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Mutterschaftsgeld Und Elterngeld

Guten Tag, 

mein Mutterschutz beginnt zum 06.09.2014. Da mein Arbeitsvertag zum 22.08.2014 endet erhalte ich wohl vom 23. bis zum 05. Krankengeld, da ich ein Beschäftigungsverbot habe und mein Antrag bei der Arbeitsagentur für diesen Zeitraum auf Arbeitslosengeld abgelehnt wurde.

Nun ist meine Frage wer zahlt das Geld für den Zeitraum vom 6.09.2014 bis zur Geburt meines Kindes und danach die 8 Wochen bis der Mutterschutz endet und Ich dan Elterngeld erhalte?

Und wie hoch ist der Bertag während des Mutterschtzes? Weiterhin 100% meines vorherigen Einkommen oder weniger? 

Grüße car.a 

Danke ich vorraus :)

Hallo car.a,

 

zunächst ist zu klären, von welchem Träger (Arbeitsagentur oder AOK) Sie in der Zeit vom 23.08.14 - 05.09.14 Geld erhalten. Grundsätzlich endet mit der Beschäftigung auch das Beschäftigungsverbot. Nur wenn es sich um ein absolutes Beschäftigungsverbot handelt, also überhaupt keine Beschäftigung mehr ausgeübt werden kann, darf die AOK Krankengeld zahlen.

 

Damit die Schwangeren nicht hin- und hergeschickt werden, gibt es ein zwischen den Spitzenverbände der Krankenkassen und der Arbeitsagentur abgestimmtes Verfahren. Die Arbeitsagentur schickt dafür einen speziellen Fragebogen an den Arzt und entscheidet nach Auswertung der Angaben und infomiert die jeweiligen Krankenkasse. Wenn Sie noch (andere) Arbeiten ausüben können, würden Sie Arbeitslosengeld erhalten und mit Beginn der Schutzfrist Mutterschaftsgeld in Höhe des Arbeitslosengeldes.

 

Dürfen Sie nach ärztlicher Einschätzung gar keine Beschäftigung mehr ausüben, erhalten Sie Krankengeld und mit Beginn der Schutzfrist Mutterschafsgeld in Höhe des Krankengeldes. Krankengeld wird in Höhe von 90 % des Nettoarbeitsentgelt, maximal in Höhe von 70 % des Bruttoarbeitsentgelts gezahlt.

 

Das Mutterschaftsgeld erhalten Sie für die Dauer von sechs Wochen vor bis zu acht Wochen nach der Entbindung von der AOK.

 

Wir wünschen Ihnen eine schöne restliche Schwangerschaft.

 

Mit freundlichen Grüßen

Ihr Expertenteam der AOK

Hallo liebes Expertenteam,

Ich bin schwanger und mein Mutterschutz beginnt am 29.12.2014. Ich habe zwei Arbeitsverhältnisse, ein festes Arbeitsverhältnis und eines auf 450 Euro Basis (Minijob).Mein Arbeitsvertrag des Minijobs läuft bis zum 31.12.2014 danach endet es automatisch und läuft aus.Meine Frage ist nun ob ich unbedingt wegen 3 Tagen das Mutterschaftsgeld für meinen Minijob beantragen muss, da das Verhältnis zu meinem Arbeitgeber nicht das beste ist und ich ihm ja das Formular zum ausfüllen geben muss und ich eigentlich jeglichen Kontakt vermeiden will?Wie ist das dann mit dem Elterngeld wenn ich auf die 3 Tage Mutterschaftsgeld vom Minijob verzichte entsteht mir dann ein Nachteil im Bezug auf das Elterngeldß

 

Vielen Dank

Sandra

Hallo Sandra,

 

auf das Mutterschaftsgeld aus dem Minijob sollten Sie nach unserer Ansicht nicht verzichten. Es geht dabei nicht nur um drei Tage, sondern um den gesamten Schutzfristzeitraum. Bis 31.12.14 würden Sie aus ihrem Minijob Mutterschaftsgeld zusammen mit dem Zuschuss Ihres Arbeitgebers in Höhe des Nettoentgelts erhalten. Ab 01.01.15 würde das Mutterschaftsgeld aus dem Minijob in Höhe des Krankengeldes gezahlt werden, das sind 70 % des Entgelts.

 

Wir sehen auch keinen Grund, weshalb Sie deshalb mit dem Arbeitgeber in Verbindung treten sollten. Das Formular zum Ausfüllen müssen nicht Sie ihm geben, sondern Ihre AOK kümmert sich direkt um die Einholung der Verdienstbescheinigung.

 

Auf die Höhe des Elterngeldes hat das Mutterschaftsgeld keinen Einfluss, da nur die Monate vor der Schutzfrist maßgebend sind.

 

Wir wünschen Ihnen eine weiterhin schöne Schwangerschaft.

 

Mit freundlichen Grüßen

Vielen Dank für Ihre schnelle Antwort. 

Verstehe ich dies richtig, dass ich bei Beantragung des Mutterschaftsgeldes bei meinem Minijob-Arbeitgeber vom 29.12.14-31.12.14 die volle Höhe meines Nettogehalts erhalte und anschließend ab 01.01.15 bis Mitte März 15 Mutterschaftsgeld in Höhe von 70% (Höhe Krankengeld) meines Nettogehalts trotz des auslaufenden Arbeitsverhältnisses zum 31.12.14 bekomme? 

Besten Dank vorab für Ihre Antwort.

MfG Sandra

Hallo sunnywe,

 

Sie haben alles richtig verstanden. Da Ihr Minijob bei Beginn der Beschäftigung noch besteht, haben Sie Anspruch auf Mutterschaftsgeld für die Dauer und der Höhe wie Sie es beschrieben haben.

 

Wir wünschen Ihnen alles Gute.

 

Mit freundlichen Grüßen

Ihr Expertenteam der AOK

Hallo liebes Expertenteam,

Meine Situation ist wie folgt:

  • Mein befristeter Arbeitsvertrag endete zum 31.07.2020 aufgrund meiner Schwangerschaft. Mein Mutterschutz beginnt am 08.08.2020.
  • Ich habe mich arbeitslos gemeldet. Vor drei Tagen habe ich ein Schreiben vom Arbeitsamt erhalten, dass mein Anspruch auf Arbeitslosengeld ruht aufgrund einer Urlaubsabgeltung vom 01.08. bis 24.08.2020. Da ich im Beschäftigungsverbot war, hatte ich keine Möglichkeit meinen Urlaub zu nehmen
  • Ich bin weder über meinen Arbeitgeber noch beim Arbeitsamt versichert. Das Arbeitsamt schickt mir noch ein Schreiben für die Krankenkasse, indem erläutert wird, dass ich das Arbeitslosengeld normalerweise bekommen würde, aber dass es wegen der Urlaubsabgeltung ruht und ich bei der Krankenkasse eine Nachversicherung habe und somit Anspruch auf Mutterschaftsgeld 
  • Wie sehen Sie den Anspruch auf Mutterschaftsgeld? 

Ich bedanke mich im voraus.

Viele Grüße

Hallo Stephi,

wir haben gute Nachrichten für Sie: Sie sind ab 01.08.2020 versichert und haben ab Beginn der Schutzfrist auch Anspruch auf Mutterschaftsgeld in Höhe des Arbeitslosengeldes.

Reichen Sie dafür bitte einfach die Bescheinigung Ihres Frauenarztes/Ihrer Frauenärztin über den voraussichtlichen Entbindungstag und die Bescheinigung der Arbeitsagentur bei den KollegInnen Ihrer AOK ein.

Möchten Sie diese Regelung nachlesen? Sie finden diese hier auf der Seite 85 unter Punkt 9.3.1.1 und auf Seite 95 das Beispiel 59.

Wir wünschen Ihnen eine schöne restliche Schwangerschaft und Ihrem Baby einen guten Rutsch ins Leben.

Mit freundlichen Grüßen

Ihr Expertenteam der AOK

Hallo liebes Expertenteam, 

Vielen Dank für die schnelle Antwort. 

Das sind super Nachrichten. Da freuen wir uns wirklich sehr. 

Vielen lieben Dank.

Viele Grüße 

Stephi

Liebes Expertenteam, 

Ich hätte noch ein Frage dazu. 

Wie bin ich ab 01.08. versichert?

Da das Arbeitsamt mir mitteilte, das sie mich nicht versichern, sondern die Nachversicherung der Krankenkasse greift. 

Mir wurde von meiner zuständigen Geschäftsstelle der AOK Hessen mitgeteilt, dass ich nur Anspruch auf Mutterschaftsgeld habe, wenn das Arbeitsamt mich anmeldet. Man ist aber erst ab dem 2.Monat über das Arbeitsamt versichert.

 

Vielen Dank im voraus. 

Hallo Stephi210,

Sie können ganz beruhigt sein, die Arbeitsagentur muss Sie bereits ab 01.08.2020 versichern.

Die Information der Arbeitsagentur zum so genannten nachgehenden Leistungsanspruch ist überholt, da sich die Gesetzeslage vor ca. drei Jahren zu Gunsten der Arbeitslosen geändert hat.

Seitdem sind Personen krankenversichert, die Arbeitslosengeld beziehen oder nur deshalb nicht beziehen, weil dieser wegen einer Urlaubsabgeltung ruht. Sie finden diese eindeutige Bestimmung im § 5 Abs.1 Nr.2 Sozialgesetzbuch 5.

 

Mit freundlichen Grüßen

 


 

Ihr Expertenteam der AOK

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