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Arbeitgebermagazin

Gesundes Arbeiten

Resilient zum Erfolg

Veröffentlicht am:31.03.2026

4 Minuten Lesedauer

Beschäftigte können lernen, mit Stress und Widrigkeiten umzugehen. Für Unternehmen lohnt es sich, sie dabei zu unterstützen.

Illustration: Menschen mit Aktenordnern sprechen miteinander und telefonieren gleichzeitig.

© AOK

Widerstandskraft haben

Der Begriff „Resilienz“ wird häufig mit „Widerstandsfähigkeit“ übersetzt und bezeichnet die Fähigkeit, auch schwierige Herausforderungen dauerhaft und gesund zu überstehen.

Besonders in Zeiten sozialer Umbrüche und wirtschaftlicher Unsicherheit ist diese Eigenschaft von großer Bedeutung. Auch Veränderungen in der Arbeitswelt und persönliche Herausforderungen wie Arbeitsüberlastung erfordern ein hohes Maß an innerer Widerstandskraft.

Gelassen reagieren

Arbeitgeber profitieren von der psychischen Widerstandskraft ihrer Belegschaft, die auf Herausforderungen gelassen reagiert. Resiliente Mitarbeitende haben die Chance, besser mit Stress umzugehen und seltener einen Burn-out zu erleiden oder andere psychische Beschwerden zu bekommen.

Die gute Nachricht: Obwohl Resilienz zum Teil genetisch bedingt ist, lässt sich diese Fähigkeit in jedem Alter trainieren. Arbeitgeber können hier eine zentrale Rolle spielen.

Führung, die stark macht

Ein Hebel ist dabei eine wertschätzende Führungskultur, die das Selbstvertrauen der Beschäftigten und das Sinnerleben im Blick hat.

Auch der Zusammenhalt im Team kann eine Rolle spielen. Wer ein starkes soziales Netz hat, kann besser durch schwierige Phasen kommen und schneller zurück in den Arbeitsfluss finden.

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Nicht über- und nicht unterfordern

Ebenso entscheidend ist der Abbau von Stressfaktoren im Arbeitsalltag. Dazu gehören eine realistische Zeitplanung und gut strukturierte Prozesse. „Führungskräfte spielen eine Schlüsselrolle“, erklärt Thomas Rigotti, Professor für Arbeits-, Organisations- und Wirtschaftspsychologie an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz.

„Sie haben die Möglichkeit, das richtige Maß an Beanspruchung zu finden, damit Mitarbeitende weder über- noch unterfordert sind.“ Diese Balance ist laut Rigotti entscheidend, um Stress zu reduzieren und die Resilienz zu stärken. „Das Nicht-Erreichen von Zielen – oder schon die Angst davor – ist einer der größten Stressauslöser im Job. Führungskräfte können gegensteuern, indem sie ihre Mitarbeitenden gezielt weiterbilden, Ziele klar kommunizieren und Abläufe laufend an die Bedürfnisse anpassen.“

Spezielle Resilienztrainings können genau hier ansetzen. Dabei kommt es darauf an, Trainingsinhalte möglichst individuell auf die spezifischen Herausforderungen der Teilnehmenden abzustimmen.

Niedrige Resilienz, größere Risiken

42 % der deutschen Beschäftigen fühlen sich gestresst.

38% höher ist das Risiko für Menschen mit niedriger Resilienz, an einer Herz-Kreislauf-Erkrankung zu leiden.

20 % der befragten Beschäftigten in Deutschland litten an Burn-out-Symptomen.

Quellen: Gallup-Report „State of Global Workplace“, 2023;  Gutenberg-Gesundheitsstudie, 2025; McKinsey Health Institute, 2023.

Resilienz verstehen

Rigotti rät Führungskräften außerdem, sich zunächst selbst mit dem Thema vertraut zu machen, etwa über seriöse Fachliteratur oder vertrauenswürdige Informationsquellen im Internet. Denn nur wer die Mechanismen hinter Resilienz versteht, kann diese auch glaubwürdig vorleben und im eigenen Team fördern.

Mit fundiertem Wissen, einer unterstützenden Unternehmenskultur und gezielt eingesetzten Trainings können Arbeitgeber die Resilienz ihrer Mitarbeitenden nachhaltig stärken und damit die Zukunftsfähigkeit des gesamten Unternehmens sichern.

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