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Befristeter Vertrag-Elterngeld

Guten Tag,

Meine Freundin ist seit September 2015 schwanger, das Baby kommt voraussichtlich im Juni 2016. Seit August 2015 arbeitet meine Freundin, ihr Vertrag ist auf 1 Jahr befristet. Wir gehen davon aus, dass ihr Vertrag nicht verlängert wird.

Wie wird das Elterngeld nun berechnet? Sie möchte 1 Jahr mit dem Kind Zuhause bleiben. Wird das Elterngeld von ihrem Netto-Durchschnittsgehalt der letzten 12 Monate berechnet? Also theoretisch von August bis Beginn des Mutterschutzes (Mai)?
Das wären 10 Monate. Angenommen sie würde 1.200 Euro pro Monat verdienen, der Durchschnitt wären also 1.000 Euro. Normalerweise bekäme sie 67 % (oder 66?) in der Elternzeit, also 670 Euro.

Bitte korrigieren Sie mich, wenn ich etwas falsch verstanden bzw. berechnet habe.

Wie ist es nun in unserem Fall? Das Arbeitsverhältnis endet ja in der Elternzeit bzw. evtl. sogar im Mutterschutz.
Wer zahlt dann das Elterngeld und in welcher Höhe?

Da das Beschäftigungsverhältnis im August endet, handelt es sich gar nicht um eine richtige Elternzeit, oder? Meine Freundin ist dann ja arbeitslos.
Ist es möglich, dass wir nur den Mindestsatz von 300 Euro monatlich bekommen?
Gibt es Unterschiede bei der Zahlung in Mutterschutz und Elternzeit?


Ich hoffe, ich habe meine Fragen nicht zu verwirrend gestellt und freue mich auf Ihre Antwort.

Vielen Dank und Schöne Grüße

A. Haupt

Hallo Andrej1612,

 

Sie haben bereits gut recherchiert: Der Zeitraum, der für die Berechnung des Elterngeldes zu Grunde gelegt wird, ist richtig, wenn die Schutzfrist noch im April beginnt. Bei Schutzfristbeginn im Mai würde ein Zwölftel der Verdienste im Zeitraum Mai 2014 - April 2015 berücksichtigt.

 

Das Elterngeld ist prozentual gestaffelt. Bei einem Netto-Einkommen zwischen 1000 und 1200 Euro beträgt es 67 %, bei einem Einkommen von 900,- Euro 72 % des zu berücksichtigenden Nettoentgelts. Für die Höhe des Elterngeldes spielt es keine Rolle, ob das Arbeitsverhältnis Ihrer Freundin ab August 2015 verlängert wird oder nicht. Sie würde also weiterhin das bisherige Elterngeld beziehen.

 

Das Elterngeld kann Ihre Freundin bis zum 1. Geburtstag Ihres Kindes beziehen, als Alleinerziehende zwei Monate länger. Solange sie Elterngeld erhält bleibt ihre Mitgliedschaft bei der AOK beitragsfrei bestehen. Danach müsste sie sich wieder um ihren Krankenversicherungsschutz kümmern. Es könnte daher sinnvoll sein, das Elterngeld in halber Höhe dafür aber in doppelter Länge zu beantragen. Die zuständige Elterngeldstelle berät sie hierzu - wie auch in allen anderen Fragen zum Elterngeld - kostenlos. Eine Broschüre des Bundesfamilienministeriums zum Elterngeld können Sie hier herunterladen oder auch bestellen.

 

Wir wünschen Ihrer Freundin eine angenehme Schwangerschaft und Ihnen Beiden ein schönes 2016.

 

Mit freundlichen Grüßen

Ihr Expertenteam der AOK

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