AOK Bremen/Bremerhaven
Ein Sportfest der Extraklasse
Veröffentlicht am:20.05.2026
4 Minuten Lesedauer
Mehr als 500 Sportlerinnen und Sportler werden am 6. Juni in Bremerhaven erwartet. Sie kommen zum Behindertensportfest, das den Teilnehmenden vor allem eines bringen soll: jede Menge Spaß und Freude.

© Amt für Menschen mit Behinderung
Spaß steht im Vordergrund
Vergangenes Jahr hat der Plan funktioniert, davon zeugt ein YouTube-Film (siehe unten): Die Gesichter der Teilnehmenden spiegeln ihren Stolz über Leistungen und Medaillen wieder, vor allem aber ihren Spaß. Und genauso soll es auch sein, sagt Lars Müller, Leiter des Bremerhavener Amtes für Menschen mit Behinderungen. „Um Wettkämpfe geht es nur am Rande“, erklärt er.
Auswahl der Disziplinen ist groß
Der Amtsleiter erwartet am Samstag, 6. Juni, Teilnehmende aus Bremerhaven, aber auch aus Cuxhaven, Wilhelmshaven, Bremen oder Bremervörde. Medaillen können die Sportlerinnen und Sportler auf dem Gelände des TSV Wulsdorf an der Heinrich-Kappelmann-Straße in etlichen Disziplinen erwerben.
Fünf davon müssen sie sich vorab aussuchen – die Auswahl ist groß. So gibt es Läufe über verschieden lange Strecken oder Slalom und Geschicklichkeitsparcours für Rollstuhlfahrer, Weitsprung mit und ohne Anlauf, Wurfaufgaben, die Möglichkeit, Golfbälle einzulochen, und vieles mehr. Darüber hinaus findet wieder ein Fußballturnier um den „Seestadt-Cup“ statt. Dabei eifern zwölf Mannschaften mit jeweils fünf Feldspielern und einem Torwart um Tore und Punkte.
Seit 1990 Tradition
In diesem Jahr jährt sich das Sportfest zum 36. Mal. Diese langjährige Tradition ist nur ein Grund, weshalb es wohl recht einmalig sei, sagt Lars Müller. „Auch müssen die Teilnehmenden kein Startgeld bezahlen und bekommen immer kleine Präsente – ein T-Shirt zum Beispiel und eine Medaille.“ Außerdem gibt es ein Glücksrad, Bands sorgen für Musik.
Unterstützung gesucht
Ohne Sponsoren könnte die Veranstaltung nicht stattfinden, sagt der Amtsleiter. Rund 20.000 Euro koste das Behindertensportfest, so Müller. „Drei Viertel der Summe müssen wir an Spenden einwerben, sonst würde es für Bremerhaven zu teuer.“ Mit seinen sieben Kollegen stemmt Lars Müller die Hauptorganisation. „Aber ohne Helfer könnten wir das Fest nicht veranstalten“, betont er. 80 bis 100 Freiwillige seien nötig, damit das Fest reibungslos läuft.
„Schöne Erlebnisse“
Auch die AOK Bremen/Bremerhaven ist dabei, stellt jedes Jahr ein Kontingent von Helfern, die dafür auch ihren freien Sonnabend opfern. Tatsächlich machten sie das mit großer Begeisterung, sagt Michael Söhlke, Regionalkoordinator bei der AOK, der den Einsatz steuert. „Es ist ein sehr dankbarer Job, zum Beispiel an einer Station zu stehen, die Sportlerinnen und Sportler anzufeuern und das Lächeln auf ihren Gesichtern zu sehen.“ Gerade einmal 20 Minuten habe es gedauert, die zehn Kolleginnen und Kollegen zusammen zu bekommen, die die AOK traditionell entsendet. „Es hat sich herumgesprochen, was für schöne Erlebnisse man an diesem Tag hat.“
Das wird aller Voraussicht nach auch Anfang Juni so sein – und in den folgenden Jahren, wenn es nach den Beteiligten geht. „Das Sportfest ist nur einmal ausgefallen, während Corona“, erzählt Lars Müller. Im zweiten Corona-Jahr habe man dann einfach einen Plan B gemacht: „Wir haben ein ‘Behindertensportfest at Home‘ veranstaltet. Dafür gab‘s Aufgaben, die man zu Hause absolvieren konnte.“
Autorin: Imke Zimmermann
Das Behindertensportfest 2026
Samstag, 6. Juni 2026
09.00 bis 15.00 Uhr
TSV Wulsdorf, Heinrich-Kappelmann-Straße 4, 27572 Bremerhaven




