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Wellness für zu Hause: Wie man richtig entspannt

Wellness zu Hause: Mann liegt in der Badewanne.

© iStock/DaniloAndjus

Lesezeit: 3 MinutenAktualisiert: 13.01.2021

Der Wellnessmarkt wächst und wächst. Viele Hotels haben sich dem Wellnessboom verschrieben. Doch man muss nicht verreisen, um sich eine kleine Auszeit zu gönnen. So manche Wellnessanwendung lässt sich ohne viel Aufwand auch zu Hause durchführen.

Inhalte im Überblick

    Welche Wellnessmethoden gibt es?

    Die Definition des Begriffs Wellness hat sich während des letzten Vierteljahrhunderts weiterentwickelt. Während „Wellness“ in vielen Köpfen immer noch ausschließlich für Saunen, Massagen, Entspannung und kosmetische Behandlungen steht, ist es heute viel mehr. Wellness ist ein Lebensstil. 

    Von A wie Achtsamkeitstraining bis Z wie Zen gibt es unzählige verschiedene Wellnessmethoden, die alle zum Ziel haben, Wohlbefinden und Gesundheit zu steigern. Hinzu kommen einzelne Stile, die teilweise Jahrhunderte altes Wissen aufgreifen, darunter beispielsweise die Gesundheitslehren der Hildegard von Bingen. Sie nutzte die natürlichen Heilkräfte der Natur sowie die Heilkräfte verschiedener Lebensmittel und Gewürze. Zu Hause können Sie die Wirkung für sich zum Beispiel mit Kräutertees und -bädern oder Smoothies ausprobieren.

    Ein weiterer Stil ist die sogenannte Medical Wellness, die den Gesundheitsaspekt deutlich in den Vordergrund rückt. Medical Wellness ist eine Mischung aus medizinisch-therapeutischen Anwendungen, wie Physiotherapie, Lockerung von konkreten Muskelpartien, zum Beispiel durch eine Massage, oder Akupunktur, und klassischer Wellness. Dass sich gerade die Medical Wellness hierzulande immer stärker durchsetzt, liegt daran, dass dem Thema Gesundheit ein zunehmend höherer Stellenwert beigemessen wird. Die demografische Entwicklung in Deutschland hin zu einer älter werdenden Bevölkerung bedingt zudem, dass die Nachfrage nach Leistungen zur Prävention und Gesunderhaltung kontinuierlich ansteigt.

    7 Tipps für einen Wellnesstag zu Hause

    Wer sich einen Wohlfühltag zu Hause gönnen möchte, greift am besten auf klassische Wellnessmethoden wie Aromatherapie und Entspannungsmethoden zurück. Diese lassen sich einfach zu Hause umsetzen und benötigen meist nur Hilfsmittel, die in vielen Haushalten vorhanden oder einfach im Handel erhältlich sind.

    • Fußbäder: Sie entspannen nicht nur die Füße, sondern auch die Beine und letztendlich den ganzen Körper. Dafür wird warmes Wasser mit ätherischen Ölen aufgegossen. Öle verstärken die Wirkung des Fußbades. Bei der Auswahl des Öles entscheidet letztendlich Ihr Geschmack – beachten Sie jedoch, dass jedes Öl eine unterschiedliche Wirkung hat. Mischen Sie zwei bis vier Tropfen ätherisches Öl mit etwas Honig und geben Sie es in das warme Wasser. Honig wirkt antibakteriell und ist daher eine passende Zutat für Fußbäder, da er beruhigend auf Nagelbett- und andere Entzündungen wirken kann. Außerdem dient er als Emulgator, damit sich das Öl mit dem Wasser verbinden kann. Ansonsten würde es auf der Oberfläche schwimmen. Zu empfehlen sind folgende Öle: Rosmarinöl: wärmt kalte Füße, Lemongrass: belebt schwere Füße, Lavendel: beruhigt und hilft bei Schlafstörungen
    • Salzbad: In der heutigen Zeit wird eher geduscht als gebadet. Dabei kann ein warmes Bad nicht nur für Wohlbefinden sorgen, sondern auch die Haut pflegen. Wichtig ist der richtige Zusatz. Aromatisierte Badesalze haben nicht die gleiche Konzentration, wie das klassische Salz aus dem Toten Meer. Wem beim reinen Salzbad der entspannende Duft fehlt, der kann ein Aromaöl seiner Wahl mit etwas Mandelöl oder Milch vermischen und dem Badewasser zusätzlich zugeben.
    • Aromadusche: Moderne Bäder sind häufig nur mit Duschen ausgestattet. Wer keine Wanne hat, muss dennoch nicht auf den Wellnesseffekt verzichten. Geben Sie einfach fünf Tropfen eines beliebigen Aromaöls auf einen Waschlappen und legen Sie diesen auf den Boden der Dusche – natürlich so, dass keine Rutschgefahr besteht. Durch den warmen Wasserdampf verteilen sich die Dämpfe des Öls auch beim Duschen. Zitrone oder Bergamotte wirken belebend, Eukalyptus befreiend und schleimlösend, Kamille ausgleichend und Lavendel beruhigend.
    • Bürstenmassage: Mit Bürsten unterstützte Massagen können das Wohlbefinden merklich steigern. Beginnen Sie immer an der rechten Körperseite und massieren Sie kreisförmig zum Herzen. Der beste Ausgangspunkt ist die Außenseite der Beine, dann massieren Sie nach innen und arbeiten sich  am Körper hoch. Die Brustwarzen sind zu empfindlich, daher empfiehlt es sich, diese bei der Bürstenmassage auszulassen. Die Borstenstärke der Bürste sollte an die Empfindlichkeit der Haut angepasst werden. Für Bürstenmassagen empfehlen sich Naturborstenbürsten, Produkte aus Naturfasergewebe oder Luffaschwämme. Doch Vorsicht: Gerade Letztere sind gute Nährböden für Keime. Tauschen Sie die Schwämme regelmäßig aus und reinigen Sie sie nach der Anwendung gründlich. Eincremen oder Einölen nach der Bürstenmassage pflegt die Haut zusätzlich.

    Wellness zu Hause: Frau durchblutet ihre Beine mit einer Bürstenmassage.

    © iStock/RossHelen

    • Gesichtspeeling: Der eigene Haushalt bietet viele Inhaltsstoffe für ein selbstgemachtes Peeling mit ätherischen Ölen. Ein Honig-Zitrus-Peeling beugt Pickeln und Mitessern vor und wirkt entfettend. Dafür einen Esslöffel Honig in einem Topf erhitzen und einen Esslöffel Orangensaft unterrühren. Vom Herd nehmen und etwas abkühlen lassen. Dann drei Esslöffel Mandelkleie einrühren. Die Mischung so lange mit Naturjoghurt strecken, bis eine Paste entstanden ist. Zum Schluss einen Tropfen Orangenöl zufügen. Die Paste in kreisenden Bewegungen auf das Gesicht auftragen und dabei empfindliche Partien wie Augen und Lippen aussparen. Danach abspülen und die Haut vorsichtig trocken tupfen.
    • Feuchtigkeitsmaske: Nach dem Peeling benötigt die Haut Pflege. Eine Gesichtsmaske lässt sich ebenfalls einfach selbst herstellen. Grundlage für jede Maske kann eine Zutat sein, die Sie in jedem Supermarkt bekommen: Speisequark. Wenn Sie ein Stück Gurke pürieren und die Masse zu dem Quark geben, entsteht ein richtiger Feuchtigkeitsbooster für die Haut. Zusätzlich sorgen zwei Scheiben Gurken auf den Augenlidern für extra Frische auf der dünnen und somit empfindlichen Hautpartie rund um die Augen. Neigen Sie zu unreiner Haut, können Sie die Gurke durch einen gut gefüllten Esslöffel Honig ersetzen.

    Gehen Sie Ihren Wellnesstag zu Hause am besten mit viel Ruhe und Achtsamkeit an. Ein Tee während der Wellnessbehandlung kann beruhigend und wohltuend wirken. Entspannungsmusik ist ideal als Begleitung Ihres gesamten Tages, um Ihren Herzschlag zu beruhigen und die Gedanken an den stressigen Alltag zu vertreiben.

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