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Unterdrücken Des Stuhlgangs

Guten Abend,

unserer 4 jährige Tochter unterdrückt seit September 2016 aktiv Ihren Stuhlgang. Auslöser war ein Fleischwunder Popo. Leider wurde dies im Kindergarten verursacht, als sie noch Windelträger war. Dies konnte auch rel. schnell wieder geheilt werden, jedoch blieb die Angst einen "Stinker" zu machen. 

Wir haben es bereits mit Homöopathie, Osteopathie und Biometrischer Untersuchung versucht (stehen in ständigem Kontakt), ihr die Angst zu nehmen. Nach der osteopathischen Behandlung kann sie die Stinker rel. Problemlos absetzen, jedoch nur für 4-6 Wochen. Danach versucht sie es wieder zu unterdrücken. Was zu Folge hat, dass sie sich verkrampft und ggf. kleine Mengen in der Unterhose landen. (Dies würde sie aber nie freiwillig sagen, damit wir sie schnell wieder sauber machen können.)

Über den Kinderarzt bekamen wir Movicol, worauf sie nicht reagiert. Und dieser würde uns lediglich ins nächste Kinderkrankenhaus schicken. 

Hausmittel wie eingelegter Pflaumensaft, Leinsamen etc. kann sie ebenso rel. gut unterdrücken.

Zu Hause haben wir eine "Stinker-Belohnungsliste" gebastelt und sie nach 3 aufeinander folgenden vollen Windeln mit einem kleinen Geschenk belohnt. Was leider nicht lange Wirkung zeigte. Abends trinkt sie gerne noch eine warme Milch (aus der Flasche!), welche wir nun abgesetzt haben, und sie nur gegen einen Stinker wieder bekommt. Auch das noch ohne Erfolg.

Generell ernährt sie sich gesund und hat viel Bewegung durch Kindergarten, Kinderturnen und großem Hauseigenem Garten mit Laufrad, Trampolin etc. 

Aktuell setzt sie kleine Mengen Stuhlgang in der Windel ab. Sie ist tagsüber komplett trocken, der Stinker muss jedoch noch in die Windel.

Wir wissen uns keinen Rat mehr; ist es ein Machtspiel da sie momentan gerne trotzt und zickig ist. Hat sie wirklich Angst vor evtl. Schmerzen, etc. Sie selbst kann diese Frage auch nicht wirklich beantworten. Manchmal will sie Hilfe, und dann kommt nichts. Und wenn was kommen will, lässt sie uns nicht helfen. Wir haben es mit Verständnis und Liebe versucht, aber auch mal unseren Ärger und Wut darüber kund getan.

Sie leidet nicht an Bauchschmerzen und dieser ist auch nicht außergewöhnlich dick, dennoch ist dies kein Dauerzustand mehr.

Bitte geben Sie uns einen Rat, ob ein Krankenhaus mit Psychologen etc. wirklich unsere letzte Chance ist, ihr auf Dauer zu helfen.

Vielen Dank.

Guten Tag elbi78 ! 

Danke für Ihre Frage an das Expertenteam. 

Das Problem das Sie so offen und ausführlich schildern- Danke für Ihr Vertrauen- ist sehr vielschichtig und kann von mehreren Seiten betrachtet werden. 

Ebenso verschieden können die Auslöser der Unterdrückung des Absetzen von Stuhlgang bei Ihrer vierjährigen Tochter sein. Es ist sowohl für die Kleine, als auch Sie ein belastendes Problem. 

Sie haben unterschiedliche Wege ausprobiert, haben das Gefühl, nicht weiterhelfen zu können und suchen nach einer erfolgreichen Methode.

Dazu ist es notwendig, eine gute Ursachensuche zu betreiben, die auch die Unterstützung Ihres Kinderarztes erforderlich macht.

Daneben ist es gut, sich an einen entsprechenden Facharzt zu wenden, damit auch hier gute Ursachenermittlung erfolgen kann. Ihr Kinderarzt wird Ihnen sicher bei der Suche nach einem, auch auf Kinder ausgerichteten, Spezialisten helfen. 

Bitte wenden Sie sich nochmals an Ihren Kinderarzt, bitten Sie um einen längeren Gesprächstermin und besuchen Sie ihn ohne Ihre Kleine, damit Sie sich besser auf das Gespräch konzentrieren können.. 

Gut ist, wenn Sie für sich die Entwicklung und den zeitlichen Verlauf des Problems der Stuhlunterdrückung notieren, alle Dinge, die Sie unternommen haben aufschreiben und wie diese verlaufen sind. 

Damit Sie Ihre Fragen, Bedenken und Sorgen nicht vergessen, schreiben Sie sich auch diese auf. 

Wir wünschen Ihnen und Ihrer Tochter, dass Sie Hilfe und Unterstützung finden.

 

Alles Gute für Sie und Ihre Familie.     

Mit freundlichen Grüßen
Ihr Expertenteam der AOK

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