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Beitragsbemessung Freiwillige Versicherung

Hallo,

ich lebe mit meinem Partner in einem gemeinsamen Haushalt und bin nicht berufstätig. Wir haben ein gemeinsames Kind und ich habe weitere 3 nicht gemeinsame Kinder. 

Mein Partner hat eine private Krankenversicherung und ich bin freiwillig in der gesetzlichen Krankenversicherung versichert. Meine Kinder sind im Rahmen einer Familienversicherung bei mir beitragsfrei mitversichert.

Meine GKV- und PV-Beiträge werden momentan, da ich keinerlei sozialversicherungspflichtiges Einkommen habe, nach dem fiktiven Mindesteinkommen von 921,67 € berechnet. Daraus ergibt sich ein monatlicher Beitrag von 156,22 €.

Traurigerweise erfordert in der heutigen Zeit der Entschluss zu einer Heirat auch wirtschaftliche Überlegungen. So ist zu überlegen, ob zukünftige Krankenversicherungsbeiträge nicht die steuerlichen Vorteile übersteigen!?

Leider findet sich nur wenig bis garkein Informationsmaterial, wie sich der GKV-Beitrag einer freiwilligen Versicherung in der GKV in unserer besonderen Situation berechnen würde.

Ich glaube zu wissen, dass die Bemessungsgrundlage eines verheirateten freiwilligen Mitglieds in der GKV das hälftige beitragspflichtige Familieneinkommen abzüglich anzurechnender Freibeträge beträgt. (mindestens 921,67 € und höchstens 2025 €)

Nun benötige ich bereits Hilfe, für die Ermittelung abzuziehender Freibeträge der Kinder!

Unstrittig dürfte sein, dass das gemeinsame Kind privat versichert werden muss. Damit sollte sich für dieses Kind ein Freibetrag von 1/3 der monatlichen Bezugsgröße von 2765 €, also 921,67 €, ergeben. Ist das richtig?

Ich gehe davon aus, dass die nicht gemeinsamen Kinder weiterhin im Rahmen der Familienversicherung beitragsfrei in meiner freiwilligen Versicherung in der GKV versichert bleiben können? Stimmt das?

Werden in diesem Fall für die nicht gemeinsamen Kinder Freibeträge abgezogen? Es müsste sich damit ein weiterer Freibetrag von 3 mal 1/5 der monatlichen Bezugsgröße von 2765 €, also 1659,00 €, ergeben. Stimmen diese Überlegungen?

Dazu mal folgendes fiktives Berechnungsbeispiel:

Der Ehemann hat ein Einkommen von 5150 € je Monat.

Berechnung des Beitragsbemessungsbetrags der Ehefrau in der freiwilligen GKV:

0,5 x 5150 € - Freibeträge = 0,5* 5150 € - (921,67 € + 1659,00 €) = -5,67 €

Der Bemessungsbetrag unterschreitet die Mindestbemessungsgrenze. Ist nun die Mindestbemessungsgrenze von 921,67 € heranzuziehen? Ist anders vorzugehen?

Wie muss die praktische Umsetzung der monatlichen Zahlung bei fluktuierendem Einkommen des Ehemanns aussehen (13. Gehalt, Bereitschaftspauschalen, Leistungszulagen, Überstundenvergütungen etc.)

Ich weiß, dass ich jetzt eine sehr umfangreicher Fragestellung eröffnet habe. Jedoch gingen alle Beispiele die so zu finden waren immer von gemeinsamen Kindern aus.

Zusammenfassend dreht sich meine Frage um die Bemessung des freiwilligen GKV-Beitrags, wenn der Ehepartner privat versichert ist. Wie sind dann gemeinsame und nicht gemeinsame Kinder zu versichern und welche Freibeträge werden dabei bei der Ermittlung der Bemessungsgrenze der freiwillig GKV-versicherten Ehefrau berücksichtigt.

   

Hallo Jacky82,

 

für unsere Antwort benötigen wir  etwas Zeit. Bitte gedulden Sie sich noch  bis Mittwoch Abend.

 

Vielen Dank.

 

Mit freundlichen Grüßen
Ihr Expertenteam der AOK

Hallo Jacky82,

 

vielen Dank für Ihre Geduld. Wie versprochen erhalten Sie nun die Antwort auf den in der Tat komplizierten Fragekomplex.

 

Die wichtigste Information gleich zu Beginn: Freibeträge werden sowohl für die gemeinsamen als auch für die nicht gemeinsamen Kinder berücksichtigt. Allerdings ist die Höhe des Freibetrages davon abhängig, ob diese familienversichert sind oder nicht. Ihre nicht gemeinsamen Kinder können weiterhin kostenlos über Sie familienversichert bleiben, Leider gilt das nicht für Ihr gemeinsames Kind. Sie haben die Wahl, es privat zu versichern oder als freiwilliges Mitglied in der gesetzlichen Krankenversicherung.

 

Für nicht krankenversicherte Kinder wird ein Betrag von 921,67 Euro und für familienversicherte Kinder ein Betrag von 553,- Euro vom Einkommen abgezogen. Zusammen würden somit 2027,67 Euro  (  2 x 553,- und 1 x 921,67   Euro) als Freibetrag abgezogen, jedoch nicht von der Hälfte des Einkommens Ihres Ehemanns, sondern von dem gesamten Einkommen. Grund hierfür ist, dass die Differenz zwischen dem Einkommen und den Freibeträgen Ihrer beider Einkommen darstellt.

 

Ausgehend von Ihren Zahlen ergäbe sich folgende Berechnung:

5150,- minus 2027.67 Euro= 3122,33 Euro. Davon würde die Hälfte, also 1561,16 Euro als Ihr Einkommen für die Beitragsberechnung  zugrunde gelegt.

 

Daraus ergäbe sich ein Beitrag zu Krankenversicherung in Höhe von 232,61 Euro und zur Pflegeversicherung in Höhe von 32,00 Euro monatlich für Sie. Wir hoffen, dass wir die Berechnung für Sie nachvollziehbar machen konnten.

 

Für die weitere Schwangerschaft wünschen wir Ihnen alles Gute.

 

Mit freundlichen Grüßen

Ihr Expertenteam der AOK

Hallo Liebes AOK-Team,

 

zunächst möchte ich mich für Ihre klarstellende Ausführung bedanken.

 

Mit der Ermittung der abzuziehenden Freibeträge lag ich ja schonmal richtig. Sie haben bei Ihrer Antwort ein Kind übersehen. Aber das Prinzip ist mir jetzt klar geworden!

 

Allerdings möchte ich noch fragen, wie man vorgehen müsste, wenn das Familieneinkommen nicht jeden Monat gleich ist? Mein Partner hat aufgrund von Entschädigungspauschalen für Bereitschaftsdienst, Überstundenvergütungen oder sonstigen Zulagen annähernd jeden Monat ein abweichendes Gehalt. Müssen wir dann jeden Monat den GKV-Beitrag für meine freiwillige Versicherung indivduell berechnen und entrichten? Oder werden zurückliegende Durchschnittswerte herangezogen?

 

Für Ihre Mühe im Voraus bereits vielen Dank!

 

Viele Grüße Jacqueline

Hallo Jacky82,  

 

tut uns leid, dass wir ein Kind unterschlagen hatten. Unter Berücksichtigung des zusätzlichen Kinderfreibetrages wäre Bemessungsgrundlage für die Beiträge dann nur noch ein Einkommen von 1284,66 Euro monatlich. Der Beitrag zur Krankenversicherung würde somit 191,41 Euro und zur Pflegeversicherung 26,34 Euro im Monat betragen.  

 

 Die Beiträge werden auf Grund des Einkommenssteuerbescheides festgesetzt. Im ersten Jahr wird man die Verdienstbescheinigung Ihres Mannes anfordern und eine vorläufige Festsetzung vornehmen. Wenn der erste gemeinsame Einkommenssteuerbescheid vorliegt, wird dann der Beitrag endgültig festgesetzt. Dieser Beitrag gilt solange bis der nächste Einkommenssteuerbescheid erfolgt.  

 

Wir wünschen Ihnen und Ihrer Familie alles Gute.  

 

Mit freundlichen Grüßen

 Ihr Expertenteam der AOK

Hallo Expertenteam,

welche Vorschriften/Gesetze liegen der Beitragsberechnung für freiwillig Versicherte ohne eigenes Einkommen zugrunde?

Wo steht es genau drin, welche Beträge vor der Halbierung des gemeinsamen Bruttoeinkommen abgezogen werden müssen, um die Berechnungsgrundlage zu errechnen?

Vielen Dank .

Mfg

Inga

 

Hallo Inga,

die Beitragsberechnung für die Kranken- und Pflegeversicherung für freiwillig Versicherte ergibt sich aus § 240 Sozialgesetzbuch 5 in Verbindung mit den Beitragsverfahrensgrundsätzen für Selbstzahler.

Die besonderen Regelungen für Versicherte, deren Ehegatten privat krankenversichert ist, finden Sie dort in § 2 Nr. 4.

Mit freundlichen Grüßen
Ihr Expertenteam der AOK

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