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Ständig kalte Hände und Füße? Diese Tipps helfen!

Kalte Hände und Füße machen vielen Menschen zu schaffen.
Lesezeit: 3 MinutenAktualisiert: 08.01.2021

Leiden Sie unter kalten Händen und Füßen? Was steckt hinter diesem Phänomen und welche Tipps helfen wirklich?

Inhalte im Überblick

    Kalte Hände und Füße – ein weibliches Problem?

    Männer kennen die Situation vielleicht: Ihre Liebste klagt über kalte Füße und kuschelt sich mit Vorliebe mit dicken Wollsocken ins Bett. Dafür gibt es eine einfache Erklärung. Da ein männlicher Körper gemessen am Gesamtgewicht mehr Muskeln hat, gibt er mehr überschüssige Energie in Form von Wärme ab. Einfacher gesagt funktioniert bei Männern die körpereigene Heizung besser. Dazu kommt der gesteigerte Wärmeverlust bei Frauen. Denn während männliche Körper bis zu 40 Prozent aus Muskeln bestehen, ist der Muskelanteil der weiblichen Körper mit bis zu 25 Prozent im Durchschnitt deutlich geringer. 

    Kalte Hände und Füße: Ist eine gestörte Durchblutung daran schuld?

    Wenn wir frieren, konzentriert sich die Körperwärme vor allem auf den Körperkern. Das hilft, lebenswichtige Organe auf 37 Grad Celsius Idealtemperatur zu halten. Die Folge: Andere Körperteile wie Arme oder Beine werden weniger gut durchblutet. Und wo wenig Blut ist, da ist auch wenig Wärme. Vor allem Frauen leiden häufiger unter kalten Händen und Füßen.

    Kalte Frauenfüße sind biologisch betrachtet also eine Überlebensstrategie. Doch nicht immer ist die Erklärung so einfach. Wer zum Beispiel auch in den wärmeren Sommermonaten an kalten Händen und Füßen leidet, sollte die Ursache überprüfen lassen. Denn mitunter steckt hinter den dauerhaft kalten Gliedmaßen auch ein anderer Auslöser.

    Kalte Hände und Füße durch Mangelerscheinungen oder Krankheiten?

    Normalerweise hat jeder menschliche Körper Eisenreserven, die für einen ständigen Ausgleich des Mineralstoffs sorgen. Es kann jedoch dazu kommen, dass diese Speicher leer sind. Ist dies der Fall, kompensiert der Körper diesen Mangel, in dem er Eisen aus dem Blut zieht. Dieser Mangel kann auch für kalte Hände oder Füße verantwortlich sein. Neben Mangelerscheinungen können auch bestimmte Krankheiten zu kalten Händen und Füßen führen. 

    Bei einer Schilddrüsenunterfunktion zum Beispiel produziert die Schilddrüse zu wenig Hormone, sodass der Stoffwechsel dauerhaft auf „Sparflamme“ läuft. Blutuntersuchungen klären, ob die Hormonproduktion stimmt.

    Behindern Gefäßerkrankungen wie Arteriosklerose den Blutfluss, macht sich dies auch an Händen und Füßen bemerkbar. Bei der sogenannten peripheren arteriellen Verschlusskrankheit fühlen sich die Extremitäten häufig kalt an, weil sie nicht ausreichend durchblutet werden. Eine Laboranalyse der Blutfettwerte klärt auf, ob Risikofaktoren für eine Arteriosklerose vorliegen. Auch Diabetes kann die Gefäße schädigen. Daher sollte der Blutzuckerwert mit untersucht werden. 

    Wieso haben so viele Menschen ständig kalte Hände und Füße?
    Kalte Hände und Füße machen vielen Menschen zu schaffen.© iStock / nikkimeel

    Wann sollte man einen Arzt aufsuchen?

    Generell empfiehlt sich, wer sehr häufig an extrem kalten Händen und Füßen leidet, sollte sich vom Hausarzt durchchecken lassen. Vor allem dann, wenn man zusätzlich unter Schmerzen, Schwellungen, Lähmungserscheinungen oder auffallend blassen oder bläulich verfärbten Fingern und Zehen leidet.

    Tipps gegen kalte Hände und Füße

    Einfache Maßnahmen können im Alltag helfen, das Problem kalter Hände und Füße zu lindern. Dazu gehören:

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