Erektionsstörung

Guten Tag,

Mein Partner (35) hat seit circa zwei Jahren Erektionsprobleme. Alles fing nach einer längeren ärztlichen Behandlung an, bei der Darmkrebs vermutet aber zum Glück nicht bestätigt werden könnte. In diesem Zuge wurde bei ihm eine Biopsie aus dem Rektum entnommen. Wir wissen nicht, ob dieser Eingriff, mit den bis heute anhaltenden Erektionsproblemen zusammenhängt oder nur zufällig zeitlich zusammenfällt. Jedenfalls sind Erektionen seitdem immer seltener möglich. Seit mehreren Monaten praktisch gar nicht mehr. Hausarzt und Urologe haben verschiedene PDE5-Hemmer verschrieben. Sildenafil funktioniert nicht, Tadalafil eine Zeit lang bei sehr regelmäßiger Einnahme besser aber dennoch unzuverlässig (mal gar nicht, mal nur schlaff, selten richtig steif). Der Urologe hatte zuvor eine Untersuchung gemacht ( Hormontest und Ultraschall zur Messung der Durchblutung), konnte aber nichts feststellen. Die Tabletten sind nun gar keine Option mehr, da sie zu oft gar keine Wirkung zeigen. Andere Medikamente werden nicht eingenommen, da keine anderen Erkrankungen bekannt sind. Mein Partner ist seit Jahren Raucher. Wir sind inzwischen verunsichert, welcher der nächste Schritt sein sollte, auch wegen der Kosten. Was können Sie uns raten? Gibt es Fachärzte, die sie empfehlen (im Raum Berlin/Brandenburg)? Sollten wir darauf achten, nur noch Ärzte mit andrologischer Weiterbildung zu kontaktieren? Auf welche anderen Erkrankungen könnten wir den Hausarzt evtl. hinweisen? Mein Partner hat auch mit allgemeiner Abgeschlagenheit/Müdigkeit/Antriebslosigkeit zu kämpfen. Ist beispielsweise eine Untersuchung auf Diabetes oder eine Schilddrüsenunterfunktion sinnvoll? 

Hallo VauBe,
 
entschuldigen Sie bitte unsere verspätete Antwort!
 
Die von Ihnen angesprochene Rektum-Biopsie kann nicht ursächlich für die beklagte Erektionsstörung sein. Sehen Sie denn einen zeitlichen Zusammenhang hiermit?
 
Wenn eine weiterführende Abklärung der Erekktionsstörung mittels Farb-Duplex-Sonographie der Schwellkörperarterien und Schwellkörperaustestung (Skat) vorgenommen wurde und zusätzlich (oder ergänzend) auch noch ein Hormonstatus erhoben wurde, ist die eigentliche urologische Abklärung abgeschlossen.
 
Wenn wir Sie richtig verstanden haben, dann sind beide Untersuchungen ohne auffälligen Befund abgeschlossen worden, richtig? Uns stellt sich dann die Frage, weswegen Ihrem Partner dann trotzdem ein PDE-5-Hemmer (Tadalafil und / oder Sildenafil) verordnet wurde; wissen Sie etwas hierzu?
 
Offensichtlich stellt der Urologe fest, dass keine organische Ursache für die Erektionsstörung besteht; PDE-5-Hemmer sollten aber bei Durchblutungsstörungen verordnet werden, und eben nicht bei einem unauffälligem Befund...
Für uns hört sich das Ganze so an, als ob Ihr Partner an einer situationsbedingten, also nicht organisch bedingten Erektionsstörung leidet. Dies könnte dann auch erklären, dass eine Erektion mal gut, besser und vielleicht auch gar nicht oder nur unzureichend provoziert und gehalten werden kann. Haben wir das so richtig verstanden?
 
Ist Ihr Partner in der Lage, eine gute, feste Erektion bei Selbstbefriedigung zu provozieren?
Rauchen ist auf Dauer sicherlich ein Risikofaktor für die Entstehung einer durchblutungsbedingten Erektionsstörungen; mit 35 Jahren sollte dies aktuell aber nicht die eigentliche Ursache sein. Dennoch ist es sicherlich hilfreich, mit dem Rauchen aufzuhören, wenn man mittel- und langfristig etwas tun möchte, um das Risiko von durchblutungsbedingten Erektionsstörungen zu verringern. Auch starkes Übergewicht kann ein Faktor sein, der zu beachten wäre.
 
Uns scheint, dass eine sexualmedizinische oder sexualtherapeutische Untersuchung Ihres Partners nun ratsam ist; eine solche Therapie kann auch als Paartherapie im Sinne einer syndyastische Sexualtherapie erfolgen, wenn unsere Interpretation der von Ihnen geschilderten Problematik entspricht. Was meinen Sie? 
 
Mit freundlichen Grüßen

Ihr Expertenteam der AOK

Guten Tag,

zunächst vielen Dank für die Antwort, die uns neue Aspekte aufzeigt.

Wir können tatsächlich einen zeitlichen Zusammenhang zur Rektum-Biopsie feststellen, denn nach dem Eingriff haben die Probleme begonnen.

Korrekt, der Urologe hat einen Hormontest und Sonografie durchgeführt, beides mit unauffälligen Ergebnis. Auf den anschließenden Skat hat er verzichtet mit der Begründung, das sei nicht notwendig, da die Sonografie eine ausreichende Durchblutung zeigte. Anschließend wurden PDE5-Hemmer verschrieben, "um nachzuhelfen und eventuelle Blockaden abzubauen".

Bei Selbstbefriedigung kann er die Erektion nicht lange halten. Morgens gab es monatelang auch gar keine Erektion, inzwischen seit etwa drei Wochen wieder unregelmäßig. 

Wir sind durchaus offen für eine sexualmedizinische/-therapeutische Behandlung. Haben Sie einen Rat, an wen wir uns wenden könnten? Wir leben im Raum Berlin/Brandenburg. Gibt es eine Möglichkeit, dass die Kasse zumindest einen Teil der Behandlung übernimmt?

Hallo VauBe,

wir können Ihnen und Ihrem Partner die Deutsche Gesellschaft für Sexualmedizin, Sexualtherapie und Sexualwwissenschaften (DGSMTW) empfehlen. Dort finden Sie eine Liste der entsprechend qualifizierten Behandler. https://www.dgsmtw.de/behandler-finden/liste-nach-plz-d/

Ob eine (Teil)kostenübernahme möglich ist, müßten Sie mit dem jeweiligen Behandler klären.

Alles Gute für Sie beide und mit freundlichen Grüßen

Ihr Expertenteam der AOK

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