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Gegen den Schmerz – so stärken Sie Ihre Gelenke

Eine Frau in Sportkleidung fasst sich an die schmerzende Schulter
Lesezeit: 4 MinutenAktualisiert: 24.07.2020

Gelenkprobleme können die Lebensqualität beeinträchtigen. Umso wichtiger ist es, die Gelenke stark und gesund zu halten. Was Sie dafür tun müssen? Wir verraten es Ihnen.

Inhalte im Überblick

    Im Körper befinden sich mehr Gelenke, als man gemeinhin annimmt – insgesamt sind es 360 an der Zahl. Typischerweise denkt man an Knie und Hüften, wenn es um Gelenkprobleme geht. Aber auch an Fingern, Füßen und Schultern können Schmerzen und Entzündungen auftreten. Solange die Gelenke reibungslos funktionieren, machen wir uns jedoch keine Gedanken über Sie. 

    Erst, wenn die Knie beim Treppensteigen wehtun oder sich die Finger am Morgen kaum bewegen lassen, fragen wir uns, was wir falsch gemacht haben. Dann kann man nur noch Schadensbegrenzung betreiben. Um erst gar nicht an diesen Punkt zu kommen, sollte man bereits vorher wissen, was den Gelenken gut tut und wie man sie stärken kann. 

    Gelenkprobleme: Das sind die häufigsten Ursachen

    Früher oder später machen sich bei jedem die Gelenke bemerkbar. Dahinter muss aber keine ernsthafte und chronisch verlaufende Erkrankung stehen. So können etwa grippale Infekte Gelenk- und Gliederschmerzen auslösen. Ist die Erkrankung überstanden, verschwinden mit ihr auch die Schmerzen. 

    Langwieriger sind dagegen Gelenkentzündungen oder Gelenkverschleiß – die Arthritis und die Arthrose sind die zwei häufigsten Ursachen für Gelenkprobleme. Während ein Verschleiß zu Schmerzen und Bewegungseinschränkungen führt, kommen bei der Arthritis noch Schwellungen und Rötungen am betreffenden Gelenk hinzu. Bei beiden Erkrankungen nutzt sich der Gelenkknorpel ab, der wie ein Polster zwischen den Knochen liegt. Ist der Knorpel zerstört, reiben die Knochen aneinander, was die typischen Gelenkschmerzen hervorruft. 

    Gelenkprobleme sind übrigens keine Frage des Alters. Auch junge Menschen können Abnutzungserscheinungen haben und mit chronischen Entzündungen kämpfen. Meist liegt das an einer genetischen Veranlagung für rheumatische Erkrankungen oder an einer Fehl- oder Überlastung der Gelenke. 

    5 Tipps für starke Gelenke

    Damit es nicht zu schmerzhaften Verschleißen und Entzündungen kommt, sollte man bestimmte Präventionsmaßnahmen ergreifen, mit denen die Gelenke gesund und geschmeidig bleiben. Dafür müssen Sie gar nicht so viel tun – die besten Tipps für starke Gelenke: 

    1. Abnehmen entlastet die Gelenke

    Abnehmen wirkt sich auf vielfältige Weise positiv auf den Körper aus, darunter auch auf die Gelenke. Denn Gelenkschmerzen entstehen oft dadurch, dass zu viel Druck auf ihnen lastet – das kann durch Übergewicht passieren. Je mehr Gewicht man mit sich trägt, desto stärker belastet man seine Gelenke und desto schneller kommt es zu einem Verschleiß. Jedes Kilo, das man bis zum Erreichen eines Normalgewichts abnimmt, verringert den Druck und stoppt die Abnutzungserscheinungen. 

    2. Gesunde Gelenke brauchen Nährstoffe

    Gelenke sind auf Nährstoffe aus der Nahrung angewiesen, um gesund zu bleiben. Denn bei einem Mangel an Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen wird der Gelenkknorpel abgebaut. Möchten Sie also von Gelenkproblemen verschont bleiben, sollten Sie auf eine gesunde und ausgewogene Ernährung setzen:

    • Gemüse, Obst und Nüsse
    • magere Milchprodukte bevorzugen, fettreiche Käsesorten einschränken
    • mageres Fleisch wie Geflügel bevorzugen, fettreiche Fleischwaren einschränken
    • fettreiche Seefische wie Hering, Thunfisch und Makrele
    • auf Zucker, Fertigbackwaren und Fast Food verzichten

    3. Weniger Genussmittel, stärkere Gelenke

    Zu den Dingen, die Gelenken nachhaltig schaden, zählen zweifellos Alkohol und Zigaretten. Überdurchschnittlich oft von Arthritis betroffen sind Raucher. Der Grund: Nikotin begünstigt Entzündungen im Körper, auch in den Gelenken. Alkohol dagegen schadet den Knochen, weil es dem Körper mit Kalzium den wichtigsten Knochenbaustein entzieht. Ein übermäßiger Alkoholkonsum hat einen Kalzium-Mangel zur Folge und das wiederum führt dazu, dass sich der Körper den Mineralstoff aus den Depots holt. Und wo befinden sich diese wohl? Genau, in den Knochen.

    4. Ohne Sport läuft nichts

    Die richtige Ernährung ist ein wichtiger Baustein für starke Gelenke. Aber das allein reicht nicht aus. Damit die Nährstoffe vom Gelenkknorpel aufgenommen werden können, ist Bewegung nötig. Durch die Stimulation gelangen die Nährstoffe vom Blut in den Gelenkspalt und von dort mit der Gelenkflüssigkeit in den Knorpel. Außerdem hilft Bewegung dabei, Abbauprodukte über das Blut abzutransportieren. Sport hält somit die Gelenke geschmeidig. Sport hat aber auch eine andere wichtige Funktion für die Gelenke. Er trainiert die Muskeln, die wie ein Stützapparat für die Gelenke sind. Das heißt: Je stärker die Muskeln, desto stabiler die Gelenke.

    Auch und gerade bei leichten Schmerzen sollte man sich daher nicht schonen, sondern sich erst recht bewegen. Zwar kommen nicht alle Sportarten bei Gelenkproblemen in Frage – doch mit Sportarten wie Schwimmen, Wassergymnastik und Radfahren, trainieren Sie Ihre Gelenke, ohne sie zu belasten. 

    Ein Mann in Sportkleidung fasst sich ans Knie
    © iStock: Busracavus

    5. Fehlbelastungen meiden

    Vielleicht kennen Sie das: Sie achten auf ausreichend Bewegung, verzichten auf das Trinken von Alkohol und das Rauchen. Sie nehmen vitaminreiche Nahrung zu sich und trotzdem haben Sie immer wieder mit Gelenkproblemen zu kämpfen. Das liegt meist an einer Fehlstellung der Füße oder Beine, durch die gleich mehrere Gelenke falsch belastet werden können. Abhilfe können dann nur Orthopädische Einlagen und eine Physiotherapie schaffen. Ebenso wichtig ist bequemes Schuhwerk, das die Füße nicht einengt. Wollen Sie Ihren Füßen etwas Gutes tun, sollten Sie daher auf unbequeme Schuhe verzichten.

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