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Keine Lust Auf Sex Lässt Meine Ehe Langsam Zerbrechen

Hallo,

mein Mann und ich haben folgendes Problem:

wir sind seit 17 Jahren zusammen und seit 11 Jahren verheiratet. Als Patchwork haben wir 4 Kinder (19,17,13,10). Seit ca. 14 Jahren haben wir Schwierigkeiten im sexuellen Bereich, da ich immerweniger Lust habe. Anfangs hat mein Mann bewusst die Schuld auf mich geschoben. Ich war bei verschiedenen Therapeuten, was ich aber schnell wieder abgebrochen habe. Außerdem hat mein Mann oft gedrängelt und ich habe jeweils nach einer Ablehnunng doch mitgemacht, um wieder Harmonie herzustellen oder aus schlechtem Gewissen, ihm gegenüber. Seit ca. 2 Jahren haben wir es ganz konkret zum Thema gemacht, waren auch gemeinsam bei einem Therapeuten. Wir kommen aber absolut nicht vorwärts.

Ich habe grundsätzlich schon Lust auf Sex (mit mir selbst oder auch in meiner Phantasie z.B. mit einem Kollegen), nur leider wehrt sich mein kompletter Körper, wenn mein Mann mich berührt. Kuscheln und in den Arm nehmen mag ich gerne, aber sobald seine Hand "kritische" Stellen berührt, versteiner ich.

Im Alltag passen wir sehr gut zusammen, haben die gleiche Vorstellung von Freizeit, Kindererziehung, Finanzen und Haushaltsführung. Aber meine Unlust zerstört unsere Nähe. Es hat sich ein riesen Druck aufgebaut und unsere Gespräche drehen sich im Kreis.

Könnt ihr mir bzw. uns vielleicht helfen?

Ganz liebe Grüße, Katja

Hallo Katja,

 

erst einmal herzlich willkommen hier im Forum! Gerne möchten wir versuchen näher auf Ihr Anliegen einzugehen.

 

Wenn wir Ihre Schilderung richtig verstehen, dann sind die Gefühle der sexuellen Lustlosigkeit schon seit vielen Jahren Bestandteil Ihrer beider Beziehung . Sie haben verschiedene Versuche unternommen, um sich Hilfe zu holen. Sie schreiben auch, dass Sie bei mehreren Therapeuten waren, zuletzt auch mit Ihrem Mann gemeinsam. Trotzdem kommen Sie aus Ihrer Sicht nicht „vorwärts“. Nichtsdestotrotz werden Sie jedoch bei den verschiedenen Therapieversuchen einiges über sich und ihrer beider Beziehungsdynamik in Erfahrung gebracht haben, oder? Was sind bislang Ihrer beider Erkenntnisse zum Thema „Lustlosigkeit“? Was haben Sie vielleicht daraufhin miteinander versucht auszuprobieren?

 

Was vermuten Sie, was sind die Dinge, die ein „vorwärts“, einen anderen Zugang zueinander behindern? Was bremst und blockiert? Was haben Sie im Rahmen der Gespräche erfahren, was wichtig für Sie wäre?

 

Es wäre schön, wenn Sie hierauf noch näher eingehen könnten, damit wir auch wirklich genau auf Sie eingehen können.

 

Mit freundlichen Grüßen
Ihr Expertenteam der AOK

Hallo, danke schön, für die schnelle Antwort.

wir haben schon beide viel über uns gelernt und auch über den jeweils anderen. Ich kann für mich zum Beispiel sagen, dass ich deutlich selbstbewußter geworden bin und nicht immer nur "mitmache", um meinem Mann einen Gefallen zu tun, selbst aber darunter leide.

Wir sind uns beide auch sicher, dass wir einander schätzen und lieben.

Allerdings macht genau das die Situation so schwierig... Sex gehört nunmal grundsätzlich dazu. Nur, dass ICH mir recht sicher bin, keine leidenschaftlichen Gefühle mehr zu empfinden (ihm gegenüber). Auch nicht in naher Zukunft. Wahrscheinlich ist das bei mir so verhärtet, weil ich über Jahre immer und immer doch mitgemacht habe, um eine vermeintliche Harmonie herzustellen, auch wenn mein kompletter Körper eigentlich laut NEIN geschrien hat.

Dieser Konflikt zwischen Nähe und körperlicher Distanz ist ein riesen Problem für uns. Oft überlegen wir , ob eine Trennung Sinn macht. Aber keiner von uns möchte diesen Schritt wirklich gehen. Bloß...so wie es körperlich läuft, quält es uns beide SEHR!

Hallo,

 

danke für die weiteren Informationen!

 

Sie schreiben, dass Sie einerseits Ihren Mann lieben, Sie beide einander auch gelernt haben zu wertschätzen, dass Sie sich andererseits aber nicht vorstellen können, in der Zukunft noch mal leidenschaftliche Gefühle für Ihren Mann zu entwickeln.

Sie vermuten, dass die negativen Erfahrungen die damit zusammenhängen, dass Sie sich ohne Lust und um der Harmonie willen auf Geschlechtsverkehr eingelassen hatten, dafür verantwortlich sind. Empfinden Sie denn heute eine Art Aversion gegen den Körper Ihres Mannes? Stößt seine Nähe Sie ab?

 

Und gab es eine Zeit in Ihrer beider Beziehung, in der Sie mit Ihrem Mann körperliche Intimität genießen konnten? In der Sie Lust auf Intimität hatten und Sexualität lustvoll genießen konnten, auch bis hin zum Orgasmus? Hat sich, solange Sie beide miteinander intim waren, Ihr Mann auch für Ihre Bedürfnisse interessiert? Und wie ist es heute, verkehren Sie noch sexuell miteinander oder haben Sie beide dies gänzlich eingestellt? Gibt es ansonsten noch Körperkontekt (Kuscheln, in den Arm nehmen, körperliche Nähe suchen)?

 

Es wäre schön, wenn Sie diese Fragen noch beantworten könnten, damit wir ein genaueres Bild erhalten.

 

Mit freundlichen Grüßen
Ihr Expertenteam der AOK

Guten morgen,

ja, die ersten Jahre hatten wir beide gerne Geschlechtsverkehr miteinander. Ich hatte auch Lust auf meinen Mann.

Und...er hat sich immer große Mühe gegeben und sich auch um mich gekümmert bzw. er möchte sich auch heute gerne noch liebevoll um mich kümmern, was ich aber nicht zulassen kann. Die Art und Weise WIE wir Sex hatten , gefällt mir schon. Es sind also nicht die Praktiken,die mich abschrecken. Es ist im Grunde auch nicht der Körper meines Mannes. Sondern einfach "nur" die Vorstellung, etwas tun zu sollen, was ich nicht möchte, was sich so enorm festgesetzt hat. Durch diesen großen Druck , der sich über die Jahre eingestellt hat, fühlt es sich so an, als versteinert sich mein Körper, sobald mein Mann versucht, mich zu berühren.

Allerdings ist das bei normalem Kuscheln kein Problem. Sich in den Arm nehmen, küssen und ankuscheln mag ich weiterhin sehr gerne und findet auch täglich statt.

Hallo Katja,

 

vielen Dank für die weiteren Informationen und wertvollen Hinweise!

Wenn wir Sie richtig verstehen, haben Sie und Ihr Mann weiterhin Körperkontakt miteinander und können diesen auch genießen – wenn Sie wissen, dass daraus nicht weitere Intimitäten entstehen. Sie haben keine Aversion auf den Körper Ihres Mannes entwickelt, sondern die Vermeidung zielt vielmehr darauf, sich einer erdrückenden Erwartungshaltung, dem Gefühl von Verpflichtung und möglicherweise auch der Sorge, „nicht zu funktionieren“, entziehen zu wollen, richtig? Indem Sie sich nicht weiter auf Sexualität einlassen beugen Sie quasi einer beiderseitigen Enttäuschung vor.

 

Wir können Ihnen insofern Hoffnung machen, als dass es unter therapeutischer Begleitung Möglichkeiten gibt, neue Zugangswege zu sich selbst und zum Partner kennen zu lernen, nämlich mittels der Syndyastischen Sexualtherapie. Diese setzt an den Wurzeln an, indem sie nicht die gestörte Sexualfunktion in den Mittelpunkt der Behandlung stellt, sondern eine häufig zu Grunde liegende frustrierte Erfüllung der Grundbedürfnisse (nach Nähe, Wertschätzung, Akzeptanz) in der partnerschaftlichen Beziehung, durch deren (Wieder-) Herstellung sich beeinträchtigte Sexualfunktionen wieder regenerieren können.

 

Damit rückt nicht das sexuelle Symptom eines Partners in den Fokus der therapeutischen Arbeit, sondern die partnerschaftliche Beziehung selbst. Das bedeutet: Nicht ein Symptomträger wird zum Patienten, sondern das Paar erhält konzentrierte und strukturierte Hilfe zur Selbstheilung der zugrunde liegenden Problematik. Das Therapieziel ist damit also auch nicht allein die Wiederherstellung einer Genital- oder Sexualfunktion, sondern die (Wieder-) Erlangung partnerschaftlich-sexueller Beziehungs-Zufriedenheit für beide Partner.

 

In dem ein Paar die Möglichkeit bekommt, sich durch angstfreie und lustvolle, sexuelle Körperkommunikation die Grundbedürfnisse nach Bindung und Zugehörigkeit zu erfüllen, können sich vorher gestörte Sexualfunktionen "wie von selbst" wieder einstellen, weil die Belastung durch selbst- oder fremd-erzeugten sexuellen Leistungsdruck genommen wird. Nähere Informationen können Sie auch gerne unter http://syndyastische-sexualtherapie.info nachlesen. Eine Vermittlung geeigneter Therapeuten ist über die dort angegebene Kontaktadresse der Charite Berlin möglich. Ein Verzeichnis der in diesem Therapieansatz ausgebildeten Therapeuten finden Sie unter http://www.dgsmtw.de/1.html.

 

Für weitere Fragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung!

 

Mit freundlichen Grüßen
Ihr Expertenteam der AOK

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