Zähne
Mundhygiene: So bleiben Ihre Zähne schön und gesund
Veröffentlicht am:08.10.2021
aktualisiert am 10.04.2026
7 Minuten Lesedauer
Das Geheimnis eines strahlenden Lächelns liegt in einem gesunden Gebiss. Dabei kommt es vor allem auf die Mundhygiene und das richtige Zähneputzen an. Mit den Tipps der AOK-Beratungszahnärztin Katja Kühler halten Sie Ihre Zähne in Schuss.

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Mundhygiene: Warum ist sie so wichtig?
Beim Essen sind unsere Zähne regelmäßig Belastungen und Gefahren ausgesetzt. Säurehaltige Zitrusfrüchte, zuckerreiche Süßigkeiten oder essighaltige Salatsoßen – sie alle greifen den Zahnschmelz an und als Reste zwischen den Zähnen bieten sie einen hervorragenden Nährboden für Bakterien.
Bakterien regen wiederum die Bildung von Zahnbelag (Plaque) in den Zahnzwischenräumen sowie am Zahnfleischrand an und erhöhen so die Gefahr für Zahnstein. Das begünstigt Erkrankungen der Mundhöhle wie:
- Karies
- Entzündung des Zahnfleischs (Gingivitis)
- Entzündung des Zahnhalteapparats (Parodontitis)
Zur Vorbeugung ist eine gute Mundhygiene unerlässlich. Die Basis hierfür ist das richtige Zähneputzen.
Was ist die richtige Technik beim Zähneputzen?
Die eine richtige Zahnputztechnik gibt es nicht, aber es gibt zwei Regeln, die für eine gute Reinigung beachtet werden müssen, unabhängig davon, ob die Zahnbürste in kreisenden, rüttelnden oder horizontalen Bewegungen durch den Mund geführt wird:
- Achten Sie darauf, dass alle Flächen geputzt werden, dazu zählt auch die Innenseite der Zähne sowie eventuell vorhandene Kronen oder Brückenglieder – ein routinierter Ablauf kann dabei helfen.
- Drücken Sie die Zahnbürste nicht zu fest auf: „Zu starker Druck mit der Bürste kann zum Beispiel das Zahnfleisch verletzen und letztlich die Zahnsubstanz am Zahnhals verstärkt abtragen“, weiß Katja Kühler, Beratungszahnärztin der AOK. Ideal ist etwa ein Druck von 200 Gramm – für das richtige Gefühl kann vorher an einer Küchenwaage geübt werden.
Welche Putztechnik die richtige ist, hängt unter anderem auch vom Zustand der Zähne und des Zahnfleischs ab. Wer sich unsicher ist, ob die eigene Technik reicht, um die Zähne sauber zu bekommen, kann sich von seinem Zahnarzt anleiten lassen. Für Kinder eignet sich am besten die „KAI-Plus-Methode“, um das richtige Zähneputzen zu lernen.

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Richtige Mundhygiene: Wie lassen sich Zwischenräume und Zunge reinigen?
Selbst mit der richtigen Technik erreicht die Zahnbürste nur 30 Prozent des Mundraums. Vor allem die Zahnzwischenräume werden nicht ausreichend gesäubert und auch auf der Zunge und in der Mundhöhle bilden sich Bakterien, die mit einer Zahnbürste nicht entfernt werden.
Neben Plaque und Zahnstein können diese auch zu Mundgeruch führen. Ausgelöst wird er meistens von Bakterien im Mundraum, die sich zu etwa 60 bis 80 Prozent auf der Zunge wiederfinden. Zahnärzte empfehlen, die Reinigung der Zunge in die tägliche Mundhygiene zu integrieren. Um die Zunge zu reinigen, kann man einen Zungenschaber oder eine Zungenbürste zu Hilfe nehmen. Nach der Reinigung den Mund mit Wasser ausspülen und den Zungenreiniger abspülen.

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Welche Tipps gibt es zur Zahn- und Mundpflege im Alltag?
- Zuckerfreie Kaugummis unterstützen die Zahnpflege, da sie den Speichelfluss anregen.
- Besonders wenn’s blutet: Verzichten Sie auch bei Zahnfleischbluten nicht aufs Putzen. Das Bluten ist ein Anzeichen, dass Ihr Zahnfleisch entzündet ist – eine Folge von Zahnbelag. Und genau der muss weg. Am besten zusätzlich noch Zahnseide verwenden. Wenn das Zahnfleischbluten trotz guter Mundhygiene nicht verschwindet, sprechen Sie Ihren Zahnarzt darauf an.
- Nach dem Zähneputzen nicht zu kräftig ausspülen. Wer zu stark spült, schwemmt das zahnschützende Fluorid der Zahncreme wieder aus.
- Obst ist zwar gesund, aber für Zähne bedeutet es Stress. Der darin enthaltene Fruchtzucker trägt zur Plaquebildung bei und die Fruchtsäure greift den Zahnschmelz an. Tipp: Nach dem Obstessen den Mund mit Wasser ausspülen.
- Viele Käsesorten haben einen positiven Effekt auf die Zahngesundheit. Sie führen dem Zahnschmelz herausgelöste Mineralien wieder zu. Außerdem enthält Käse, wie alle anderen Milchprodukte auch, Kalzium. Ein Mineral, das den Zahnschmelz stärkt.
- Zucker ist der größte Feind der Zähne. Tipp für alle, denen es schwerfällt, auf Zucker zu verzichten: Versuchen Sie, die Menge nach und nach zu reduzieren und stillen Sie lieber einmal am Tag den Heißhunger auf Süßes als den ganzen Tag über immer wieder zu naschen.
- Rauchen schadet auch den Zähnen. Nikotin verschlechtert die Durchblutung des Zahnfleisches. Die Folge: Es ist anfälliger für Parodontitis und geht bei dauerhaften Entzündungen zurück. Die Stabilität der Zähne kann dadurch verloren gehen.
- Medikamente können ebenfalls die Zähne angreifen. Darum lohnt es sich, vor Benutzung die Packungsbeilage zu beachten oder Rücksprache mit dem Zahnarzt oder der Zahnärztin zu halten.
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