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FFP2-Masken: Die häufigsten Fragen und Antworten

Junger Mann trägt FFP2-Maske und steht am Bahnhof.

© iStock / MarioGuti

Lesezeit: 7 MinutenAktualisiert: 28.12.2020

Bis die Impfung einen ausreichenden Teil der Bevölkerung erreicht hat, wird es mindestens bis Mitte 2021 dauern. Bis dahin müssen wir alle nach wie vor verhindern, dass das Coronavirus sich weiter ausbreitet. Neben dem Abstandhalten, der Handhygiene und dem Lüften sind Gesichtsmasken hierfür ein wichtiger Baustein. Derzeit sind FFP2-Masken überall im Gespräch. Erfahren Sie hier, was es mit diesen Atemschutzmasken auf sich hat und wie sie funktionieren.

Inhalte im Überblick

    Auf der Straße, im Supermarkt oder beim Spazierengehen: Spätestens seit Ende April 2020 sieht man überall Menschen, die eine Maske vor Mund und Nase tragen. Ziel dieser und anderer Hygienemaßnahmen ist es, die Verbreitung der Ansteckungen mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 einzudämmen.

    Der selbstgenähte Mund-Nasenschutz oder die OP-Maske schützen vor allem andere Menschen, wenn der Träger ansteckend ist, dies aber häufig noch gar nicht weiß, weil er noch keine Symptome entwickelt hat. Passiv schützt die Maske vor Tröpfchen und vor Schmierinfektionen, die dann entstehen können, wenn man sich mit ungewaschenen Fingern ins Gesicht fasst.

    Masken mit höherer Filterleistung, insbesondere FFP2 und FFP3-Masken, schützen zudem auch bis zu einem gewissen Grad vor infektiösen Tröpfchen und Aerosolen. Lesen Sie hier, was FFP2-Masken eigentlich sind, wie sie schützen können und richtig getragen werden.

    Bundesaktion: Menschen aus Risikogruppen erhalten Schutzmasken

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    FFP2- Maske und Einweghandschuhe

    © iStock / Reinke-Photography

    Seit dem 15. Dezember 2020 haben über 60-Jährige und Menschen mit Vorerkrankungen den Anspruch auf 15 FFP2-Masken. Sie erhalten die ersten drei Masken kostenlos bis zum 6. Januar 2021 in der Apotheke, wenn sie einen Personalausweis vorzeigen oder die Zugehörigkeit zu einer Risikogruppe durch eine Eigenerklärung schriftlich bestätigen. 

    In zwei weiteren Wellen werden Anfang 2021 nochmals jeweils sechs FFP2-Masken zur Verfügung gestellt. Hierfür erhalten die Berechtigten per Post von Ihrer Krankenkasse einen fälschungssicheren Berechtigungsschein. Die Kriterien, nach denen die Krankenkassen diese Berechtigungsscheine erstellen können, werden zentral durch den GKV-Spitzenverband vorgegeben, die Krankenkassen dürfen hiervon nicht abweichen. 

    Wie die Masken-Vergabe genau abläuft und wer eigentlich zur Risikogruppe zählt, erfahren Sie auf der Coronavirus-Themenseite der AOK. 

    Was ist eine FFP2-Maske und wie schützt sie gegen das Coronavirus?

    Alltagsmaske, Medizinische Gesichtsmaske (OP-Maske), FFP2- und FFP3-Masken: Es gibt mittlerweile verschiedene Maskenarten, die eine Verbreitung von Viren verhindern sollen. Bei Alltagsmasken, die aus ein-, zwei- oder mehrlagigem Stoff bestehen, und Mund-Nasen-Schutzmasken (MNS), die vor allem im OP geläufig sind, ist das Ziel, sein Gegenüber zu schützen.

    Dabei bieten sie auch einen gewissen passiven Schutz, insbesondere vor der Ansteckung mit Tröpfchen und vor Schmierinfektionen. Da die Masken jedoch nicht besonders dicht am Gesicht anliegen, kommt recht viel Atemluft an der Maske vorbei in die Lungen. Außerdem sind die Poren dieser Masken nicht sehr eng gewoben.

    Die einzelnen Unterschiede der Masken können Sie hier nachlesen.

    Bei FFP2-Masken geht die Schutzfunktion einen Schritt weiter: Hier werden auch die Träger selbst in einem gewissen Umfang vor Tröpfchen und Aerosolen geschützt. Da die Masken sehr dicht anliegen, fällt das Atmen mit diesen schwer. Bei der beruflichen Anwendung ist daher für solche Masken ohne Ausatemventil nach den Regeln der gesetzlichen Unfallversicherung eine Tragezeit von maximal 75 Minuten vorgesehen, mit einer anschließenden Pause von mindestens 30 Minuten.

    Die Abkürzung „FFP“ steht für „filtering face piece“, auf Deutsch werden sie „Partikelfiltrierende Halbmasken“ genannt. Gemeint ist damit, dass nicht nur die eingeatmete, sondern auch die ausgeatmete Luft gefiltert wird. Insgesamt gibt es drei Arten von FFP-Masken, die sich insbesondere in der Filterleistung unterscheiden.

    Alle FFP-Masken werden eher im Arbeitskontext eingesetzt, wobei FFP2- und FFP3-Masken in den Krankenhäusern auch zum allgemeinen Schutz gegen eine Ansteckung mit dem Coronavirus angewendet werden.  

    • FFP1-Masken schützen zu 80 Prozent vor ungiftigen Schadstoffen, wie zum Beispiel Feinstaub und Rauch, und werden im Arbeitskontext eingesetzt. Sie können auch das Risiko verringern, dass Tröpfchen in die Umgebung gelangen und dienen deshalb in erster Linie als Spuckschutz.
    • FFP2-Masken schützen auch vor Aerosolen. Sie müssen gemäß der Normen mindestens 94 Prozent der Testaerosole zurückhalten, also sehr feine, über die Luft getragene Flüssigkeitspartikel.
    • FFP3-Masken haben eine höhere Filterleistung als andere FFP-Masken: Sie müssen mindestens 99 Prozent der Testaerosole aufhalten. Da das Atmen bei dieser hohen Filterleistung schwer fällt, haben sie oft Ausatemventile, das heißt, die ausgeatmete Luft geht ungefiltert durch. Aus diesem Grund bieten diese Masken keinen Schutz für andere Menschen in der Umgebung.

    Woran erkenne ich eine FFP2-Maske?

    Partikelfiltrierende Halbmasken sind in der Regel weiß, kuppelförmig und lassen sich in der Mitte falten. Sie erinnern an einen Kaffeefilter – im Gegensatz zum Mund-Nasen-Schutz und zur Alltagsmaske. Anders als diese liegen die FFP-Masken an den Wangen dicht an und verhindern so, dass Atemluft neben der Maske fließen kann. 

    Wie trage und verwende ich eine FFP2-Maske richtig?

    Wichtig ist vor allem, wie auch bei den anderen Masken-Arten, dass die FFP2-Maske richtig getragen wird. Nur so kann das Risiko verringert werden, dass man sich oder andere mit dem Coronavirus ansteckt. Das sollten Sie beim Tragen beachten:

    • Waschen Sie sich vor Gebrauch der Maske gründlich die Hände mit Seife, am besten bis zu 30 Sekunden lang.
    • Fassen Sie die Maske immer nur an den Bändern an. Ziehen Sie die Bänder über beide Ohren.
    • Die Maske muss über Mund, Nase und Wangen gut passen.
    • Die Maskenränder sollten eng am Gesicht anliegen, sodass keine Luft mehr an der Maske vorbei ein- oder ausgeatmet werden kann.
    • Wenn Sie eine neue Maske verwenden, testen Sie zunächst, ob Sie durch die Maske genügend Luft bekommen.
    • Wenn die Maske durchfeuchtet oder nass geworden ist, zum Beispiel durch Speichelauswurf oder auch Regen, sollte sie abgenommen und ausgetauscht werden.
    • Auch beim Abnehmen ist es wichtig, die Bänder zu benutzen.
    • Waschen Sie nach dem Abnehmen Ihre Hände für mindestens 20 bis 30 Sekunden mit Seife oder nutzen Sie Desinfektionsmittel.

    Auch wenn Sie eine Schutzmaske tragen, achten Sie weiterhin auf die allgemeinen Hygiene-Regeln:

    • Halten Sie mindestens 1,5 Meter Abstand zu anderen Personen, die nicht dem eigenen Haushalt angehören.
    • Waschen Sie sich regelmäßig die Hände und achten Sie darauf, in die Armbeuge zu husten oder zu niesen.
    • Lüften Sie in geschlossenen Räumen, insbesondere bei mehreren Personen. Am besten ist Stoßlüften für zehn bis 15 Minuten.
    • Laden Sie sich die Corona-Warn-App herunter, sodass schneller Infektionsketten nachvollzogen und unterbrochen werden können.

    Kann ich eine FFP2-Maske wiederverwenden und waschen?

    FFP2-Masken sind Einwegprodukte, das bedeutet, dass sie zum einmaligen Gebrauch hergestellt worden sind. Deshalb: Nachdem Sie die Maske getragen haben, sollte sie sofort in den Restmüll wandern. 

    Wenn Sie die Maske an einem Tag mehrmals auf- und absetzen, werden Sie sie nicht jedes Mal wegwerfen können. Dann ist es wichtig, die Maske nur an den Bändern anzufassen und an der Luft trocknen zu lassen.

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