Brustvergrößerung

Hallo.

Ich hätte gerne informationen wie ich vorgehen kann/sollte.

Ich bin 18 Jahre alt und habe leider nur eine Körbchen Größe von nicht einmal A. Nur eine kleine Wölbung. Ich leide sehr darunter. Bis jetzt habe ich immer gehofft da kommt noch was, aber das warten war vergebens. Auch in meiner Schwangerschaft (entbunden am 26.12.2012) keinerlei Anzeichen von Brust. Ich habe nicht gsteillt.

Ich bin 167 groß und wiege 71 Kilo.

WIe kann ich weiter vorgehen. Kann ich mit finanzieler Unterstützung rechnen? Bitte um Antwort, ich bin echt verzweifelt.

MFG

Hallo hony-tl,

 

bei der Brustkorrektur bzw. vergrößerung handelt es sich üblicherweise um einen typischen, plastisch-ästhetischen chirurgischen Eingriff und stellt somit keine Leistung der gesetzlichen Krankenkassen dar. Sie müssen also davon ausgehen, dass Sie für die anfallenden Kosten selber aufkommen müssen. Dennoch sollten Sie das Beratungsgespräch bei Ihrem Gynäkologen / Ihrer Gynäkologin suchen, denn diese können Erfahrungen darin haben, welche Unterstützungsmöglichkeiten es gibt.

 

Für den Fall, dass Sie eine operative Therapie als alternativlos ansehen, gilt es einiges zu beachten: Unabhängig davon, welcher Klinik Sie Ihr Vertrauen schenken, möchten wir Sie darauf hinweisen, sich in jedem Fall für eine Fachklinik für ästhetisch-plastische Chirurgie zu entscheiden. Wichtig: es sollte ein Facharzt für Plastische Chirurgie sein, der idealer weise auch Mitglied der Vereinigung der Deutschen Plastischen Chirurgen ist. Adressen erfahren Sie bei Ihrer Kassenärztlichen Vereinigung. Sie sollten sich auch überlegen, sich bei mindestens zwei Ärzten vorzustellen und dort vorab jeweils Behandlungs- und Kostenvoranschläge einzuholen.

 

Mit diesen Kosten- und Behandlungsplänen können Sie auch im Rahmen eines Einzelfallantrags eine Kostenübernahme bei Ihrer AOK vor Ort beantragen. Dieser Antrag wird dann an den MDK (Medizinischer Dienst der Krankenkassen) weitergereicht. Dort wird dann entschieden, ob Ihrem Antrag stattgegeben wird - oder nicht. 

 

Und vielleicht möchten Sie doch noch einmkal in sich gehen und hinterfragen, ob Ihr Lebensglück nun wirklich von größeren Brüsten abhängt oder ob Sie nicht doch Möglichkeiten sehen, auch ohne operative Brustvergrößerung glücklich und zufrieden leben zu können; jede operative Therapie birgt ja auch unerwünschte Risiken und mögliche Komplikationen, daher sollten Sie Ihre weiteren Schritte gut abwägen.

 

Bleibt uns, Ihnen alles Gute zu wünschen !

 

Mit freundlichen Grüßen
Ihr Expertenteam der AOK

Hallo Ratgeber-Team,

 

mir widerstrebt es fast dieses leidige Thema zum zigtausendsten Mal aufzuwärmen: Burstvergrößerung. Ich habe mich jetzt durch einige Beträge gewühlt und festgestellt dass es quasi nie eine Kostenübernahme einer solchen OP durch die AOK gibt. Wiederholt wird auf  "medizinische Indikationen" hingewiesen. 

 

Meine Frage wäre jetzt welcher med. Defekt müsste nach Maßstäben der AOk zum Beispiel vorliegen um eine solche OP vollständig zu übernehmen?Massive psychische Probleme, Schamgefühle vor dem eigenen Partner oder auch Abschottung vor der Außenwelt sind augenscheinlich nicht ausreichend.

 

Ich habe verschiedene Fälle von betroffenen Frauen verfolgt, manche mussten selbst für die Kosten aufkommen, anderen wurden die Kosten erstattet. Doch es ist mir nicht klar warum Person A die Op bezahlt bekommt und person B nicht. Medizinische körperliche Defekte lagen bei beiden Personen nicht vor.

Mich interessiert nun welche pathologischen Veränderungen müssten konkret vorliegen um eine Brustvergrößerung zu gerechtfertigen.

 

Mit freundlichen Grüßen

Hallo LadyAnne,

 

es gibt keinen Katalog oder eine Art Aufstellung, nach denen eine solche Entscheidung von AOK-Mitarbeitern getroffen werden.

Im wesentlichen ist es so, dass ein individueller formloser Kostenübernahmeantrag vom MDK bearbeitet wird. Hier wird abgewogen, welche individuelle Belastungssituation gegeben ist bzw. gegeben scheint; gerade auch medizinische oder psychologische Gutachten können so z.B. sehr entscheidend sein. Vorstellbar wäre z.B., dass eine Frau eine pschotherapeutische Behandlung macht und der bzw. die behandelnde Psychotherapeutin den Eindruck gewinnt, dass die Psychotherapie nicht ausreichend wirksam ist, um die empfundene Belastung ausgleichen zu können. Eine solche Beurteilung eines Psychotherapeuten kann dann Anlass sein, die Kostenerstattung einer operativen Therapie auszusprechen.

 

Von daher verwundert es nicht, dass für einen Außenstehenden die Entscheidungen des MDK nicht nachvollziehbar, ja vielleicht sogar willkürlich erscheinen; die vielen, individuellen Abwägungen und Entscheidungen sind sicherlich auch oft für den bzw. die jeweils Betroffene nicht gut nachvollziehbar.

 

Im Jahr 2012 erfolgten in Deutschland circa 500.000 sogenannte Schönheitsoperationen bzw. ästhetisch-kosmetische Operationen, knapp 85 Prozent der Personen waren weiblich, gut 15 Prozent männlich.

Aus unserer Sicht sind dies erschreckende Zahlen, bedeutet es letztendlich doch, dass organisch gesunde Menschen ein Operationsrisiko eingehen, nur weil sie mit ihrem äußeren nicht zufrieden sind. Wie stehen Sie denn hierzu? Wäre es aus Ihrer Sicht sinnvoller, grundsätzlich immer eine Kostenerstattung bei kosmetischen Operationen auszusprechen?

 

Mit freundlichen Grüßen
Ihr Expertenteam der AOK

Hallo ,

 

den ersten Teil kann ich ohne weiteres akzeptieren. Mich beruhigt es zu wissen, das psychische Probleme doch als Indikation gesehen werden.

 

Zu ihrer Frage am Ende, aus meiner Sicht sind die Richtlinien dafür etwas streng. Frauen die große Probleme haben mit ihrem Körper, sich nicht wohl fühlen, für die kein normales Leben möglich ist,  sind durch ihr "Dahinvegetieren" meistens weitaus mehr gesundheitlich gefährdet als bei einer OP.  Vor allem über einen längeren Zeitraum, ich beziehe mich dabei auf z.B. selbstverletzendes Verhalten auf Grund des Hasses oder der Verachtung des eigenen Körpers. Natürlich brauchen diese Menschen in erster Linie psychologische Betreuung, aber manchmal reicht reden einfach nunmal nicht aus, wie man so schön sagt.

 

Ich danke Ihnen jedoch  für die aufschlussreiche Auskunft.

 

Mit freundlichen Grüßen

LAdy Anne

Darf ich dich mal was fragen? Wie groß bist du, wieviel wiegst du und kennst du den Fettgehalt deines Körpers in %? Wie alt bist du? Ich wollt nur mal darauf hinweisen, dass eine Brust außer der Brustdrüse aus Fett besteht. Solltest du also am Körper kaum Fett haben, wie soll es dann an den Busen kommen?  Oftmals wollen Frauen so ne OP, die einfach zu wenig Fett essen. Mfg püppi

Nach meiner Schwangerschaft sind meine vorher sowieso schon kleinen Brüste kaum noch vorhanden, von einer weiblichen Brust kann man nicht mehr sprechen. Gibt es die Möglichkeit einer Kostenübernahme, da ich sehr darunter leide? 

MfG

Hallo R.H.1990, 

 

eine operative Korrektur einer kleinen Brust stellt primär einen kosmetisch-ästhetischen operativen Eingriff dar, die unter dem Begriff Schönheitsoperation zusammengefasst werden; da solche Behandlungen grundsätzlich keine Leistung der gesetzlichen Krankenversicherungen darstellen, müssen Sie damit rechnen, die Kosten einer solchen Therapie selber tragen zu müssen.

Wir empfehlen Ihnen bei einem Operationswunsch unbedingt, sich bei der Auswahl des Arztes viel Zeit zu lassen, denn die Wahl des richtigen Arztes und einer qualifizierten Einrichtung gehört zu den wichtigsten Entscheidungen. Dies gilt in besonderem Maße, wenn es um ästhetisch-plastische Chirurgie geht. Unabhängig davon, welcher Klinik Sie Ihr Vertrauen schenken, möchten wir Sie darauf hinweisen, sich in jedem Fall für eine Fachklinik für ästhetisch-plastische Chirurgie zu entscheiden. Wichtig: es sollte ein Facharzt für Plastische Chirurgie sein, der idealer weise auch Mitglied der Vereinigung der Deutschen Plastischen Chirurgen ist. Adressen erfahren Sie bei Ihrer Kassenärztlichen Vereinigung.

Sie sollten sich auch überlegen, sich bei mindestens zwei Ärzten vorzustellen und dort jeweils Behandlungs- und Kostenvoranschläge einzuholen.

Mit diesen Kostenvoranschlägen und - im Idealfall - einer medizinischen Begründung für diesen operativen Eingriff können Sie dann bei Ihrer AOK vor Ort einen Kostenübernahmeantrag einreichen. Üblicherweise wird dieser Antrag dann an den MDK (Medizinischer Dienst der Krankenversicherungen) weitergeleitet, hier erfolgt eine Prüfung und Entscheidung der Kostenerstattung.

 

Wie immer Sie sich nun entscheiden mögen - wir wünschen Ihnen alles Gute!

 

Mit freundlichen Grüßen
Ihr Expertenteam der AOK

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