähne bedeutet es Stress. Der darin enthaltene Fruchtzucker trägt zur Plaquebildung bei und die Fruchtsäure greift den Zahnschmelz an. Tipp: Nach dem Obstessen den Mund mit Wasser ausspülen.
  • Viele Käsesorten haben einen positiven Effekt auf die Zahngesundheit. Sie führen dem Zahnschmelz herausgelöste Mineralien wieder zu. Außerdem enthält Käse, wie alle anderen Milchprodukte auch, Kalzium. Ein Mineral, das den Zahnschmelz stärkt.
  • Zucker ist der größte Feind der Zähne – aber wer will schon auf ihn verzichten? Tipp: Lieber einmal am Tag den Heißhunger auf Süßes stillen, als den ganzen Tag über immer wieder naschen.
  • Rauchen schadet auch den Zähnen. Nikotin verschlechtert die Durchblutung des Zahnfleisches. Folge: Es ist anfälliger für Parodontitis und geht bei dauerhaften Entzündungen zurück. Die Stabilität der Zähne kann dadurch verloren gehen.
  • Medikamente können ebenfalls die Zähne angreifen. Deshalb immer Medikamente mit Wasser einnehmen und bei regelmäßigem Gebrauch anschließend die Zähne putzen.
  • Regelmäßig zur Kontrolle: Auch wenn Sie Ihre Zähne optimal pflegen und keine Schmerzen verspüren, sollten Sie Ihr Gebiss mindestens einmal im Jahr vom Zahnarzt kontrollieren lassen. Viele Probleme erkennt nur der Experte. Er kann rechtzeitig mit wirksamen Methoden gegensteuern.
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