Eheaus

Hallo zusammen!

Ich wende mich an euch weil ich nicht mehr weiter weiß. Ich bin mit meinem Mann jetzt seit gut drei Jahren zusammen davon eineinhalb Jahre verheiratet. Wir haben auch einen Sohn mit einem Jahr.

Ich weiß es ist alles ziemlich schnell gegangen aber ich war mir in allem so sicher, das ich das auch so wollte und eigentlich nichts bereuhe.

Es hat alles super geklappt in unserer Beziehung, wir waren so glücklich und da wollten wir eine kleine Familie gründen. Vom Alter hats auch gepasst. Ich war 28 und mein Mann 27 als unser kleiner Sonnenschein kam. Die Schwangerschaft lief blendend. Wir haben uns noch besser verstanden als zuvor. Im August kam er auf die Welt. Mein Mann tat alles für uns. Er kümmerte sich so rührend und ich war richtig stolz auf ihn.

Dann im Oktober sind wir Umgezogen, in einen kleineren Ort. Ich bin dort aufgewachsen und ich finde das Kinder am Land noch behüteter aufwachsen. Sind aber nur zehn Min. von der Stadt entfernt. Dann im November war Taufe, dann um Weihnachten rum hat sich mein Mann zum Bauleiter hochgearbeitet. Und ab Januar fingen die Vorbereitungen für unsere kirchliche Hochzeit im Juni an. Also es ging ständig in diesem Affenzahn dahin und immer war was anderes.

Ab Dezember merkte ich schon, das mein Mann nicht mehr so ausgegliechen war. Er hatte Schlafstörungen. Einmal konnte er Wochen lang garnicht schlafen und abschalten und ein andermal schlief er 15Std. am Stück durch. Dann im März bekam er seine erste eigene Baustelle. Er ist ein Perfektionist und schob teilweise 15-16Std.Schichten am Tag. Die Baustelle war 150 km von zu Hause entfernt. Am Anfang fuhr er noch jeden Tag hin und her aber nach zwei Wochen hatte ich ihn endlich so weit das er sich oben ein Zimmer nahm In dieser Zeit von vier Wochen nahm er sieben Kilo ab. Dann hatte er auch noch einen kleinen Arbeitsunfall und somit stellte ihn sein Chef von der Baustelle frei, weil er auch merkte, das er das nicht mehr packt.

Seit März ist es ganz schlimm. Er hat immer noch diese Schlafstörungen, Hat ständig Durchfall. Hat Phasen wenn er nicht schlafen kann das er zwei bis drei Bier trinkt jeden Tag. Das kenn ich nicht von ihm. Ist total Lustlos. Wenn er heim kommt legt er sich sofort ins verdunkelte Schlafzimmer und ihm ist alles egal. So kommt es mir zumindest vor.

Er machte nichts mehr mit mir oder mit unserem Kind und die Hochzeit konnte ich auch komplett alleine Planen. Keinerlei Unterstützung. Allgemein keine Unterstützung.

Ich machte den Haushalt, Wertstoffhof, Getränke holen, Auto putzen, kochte für ihn wenn er Abends heim kam. Das einzige was er noch machen musste, war den Rasen mähen. Aber auch das war zu viel.

Nichts es kam nichts mehr. Ich war schon kurz davor die Hochzeit abzublasen. Aber durch meine Drohung wurde es ein bisschen besser und wir zogen es durch. Einen Tag nach der Hochzeit fuhren wir zu dritt in Urlaub für zehn Tage. Es war das erste mal seit unser Kind da war das wir wieder abschalten konnten. Es war so ein wunderschöner Urlaub, er war wieder genau so wie früher auch zu dem Kleinen.

Als wir wieder daheim waren fing nach einer Woche wieder das selbe an.Ich hab gesagt das ich Angst habe, das er Burnout hat, hab so einen Test im Internet gemacht und da hat alles zugetroffen. Wollte das er zum Psychologen geht. Aber er sträubt sich total gegen das alles weil er sagt, das ihm die Arbeit Spaß macht und er jetzt eh keinen so stressigen Job mehr hat. Dann ist es wieder für ein paar Wochen normal und dann gehts wieder los.

Also kurz gesagt, wir streiten alle zwei Wochen ca. und das so heftig das ich mich nicht mehr kenn. Ich komme mir total im Stich gelassen vor und kann das einfach alles nicht verstehen. Er redet auch nicht wirklich mit mir. Es haben auch schon meine und seine Eltern mit ihm geredet. Aber man kommt auf keinen grünen Zweig. Zwei Wochen gut, dann wieder schlecht.

Mitlerweile kann ich nicht mehr ich hab gesagt entweder wir machen eine Paartherapie oder ich lass mich scheiden.

Was kann blos mit ihm los sein????

Ist ihm alles zu viel geworden??????

 

Vielleicht könnt ihr etwas heraus finden.

Lg coco

Hallo Coco,

ich kann gut verstehen, daß Du traurig über die Entwicklung Eurer Beziehung bist. Allerdings glaube ich nicht, daß es an der  "Schnelligkeit" liegt, daß sich Dein Mann verändert hat.

Diese Rückzugsphasen und Lustlosigkeit deuten auf eine Depression hin. Ebenso wie das Verweigern bzw. Annehmen von Hilfe. Wenn er nicht zu einem Psychologen/Neurologen möchte, könnte auch der Hausarzt ein erster Ansprechpartner sein. Wenn Ihr einen Arzt Eures Vertrauens habt, kannst Du ja auch zunächst mal allein mit ihm sprechen.

Ich würde an Deiner Stelle nochmal das Gespräch mit ihm suchen. Versuche dabei keine Vorwürfe zu erheben, sondern möglichst viel in "Ich"-Botschaften auszudrücken, z.B. "ich bin traurig, weil ich sehe, wie Du leidest". Auch daß alles an Dir hängenbleibt, kannst Du z.B. mit  "ich fühle mich allein und im Stich gelassen". Wenn er Dir nicht zuhören möchte, könntest Du auch versuchen, ihm Deine Sorgen und Nöte zu schreiben.

Und wenn das alles nicht hilft, bleibt Dir wohl nur, ihm die Pistole auf die Brust zu setzen. Vielleicht kannst Du für ein paar Tage zu Deinen Eltern oder einer Freundin ziehen, sodaß er sieht, daß es Dir ernst ist.

Ich halte übrigens nichts von Tests im Internet ;-)

LG winterkind

Hallo Winterkind!

Mit unserem Hausarzt hab ich schon gesprochen. Er meinte auch das es sein kann, das ihm alles zu viel geworden ist und er nicht weiß wie er das verarbeiten soll. Er hat gesagt, das ihm ein Psychologe helfen könnte. Ich hatte meinen Mann schon mal so weit und dann ist es wieder besser geworden und das Thema ist wieder unter den Tisch gekehrt worden. Solche Gespräche wie du mir vorgeschlagen hast, hatten wir schon zickmal.

Ich hab ihn auch schon für eine Nacht rausgeschmissen, aber alles bringt nur für kurze Zeit etwas.

Heute hat er einer Eheberatung zugestimmt. Mal schaun was da raus kommt.

Ich frag mich nur warum das alles so gekommen ist. Ist er vielleicht doch zu jung?

Hi Coco,

ich glaube eher nicht, daß das etwas mit "zu jung" zu tun hat. Das Leben läuft nicht immer in geraden Bahnen. Es gibt Krisen, ob jetzt beruflich oder familiär. Daran wächst man als Paar und es schweisst zusammen... oder eben nicht :(

Ist doch gut, wenn Ihr jetzt eine Paartherapie/Eheberatung macht. Das bringt Euch sicherlich weiter und womöglich auch wieder näher zusammen.

Ich drück Dir auf jeden Fall ganz fest die Daumen, daß es Dir/Euch bald wieder besser geht!

 

LG

Danke du hast ja recht! Ich hoffe wirklich das es etwas bringt. Es wär das letzte was ich wollte, das unsere Familie zerbricht.

Lg

Könnte ich vom Expertenteam bitte auch eine Antwort bekommen? Würde mich interessieren was ihr dazu sagt?

Lg

Hallo coco84,

 

gerne möchten wir auf Ihren Beitrag eingehen.

 

Wir können uns Winterkind in der Einschätzung der Lage anschließen: es gibt viele Anzeichen, dass Ihr Mann tatsächlich in ein Burnout hineinsteuert. Sie schreibenu.a., dass er ein Perfektionist sei und dann ist die Gefahr besonders groß, sich zu übernehmen. Ihre gemeinsame schöne Urlaubszeit, in der er auftanken konnte, zeigt, dass hier kein primäres  Beziehungsproblem vorliegt, sondern dass die Streitigkeiten und Spannungen in der Partnerschaft Folge seiner allgemeinen Überlastung sind.

Es wäre in der Tat sehr wichtig, dass Ihr Mann sich professionelle Hilfe holt, um aus dem Teufelskreis von übermäßigen Ansprüchen / Versagensängsten und tatsächlicher körperlicher und mentaler Erschöpfung heraus zu kommen.

 

Ein niedrigschwelliger Weg ist, dass Sie telefonischen Kontakt zum medizinischen Servicecenter der AOK, Clarimedis, aufnehmen. Dort können Sie - und im nächsten Schritt natürlich Ihr Mann - mit der Psychologin telefonisch besprechen, wie es weitergehen kann, welche Hilfsangebote vor Ort passen könnten und ob ggf. auch weitere medizinische Hilfe nötig ist. Ihr Mann zeigt ja auch Anzeichen einer beginnenden Depression, was übrigens eine häufige Begleiterscheinung eines Burnouts ist, und da muss ihm gezielt geholfen werden.

 

Also, nehmen Sie Kontakt auf, entlasten Sie sich auch dadurch und planen Sie dann gemeinsam die weiteren Schritte - je eher, desto besser.

 

Wir sind sicher, dass Sie es schaffen werden, in einem ruhigen Gespräch Ihren Mann von der Notwendigkeit zu überzeugen, dass er für sich und seine Familie diesen Schritt gehen sollte!

 

Mit freundlichen Grüßen
Ihr Expertenteam der AOK

Danke das sie sich gemeldet haben. Also ist es wirklich so wie ich gedacht habe. Ich werde mich gleich mal an die Psychologin wenden. Ich hoffe so sehr das uns jemand helfen kann.

Lg coco

Hallo coco84,

 

wenn Sie weitere Fragen haben oder sonst den weiteren Werdegang uebermitteln moechten dann melden Sie sich doch einfach wieder! Ansonsten hoffen wir, dass Ihnen das Telefonat mit Clarimedis weiter hilft.

Alles Gute fuer Sie und Ihren Mann!

 

Mit freundlichen Grüßen
Ihr Expertenteam der AOK

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