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Rasurbrand: Tipps und Tricks

Eine Frau benutz im Bad einen Rasierer.

© iStock / Moyo Studio

Lesezeit: 5 MinutenAktualisiert: 27.05.2021

Für viele Menschen gehört die regelmäßige Haarentfernung im Gesicht, unter den Achseln, an den Beinen oder im Intimbereich zu einem gepflegten Äußeren dazu. Die einfachste Methode ist es, die störenden Haare zu rasieren. Nicht selten ist die Haut nach der Rasur gereizt oder gerötet. Unter dem sogenannten Rasurbrand leiden nicht nur Männer. Auch Frauen kennen das Problem.

Inhalte im Überblick

    Was ist Rasurbrand und wie entsteht er?

    Wer von Rasurbrand spricht, meint in der Regel alle unangenehmen Begleiterscheinungen, die das Rasieren mit sich bringen kann. Typisch sind vor allem Rötungen, die direkt nach dem Rasieren an den bearbeiteten Hautstellen auftreten. Darüber hinaus kann die gereizte Haut nach der Rasur auch brennen oder jucken. Außerdem können einige Tage später weitere Hautirritationen, wie etwa Pusteln oder kleine Pickel entstehen. Doch warum kommt es zu Rasurbrand?

    Ursache für diese Hautreaktionen sind kleine Mikroverletzungen, die durch die scharfe Klinge des Rasiermessers auf der Haut verursacht werden. Dort können Schmutz und Krankheitserreger besonders gut eindringen und so Entzündungen auslösen. Nach einer Rasur kann ein abgeschnittenes Haar außerdem wieder unter die Haut zurückwachsen und sich dort schmerzhaft einrollen. Man spricht dann von eingewachsenen Haaren.

    Wo kann Rasurbrand entstehen?

    Rasurbrand kann generell überall dort auftreten, wo rasiert wird. Besonders anfällig dafür ist aber die Haut im Intimbereich. Denn sie ist besonders zart und empfindlich.

    Rasurbrand ist in der Regel harmlos. Normalerweise beruhigt sich die Haut nach ein paar Tagen wieder und Rötungen oder Pickelchen klingen ab. Im schlimmsten Fall können daraus aber auch Entzündungen entstehen, die sehr groß und schmerzhaft sind.

    Wie kann man Rasurbrand vorbeugen?

    Rasurbrand muss nicht sein. Ein paar einfache Maßnahmen können dabei helfen, den Rötungen und Pickelchen vorzubeugen. Generell gelingt eine Rasur nach dem Baden oder Duschen besser. Das warme Wasser macht die Haare weicher, sodass sie sich einfacher abrasieren lassen.

    Ein spezieller Rasierschaum weicht die Haare zusätzlich auf und lässt den Rasierer noch schonender über die Haut gleiten. Darüber hinaus sind scharfe Klingen von Vorteil. Bei stumpfen Klingen braucht man mehrere Züge, um die Haare zu entfernen. Das kann die Haut zusätzlich reizen.

    Mann pflegt im Bad sein Gesicht.

    © iStock / Eva-Katalin

    Rasurbrand: Was hilft?

    Trotz aller Vorsichtsmaßnahmen kann Rasurbrand manchmal dennoch auftreten. Was kann man dann tun? Verschiedene Tipps können helfen, Hautirritationen nach der Rasur zu behandeln.

    Erste Hilfe bei Rasurbrand

    • Kühlen: Haut, die nach der Rasur brennt und gerötet ist, kann man am einfachsten mithilfe von kaltem Wasser oder kalten Umschlägen kühlen. Das lindert Rötungen und Juckreiz. Ein beliebtes Hausmittel bei Rasurbrand ist auch Quark, den man dünn auf die betroffenen Hautstellen aufträgt. Das funktioniert auch im Intimbereich.
    • Rasierpause: Auch wenn es schwerfällt, ist manchmal eine Rasierpause angebracht. Vor allem, wenn sich die Haut stark entzündet hat, kann eine Rasur sehr unangenehm sein und die Entzündung verstärken.
    • Spezielle Pflege: Mitunter kann es sinnvoll sein, die gereizte Haut mit einer speziellen Pflege wieder zu beruhigen, zum Beispiel mit einer Wund- und Heilsalbe. Apotheken verfügen oft über passende Produkte.

    Rasurbrand: Wann zum Arzt?

    Normalerweise klingt Rasurbrand von allein wieder ab und Rötungen oder Pickel verschwinden innerhalb weniger Stunden oder Tage. Manchmal kann es aber sein, dass die Haut langfristig gereizt ist oder sich schmerzhafte Entzündungen der Haarfollikel bilden. Dann ist es wichtig, ärztlichen Rat einzuholen und die betroffenen Hautstellen mit professioneller Hilfe zu behandeln.

    Ein Hautarzt kann auch klären, ob es sich dabei um die chronische Form des Rasurbrands handelt, der sogenannten Pseudofolliculitis barbae. Sie betrifft vor allem Männer mit dunklem, stark gekräuseltem Haar. Haarentfernung kann die Entstehung dieser chronischen Entzündungsreaktion fördern. Unter anderem spielen dabei aber auch genetische Ursachen eine Rolle. Die Pseudofolliculitis barbaes bedarf einer speziellen Therapie.

    Haarentfernung ohne Rasurbrand

    Welche Alternativen gibt es?

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