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Winterhobby Stricken: Von Gedächtnistraining bis Glücksgefühle

Veröffentlicht am:14.12.2023

4 Minuten Lesedauer

An die Nadeln, fertig, los: Stricken macht nicht nur Spaß, es ist auch ein echter Gesundheits-Booster. Wir verraten dir, welche Vorteile das Winterhobby aus medizinischer Sicht hat und wie du ganz einfach den Einstieg findest.

Eine Frau ist am Stricken.

© gettyimages / LukaTDB

Stricken entspannt dich und ist gut fürs Gehirn

Einfach gemütlich: dich in deinen Lieblingssessel einmummeln, wenn in Hessen die kalte Jahreszeit beginnt. Noch mehr Spaß macht es, wenn du dabei auch noch kreativ wirst. Unser Vorschlag: Schnapp dir Wolle und schwing die Stricknadeln. Das traditionelle Hobby, das in den letzten Jahren wieder beliebt geworden ist, hat nämlich auch Vorteile für deine Gesundheit.

Drei spannende Fakten übers Stricken:

  1. Stricken entspannt dich
    Klick, klack, klick, klack – die langsame rhythmische Arbeit hat etwas Meditatives. Studien haben gezeigt: 73 Prozent der Teilnehmenden fühlen sich deutlich weniger gestresst, wenn sie mehrmals die Woche stricken. Das Hobby hat damit einen ähnlichen Effekt wie Yoga oder Achtsamkeitstraining. Das Gute: Lässt der Stress nach, geht es dir auch körperlich besser. Dein Herz schlägt ruhiger und dein Blutdruck sinkt.
     
  2. Stricken schult das Gehirn
    Drei links, zwei rechts … Moment, wo war ich noch mal? Beim Stricken musst du aufmerksam sein. Die koordinierten Bewegungen mit beiden Händen sorgen dafür, dass sich neue Verknüpfungen in deinem Gehirn bilden. Das steigert deine Konzentration. Gleichzeitig wandern deine Augen immer wieder von links nach rechts. Dieser Augenaktivität wird nachgesagt, dass sie deine Gedächtnisleistung verbessert. Wer häufig zu den Stricknadeln greift, reduziert wahrscheinlich sogar sein Risiko, an Demenz zu erkranken.
     
  3. Stricken macht glücklich
    Du arbeitest dich gelassen durch dein Strickmuster und dein Körper dankt es dir mit Glückshormonen: Bist du vollkommen entspannt, produzieren deine Nervenzellen Serotonin. Das verleiht dir nicht nur ein zufriedenes Gefühl. Stricken lindert sogar Angstzustände und Depressionen. Die Hormone dämpfen auch chronische Schmerzen. Bist du unruhig, weil du ein Laster aufgeben willst? Stricken ist eine gute Ablenkung, beispielsweise, wenn du mit dem Rauchen aufhörst. Nicht zuletzt macht es dich stolz, etwas selbst herzustellen – spätestens, wenn du das erste Mal auf deinen tollen Schal oder die originelle Mütze angesprochen wirst. Das verleiht deinem Selbstbewusstsein Aufschwung.

„Für Menschen mit Schlafproblemen könnte Stricken ein gutes Hobby sein: Es senkt den Puls und sorgt damit für einen niedrigeren Blutdruck. Dies kann sich positiv auf das Ein- und Durchschlafen auswirken.“

Dr. med. Christoph-Gérard Stein
Beratender Arzt der AOK - Die Gesundheitskasse in Hessen

Stricken für Anfänger: So lernst du dieses tolle Hobby

Für Neueinsteigende mögen die Nadeln und ein großes Knäuel Wolle erst mal ganz schön kompliziert erscheinen. Aber wenn du den Dreh raushast, ist Stricken ganz einfach. Sind dir zwei Nadeln für den Anfang zu viel, kannst du auch mit Häkeln anfangen. Das ist ganz ähnlich, aber etwas leichter. Im Internet gibt es viele Anleitungen und Erklärvideos, die dir Schritt für Schritt zeigen, wie es geht. Magst du lieber etwas Gesellschaft, kannst du an einem Kurs teilnehmen – etwa bei der örtlichen Volkshochschule. Oder du suchst über eine Nachbarschaftsapp eine Strickgruppe in deiner Nähe. Vielleicht zählst du aber auch mit deinen Lieblingsmenschen gemeinsam Maschen?

Eine ältere Frau mit Stricksachen sitzt neben einem Jungen und zeigt ihm das Stricken.

© gettyimages / Monalyn Gracia

Das kannst du alles stricken

Ein selbst gestrickter Wollpulli ist chic, aber für den Anfang vielleicht etwas aufwendig. Zum Glück ist Stricken sehr vielfältig. Du kannst damit:

  • Kleidung selbst herstellen – von Hausschuhen bis zum Kleid. Ein einfarbiger Schal ist ein gutes Einstiegs-Projekt.
  • Dein Zuhause dekorieren, zum Beispiel mit Kissenbezügen, Untersetzern oder Teetassen-Wärmern.
  • Spielzeug für deine Kinder erfinden – wie wär’s mit Stoffobst für den Kaufmannsladen oder Puppenkleidung?
  • Kleine Figuren und Tiere zum Leben erwecken. Sogenannte Amigurumi liegen im Trend und lassen deiner Fantasie freien Lauf: Strick doch mal einen Narwal fürs Baby oder häkel einen kleinen Harry Potter für den Teenager.

Winterhobbys für die grauen Zellen

Stricken ist eine tolle Beschäftigung für die trübe Jahreszeit. Brauchst du noch mehr Anregungen? Beim Jonglieren kommen deine grauen Zellen sowie deine Koordination in Bewegung, Gehirnjogging trainiert deinen Kopf auf dem Sofa. Drängt es dich raus in Hessens Natur, ist Joggen auch bei niedrigen Temperaturen eine gute Idee. Mit dem Easy-Running-Kurs der AOK Hessen ist der Einstieg ganz leicht: Sportfachkräfte führen dich Schritt für Schritt an ausdauerndes Laufen heran.

Und auch mit deiner Ernährung kannst du etwas für die grauen Zellen tun: Die Zitronen-Knoblauch-Kur gilt als wahrer Jungbrunnen und hilft dir dabei, Müdigkeit und Schlappheit zu vertreiben.

Für noch mehr Entspannung

Manchmal reichen gute Vorsätze nicht.

Wenn du trotz deiner neuen Freizeitaktivitäten nicht zur Ruhe kommst, hilft dir das AOK-Programm „Stress im Griff“.

Du möchtest tiefer in das Thema „Erholsamer Schlaf“ einsteigen? Im Online-Kurs Schlaf Gut! der AOK Hessen lernst du, wie du deinen Schlaf verbessern kannst.

Noch mehr Inspiration für einen gesunden Lebensstil findest du in unserem kostenlosen Newsletter.

Viel Spaß mit deinem (neuen) Hobby und gute Gesundheit wünscht dir deine AOK Hessen.

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