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Welche Zahnbürste ist die beste?

Ältere Dame bereitet sich aufs Zähneputzen vor – aber welche Zahnbürste ist die beste?

© iStock / simarik

Lesezeit: 3 Minuten05.07.2022

Die Auswahl an Zahnbürsten ist groß, die Entscheidung somit schwer. Während manche auf hölzerne Handzahnbürsten schwören, nutzen andere moderne Ultraschallgeräte. Aber welches Modell ist für die tägliche Pflege tatsächlich am besten geeignet?

Inhalte im Überblick

    Welche Zahnbürsten gibt es?

    Grundsätzlich ist die Auswahl an Zahnbürsten groß. Sie beginnt mit den klassischen Handzahnbürsten. Neben verschiedenen Bürstenkopfgrößen und -formen werden auch Modelle mit unterschiedlich breiten Griffen angeboten. Hinzu kommen besondere Angebote für Kinder, Seniorinnen und Senioren und Personen, die eingeschränkte motorische Fähigkeiten haben. In ihrer Handhabung sind diese Bürsten an die speziellen Bedürfnisse der jeweiligen Zielgruppe angepasst. Eine Besonderheit ist die sogenannte Doppelkopf-Zahnbürste, die die Zähne von zwei Seiten gleichzeitig reinigt. Außerdem gibt es Bürsten mit sehr weichen Borsten, die bei freiliegenden Zahnhälsen oder erkranktem Zahnfleisch eingesetzt werden können. Hinzu kommen die Interdentalbürsten. Mit ihren sehr schmalen Bürstenköpfen sind sie für die Reinigung der Zahnzwischenräume gedacht und ergänzen normale Handzahnbürsten.

    Passend zum Thema

    Neben den einfachen Handzahnbürsten gibt es eine breite Palette an elektrischen Zahnbürsten sowie Schall- und Ultraschallzahnbürsten, die mit einer etwas anderen Technik arbeiten. Auch hier können Nutzerinnen und Nutzer zwischen verschiedenen Bürstenköpfen wählen.

    Ob eine Handzahnbürste oder eine elektrische Zahnbürste die bessere Wahl ist, ist nach wie vor umstritten. In Studien konnte noch nicht nachgewiesen werden, ob eines der beiden Systeme klare Vorteile bringt – entscheidend ist in erster Linie, wie gründlich Sie putzen.

    Welche Handzahnbürste empfehlen Zahnärzte?

    Wer Zweifel hat, welche Zahnbürste die richtige ist, sollte das Thema mit seiner Zahnärztin oder seinem Zahnarzt besprechen. Eventuell gibt es individuelle Besonderheiten, die beachtet werden sollten. Grundsätzlich gelten folgende Regeln für die Wahl der Handzahnbürste:

    • Borsten: Sie sollten aus Kunststoff bestehen und an den Spitzen abgerundet sein. Kunststoff ist hygienischer als eine Holzbürste mit Tierhaaren, weil diese anfälliger für Bakterienbefall sind. Darüber hinaus ist es wichtig, dass die Borsten büschelweise in den Kunststoff eingesetzt sind. So ist der Reinigungseffekt besonders hoch. Außerdem sollten sie nicht zu weich und nicht zu hart sein. Stehen die Borsten seitlich ab, wird es Zeit, eine neue Handzahnbürste zu kaufen.
    • Bürstenkopf: Auch wenn das Putzen mit einem kleinen Bürstenkopf etwas länger dauert, ist er die bessere Entscheidung, denn: Mit einer großen Bürste sind die hinteren Bereiche der Zähne schwerer zu erreichen.
    • Griff: Die Griffstärke und -form ist im Wesentlichen Geschmackssache. Wer Schwierigkeiten mit der Motorik hat, sollte einen dickeren Griff wählen. Aber Achtung: Tendenziell wird mit breiten Griffen mehr Druck ausgeübt. Dabei besteht die Gefahr, das Zahnfleisch zu verletzten.
    Kleines Mädchen mit Zahnlücke putzt sich die Zähne – welche Zahnbürste ist dafür am besten geeignet?
    Auch für Kinder gibt es eine große Auswahl an verschiedenen Zahnbürsten. Wichtig ist vor allem die richtige Technik beim Zähneputzen.

    © iStock / Courtney Hale

    Welche elektrische Zahnbürste ist die richtige?

    Grundsätzlich wird bei elektrischen Zahnbürsten zwischen drei Systemen unterschieden, deren Anwendungen ein wenig voneinander abweichen. Eine Empfehlung gibt es hier nicht. Jede Technik reinigt die Zähne ausreichend, wenn die elektrischen Zahnbürsten korrekt eingesetzt werden. Allerdings gibt es Qualitätsunterschiede bei den einzelnen Modellen.

    Oszillierende Zahnbürste und elektrische Normalbürste

    Bei der klassischen elektrischen Zahnbürste bewegt ein Elektromotor den Bürstenkopf und übernimmt damit einen Teil der Arbeit. Die Nutzerinnen und Nutzer müssen die Bürste nur entlang der Zähne bewegen und dabei darauf achten, dass sie nicht zu viel Druck ausüben. Es gibt elektrische Zahnbürsten mit einem Kopf in normaler Größe und die sogenannten oszillierenden Zahnbürsten. Deren Kopf ist klein, rund und dreht sich. Mit beiden lässt sich Zahnbelag gut entfernen.

    Schallzahnbürste

    Schallzahnbürsten werden magnetisch oder über einen Schallwandler angetrieben. Sie nutzen also bestimmte physikalische Effekte. Diese bewegen den Bürstenkopf, der dadurch in mechanische Schwingungen versetzt wird. Eine Schallbürste reinigt im Ergebnis in der Regel ähnlich gut wie Zahnbürsten mit einem kleinen Elektromotor.

    Ultraschallzahnbürste

    Ultraschallzahnbürsten nutzen eine andere Technik, nämlich Schwingungen im Ultraschallbereich. Nach Angaben der Hersteller liegt die Zahl der Impulse, abhängig vom Produkt, bei mindestens einer Million pro Sekunde. Für die Zahnreinigung wird zusätzlich eine spezielle Zahnpasta benötigt. Sie wirft Blasen, die gemeinsam mit den Schwingungen der Zahnbürste den Belag entfernen. Ultraschallzahnbürsten können in manchen Fällen schonender fürs Zahnfleisch sein.

    Welche Zahnbürste ist die richtige für mich?

    Ziehen Sie Ihre Zahnärztin oder Ihren Zahnarzt zurate.

    Wissenschaftliche Belege, ob Handzahnbürste, elektrische Zahnbürste, Schallzahnbürste oder Ultraschallzahnbürste langfristig die bessere Wahl sind, fehlen bislang. Putzdauer, Häufigkeit und Gründlichkeit sind vermutlich entscheidender. Besprechen Sie daher mit Ihrer Zahnärztin oder Ihrem Zahnarzt, welche Zahnbürste für Sie persönlich am besten geeignet ist.

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    Ein Mann im Poloshirt steht draußen in einem Park und fasst sich stirnrunzelnd auf die Brust.
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