AOK Logo

Kein Bock auf die Vögelgrippe? #AllesOK

Mal ehrlich: Niemand will sich mit einer Geschlechtskrankheit anstecken. Trotzdem steigen die Infektionszahlen. Höchste Zeit, darüber zu sprechen. Denn beim Reden fängt echter Schutz an. Fragen zu Symptomen oder Safer Sex klärt unser kostenloses medizinisches Expertentelefon AOK-Clarimedis.

Du würdest niemals so unvorsichtig sein, ... oder?

In unserem Film appellieren wir an den gesunden Menschenverstand – und daran, dass genau der auch beim Sex eine wichtige Rolle spielt. Eigentlich ganz selbstverständlich, oder?

Was sind Geschlechtskrankheiten?

Mal kurz vorab: Geschlechtskrankheiten, kurz auch STIs genannt, sind keine Schande und auch keine Charakterfrage. Es sind schlicht Viren, Bakterien, Parasiten oder Pilze, wie bei anderen Infektionskrankheiten auch. Mit dem Unterschied, dass sie hauptsächlich beim Sex übertragen werden. Das Problem? Sie sind oft sehr schwer zu erkennen – und vor allem: Wir reden zu wenig darüber. Um das zu ändern, bieten wir dir hier einen Überblick über die am weitesten verbreiteten Geschlechtskrankheiten.

Das ABC der STIs

Wissen ist der beste Schutz. Deshalb haben wir hier Infos über die häufigsten sexuell übertragbaren Infektionen für dich zusammengefasst.

Sie sollen dir keine Angst machen, sondern dabei helfen, bedacht zu handeln. Wenn dir etwas auffällt oder du ein Risiko eingegangen bist: Lass es lieber checken.

  • Chlamydien

    Chlamydien gehören weltweit zu den häufigsten Geschlechtskrankheiten. Das Problem: Häufig bleiben Infektionen unerkannt, weil sie bei rund 80 Prozent der Frauen und 50 Prozent der Männer ohne Symptome verlaufen. 

    Woran du es merkst: Die Symptome einer Chlamydien-Infektion hängen stark davon ab, wo genau sich die Bakterien einnisten. Macht sich der Erreger beispielsweise am Gebärmutterhals bemerkbar, äußert sich das oft durch einen veränderten, teils eitrigen Ausfluss. Wandert er stattdessen in die Harnröhre, führt das eher zu Schmerzen beim Wasserlassen und ständigem Harndrang. Auch der Enddarm kann betroffen sein, was sich meist durch Juckreiz am After oder durch Schleim und Blut im Stuhl zeigt. Im Mund- und Rachenraum bleibt die Infektion nach Oralsex hingegen fast immer völlig unbemerkt, kann aber zu Halsschmerzen führen.

    Was passieren kann: Unbehandelt kann es zu aufsteigenden Infektionen kommen. Bei Frauen kann das zu Entzündungen der Gebärmutterschleimhaut, der Eileiter und Eierstöcke führen. Bei Männern kann es zu schmerzhaften Entzündungen der Samenstränge und Hoden kommen. Langfristig kann das zu Unfruchtbarkeit führen.

    Der Move: Ein Test bringt Sicherheit. Chlamydien lassen sich sehr gut mit Antibiotika heilen. Wichtig: Dein Partner oder deine Partnerin muss behandelt werden, sonst steckt ihr euch gegenseitig immer wieder an.

    Mehr im AOK-Magazin
  • Tripper (Gonorrhö)

    Tripper (Gonorrhö) ist eine bakterielle sexuell übertragbare Infektion, die vor allem Harnröhre, Gebärmutterhals, Enddarm oder Rachen betrifft. Weltweit gehört sie zu den häufigsten Geschlechtskrankheiten.

    Woran du es merkst: Symptome können schon am nächsten Tag oder bis hin zu zwei Wochen nach der Ansteckung spürbar werden. Oft löst Gonorrhö jedoch auch gar keine oder nur leichte Symptome aus. Dazu gehören u. a. Juckreiz, eitriger Ausfluss aus der Scheide oder bei Männern aus der Harnröhre, Schmerzen im Unterbauch oder an den Hoden sowie Brennen beim Wasserlassen.

    Was passieren kann: Die Infektion kann auf die Gebärmutter, die Eileiter oder die Prostata übergehen und das Risiko für Unfruchtbarkeit stark erhöhen.

    Der Move: Kondome schützen. Wenn du den Verdacht hast: Ab zum Arzt oder zur Ärztin. Eine Infektion wird mit Antibiotika behandelt. Je früher, desto besser, um Resistenzen keine Chance zu geben.

    Mehr im AOK-Magazin
  • Syphilis

    Syphilis ist eine durch Bakterien ausgelöste, sexuell übertragbare Infektion. Die Erreger dringen meist beim Sex über die Schleimhäute ein und können sich im weiteren Verlauf über den gesamten Körper ausbreiten.

    Woran du es merkst: Syphilis verläuft zyklisch. Das heißt, symptomatische und beschwerdefreie Phasen wechseln sich ab. Zuerst entstehen meist schmerzlose, aber stark ansteckende Geschwüre an der Stelle, wo die Bakterien eingedrungen sind, also im Mund oder im Intimbereich. Später können Ausschläge, Fieber und Gelenkschmerzen folgen. Zwischen den Phasen spürt man oft jahrelang nichts.

    Was passieren kann: Wenn sie nicht behandelt wird, kann es zu schweren Komplikationen kommen wie zum Beispiel Schmerzen in den Gelenken, inneren Blutungen, Geschwüren oder sogar schweren Nervenschädigungen. Auch Schwangere können die Syphilis auf das ungeborene Kind übertragen. Ein Test wird bereits früh in der Schwangerschaft im Rahmen der Vorsorge empfohlen.

    Der Move: Ein Kondom senkt das Ansteckungsrisiko erheblich. Wenn man ein erhöhtes Risiko für sexuell übertragbare Infektionen hat, hilft es zusätzlich aber auch, sich regelmäßig testen zu lassen. Denn Syphilis lässt sich im Labor sicher feststellen und mit Antibiotika behandeln.

    Mehr im AOK-Magazin
  • HPV

    Humane Papillomviren sind so weit verbreitet, dass sich die meisten Menschen im Laufe ihres Lebens mit ihnen anstecken.

    Woran du es merkst: Die meisten Infektionen verlaufen symptomlos und heilen von allein. Manche Virustypen verursachen jedoch Genitalwarzen.

    Was passieren kann: Die Viren können unangenehme Warzen im Genitalbereich verursachen und sind in manchen Fällen außerdem an der Entstehung von Krebs des Gebärmutterhalses beteiligt. In selteneren Fällen kann auch Krebs im Mund- und Rachenraum oder am Penis und im Analbereich die Folge sein. Kondome helfen hier nur bedingt, da die Viren durch intensiven Hautkontakt übertragen werden.

    Der Move: Die Impfung, die idealerweise im Alter zwischen 9 und 14 Jahren erfolgt, ist die wichtigste Schutzmaßnahme. Für Frauen ist die regelmäßige gynäkologische Vorsorgeuntersuchung absolut unverzichtbar, um Zellveränderungen rechtzeitig zu erkennen.

    Mehr im AOK-Magazin
  • Genitalherpes

    Rund 10 bis 15 Prozent der Menschen tragen das Herpesvirus Typ 2 in sich. Wer es einmal hat, bleibt lebenslang Träger bzw. Trägerin. Das Virus verbleibt im Körper, und es kommt in der Regel immer wieder zu Ausbrüchen.

    Woran du es merkst: Typisch sind Rötungen und kleine Bläschen an den Schamlippen oder am Penis. Sie treten oft in Grüppchen auf, die einreißen, nässen und beim Abheilen Krusten bilden können. Frauen haben oft Schmerzen beim Wasserlassen oder haben Ausfluss. Viele Infektionen verlaufen aber auch hier ohne sichtbare Zeichen.

    Was passieren kann: Bei bis zu 90 von 100 Menschen, die sich angesteckt haben, zeigen sich keine oder sehr unauffällige Symptome. Falls Beschwerden auftreten, kann es zu einem schmerzhaften Ausschlag im Genitalbereich mit Fieber und Krankheitsgefühl kommen.

    Der Move: Genitalherpes-Infektionen sind nicht heilbar. Es gibt aber virushemmende Medikamente, die die Beschwerden lindern und die Dauer eines Ausbruchs verkürzen können. Um andere zu schützen, wird empfohlen, auf Sex zu verzichten, wenn sich ein Ausbruch ankündigt, weil Menschen mit Genitalherpes in dieser Zeit am ansteckendsten sind. Und natürlich gilt: Es schützt ebenfalls, offen damit umzugehen, wenn man betroffen ist.

    Mehr im AOK-Magazin
  • HIV

    HIV und AIDS werden oft verwechselt: Das HI-Virus, also das Human Immunodeficiency Virus, ist der Krankheitserreger, und AIDS, kurz für Acquired Immunodeficiency Syndrome, ist das Krankheitsbild. Letzteres tritt heute in Deutschland allerdings nur noch selten auf, da eine HIV-Infektion medikamentös gut kontrollierbar ist und sich deutlich schwerer übertragen lässt als manche anderen Krankheitserreger, wie beispielsweise Hepatitis.

    Woran du es merkst: Kurz nach der Infektion treten oft grippeähnliche Symptome auf, danach folgt meist eine lange Zeit ohne Beschwerden.

    Was passieren kann: Durch die HIV-bedingte Immunschwäche können lebensbedrohliche Erkrankungen auftreten, etwa Lungenentzündungen, Pilzbefall der Speiseröhre oder seltene Tumorarten wie das Kaposi-Sarkom.

    Der Move: Es gibt keine Impfung gegen HIV, aber Kondome zu nutzen, ist ein effektiver Schutz. Wer rechtzeitig diagnostiziert wird, kann heute mit Medikamenten ein normales Leben führen. Bei einem erhöhten Ansteckungsrisiko, schützt zusätzlich die sogenannte PrEP vor einer HIV-Infektion.

    Mehr im AOK-Magazin

Lust, aber nicht auf 'ne Geschlechtskrankheit?

Du würdest niemals jemanden anstecken wollen. Verstehen wir. Damit das auch klappt, unterstützen wir dich mit passenden Leistungen dabei, dich und andere zu schützen. So kannst du dich auf die schönen Dinge konzentrieren.

Was du tun kannst

Damit du weiterhin entspannt dein Liebesleben genießen kannst, gibt es ein paar Dinge, auf die du achten solltest. Und die sind vielleicht gar nicht mal so überraschend:

Der erste Tipp: Benutz ein Kondom. Wissen die meisten wahrscheinlich schon, aber Kondome sind eins der wichtigsten Mittel, um sexuell übertragbare Infektionen zu vermeiden.

Der zweite Tipp ist vielleicht noch ein bisschen weniger bekannt: Benutzt bei Oralverkehr Lecktücher bzw. Kondome. Denn auch dabei kann man sich anstecken.

Der dritte Tipp: Bei Symptomen immer zum Arzt oder zur Ärztin gehen. Und genau dabei helfen dir unsere Leistungen. Swipe dich einfach mal durch und entdecke, welche zu deinem Leben passen.

Der vierte Tipp: Informiere deine Sexualpartner oder Partnerin, wenn du dich angesteckt hast. So können sie sich auch behandeln lassen und verbreiten die Erkrankung nicht weiter.

Die AOK-Arztsuche

Den passenden Arzt oder die passende Ärztin für dich zu finden, ist bei allen Gesundheitsfragen wichtig. Auch beim Thema Geschlechtskrankheiten. Die richtigen Anlaufstellen dafür sind Praxen für:

Mit unserer Arztsuche findest du Spezialist/-innen dafür direkt in deiner Nähe.

Gewissheit durch Tests

Wenn ein medizinischer Grund vorliegt, du also zum Beispiel Symptome hast, die auf eine Infektion hindeuten, übernehmen wir die Kosten für den Test beim Arzt oder bei der Ärztin. Frauen bis zum abgeschlossenen 25. Lebensjahr können außerdem einmal jährlich einen Chlamydien-Früherkennungstest in einer Arztpraxis machen, auch wenn sie keine Beschwerden haben.

Verhütungsberatung

Kondome helfen grundsätzlich dabei, Infektionen mit Geschlechtskrankheiten vorzubeugen. Ergänzend dazu gibt es aber noch weitere Verhütungsmethoden, die zur Schwangerschaftsverhütung geeignet sind. Welche davon die passende ist, lässt sich am besten in einem ärztlichen Beratungsgespräch herausfinden.

HPV-Impfungen

Für Frauen und Männer gilt gleichermaßen: Safer Sex, also die Nutzung von Kondomen und Lecktüchern, kann das Risiko einer HPV-Infektion lediglich senken. Am wirksamsten ist eine Impfung, um HPV-Infektionen und den damit verbundenen Krebserkrankungen vorzubeugen. Am effektivsten ist die Impfung vor der ersten sexuellen Aktivität, also bevor Jugendliche erstmals mit einem HPV-Virus in Kontakt geraten können. Empfohlen wird die Maßnahme im Alter von 9 bis 14 Jahren. Sie kann aber auch danach noch sinnvoll sein und bis zum Alter von 17 nachgeholt werden. Außerdem sollte das in Deutschland organisierte Screening für Frauen im Alter zwischen 20 und 65 Jahren in Anspruch genommen werden, um sich zu schützen.

Unser AOK WhatsApp-Kanal

Abonniere unseren WhatsApp-Kanal und erhalte fundiertes Wissen, praktische Tipps und Inspiration für eine gesunde Lebensweise – direkt auf dein Handy.

Fachgeprüftes Gesundheitswissen

Die Inhalte unseres Magazins werden von Fachexpertinnen und Fachexperten überprüft und sind auf dem aktuellen Stand der Wissenschaft.

Du würdest dir keine Leistungen entgehen lassen, oder?

In drei einfachen Schritten kannst du Mitglied bei uns werden.

Schritt 1: Online-Formular ausfüllen

Schritt 1: Online-Formular ausfüllen

Die AOK in deiner Nähe auswählen und Formular ausfüllen.

Schritt 2: Wir kümmern uns

Schritt 2: Wir kümmern uns

Du bist schon gesetzlich versichert? Dann informieren wir deine bisherige Krankenkasse über deinen Wechselwunsch. Wenn du privat versichert bist, musst du selbst deine Versicherung informieren.

Schritt 3: Willkommen bei der AOK

Schritt 3: Willkommen bei der AOK

Du bekommst von uns die Bestätigung zu deiner Mitgliedschaft.